______________________________________________________________Letzte Änderung: 18. August 2022

 

                Gott

                gib mir die Gelassenheit, 

                      Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

                den Mut, 

                      Dinge zu ändern, die ich ändern kann, 

                und die Weisheit, 

                      das eine vom anderen unterscheiden zu können.

                                                                                    ev. Gesangbuch, Gebet 822

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                 Passionsblume   

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Hier möchten wir von unserem Leben in dieser Landidylle erzählen.

Wie und womit wir so unsere Tage verbringen, über unsere Hobbys und Interessen.

Da wäre als Erstes und Wichtigstes, weil es die meiste Zeit einnimmt, unser Hof zu nennen, den wir 2004 kauften und auch am 1.8.2004 bezogen. Bis dahin wohnten wir im größten Baumschulanbaugebiet der Welt, im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein, waren aber weder gärtnerisch noch landwirtschaftlich tätig. Wir bewohnten eine Doppelhaushälfte auf einem 300 qm-Grundstück. So groß ist jetzt unser Gemüsegarten. Nun sind wir nicht mehr berufstätig, aber der Garten erfordert im Sommer unseren ganzen Einsatz. Im Winter erholen wir uns davon und sammeln Kräfte und Ideen fürs nächste Jahr. Alfreds Winterarbeit ist noch das Holzhacken. Mit dem Holz füttern wir den Ofen, der eine angenehmere Wärme im Haus verbreitet, als die Gasheizung, obwohl beide die Heizkörper erwärmen.

Als wir unser 1997 erbautes Haus kauften, war es 2 Jahre unbewohnt gewesen und entsprechend verwildert war das annähernd 7.000 qm große Grundstück.

Bilder aus der Zeit, da wir es erstmals sahen, sind unter 

"Unser Anfang 2004/2005" zu finden.


                     

                      Elbe im Hintergrund bei normalem Wasserstand mit Wasserkuhle im Vorland

                       
                     Elbe mit erhöhtem Pegel: Elbvorland unter Wasser

                     

                       Elbe bei Hochwasserkatastrophe an der gesamten Elbe

                   

                      Im Korb warten frisch geerntetes und gewaschenes Obst und Gemüse auf die Radler

Auf dem Elbdeich, der hinter unserem Garten verläuft, führt der Elbe-Radweg  entlang, der, im Winter weniger, im Sommer mehr, einen Strom von Radlern und Wanderern an uns vorbei führt. Oben auf dem Deich stellen wir im Sommer eine bequeme Bank auf, auf der sich Radler sowie Wanderer gerne ausruhen und mit oder ohne Brotzeit die Ruhe und die Landschaft genießen.    

Manchmal finden sie dort etwas Leckeres aus unserem Garten vor, wie z.B.  Äpfel, Birnen, Mirabellen, Kirschen,  Pflaumen, Gurken oder Tomaten.

Oder es liegt ein Buch dort, das sie mit auf die Reise nehmen können, weil es ein ausgewildertes Buch von/für  Bookcrossing  ist.  

Wie ich schon sagte, haben wir ein etwas größeres Grundstück. Für die Hälfte der ca. 7.000 qm hatten wir bis 2011 die 4-beinigen Rasenmäher (sh.: Kamerunschafe) in wechselnder Besetzung, Anzahl, Farbe und auch Größe: 

                 

                 die Kamerunschafe

               

                   Legehühner und Perlhühner im Hühnerauslauf 

Ihre Unterkunft müssen die Schafe sich mit ein paar Hühnern teilen. Ob es ihnen gefällt, das weiß ich nicht, mir würde es nicht gefallen, weil Anton, der Hahn, nämlich schon nachts um 3 Uhr laut zu krakeelen anfängt, um seine Pünktchen zu beeindrucken, dafür legen sie ihm dann ein Ei. Die Schafe revanchieren sich für die nächtliche Ruhestörung, indem sie tagsüber blöken, so bald sie uns sehen, weil sie hoffen, dass es etwas Leckeres zu futtern gibt: Äpfel, Birnen, Sonnenblumenblätter, Rosenblüten, Rasenschnitt, abgeschnittene Zweige, Erbsenkraut  oder ........

Auf einem Teil der Weide und des übrigen Gartens stehen gut 60 Obstbäume: Apfel-, Aprikosen-, Birnen-, Kirsch-, Pfirsich-, Pflaumen-, Hasel- und Walnussbäume. 50 dieser Bäume haben wir in den Jahren 2005 bis 2014 gepflanzt, sie tragen also noch nicht so reichlich, aber die alten Apfel- und Birnenbäume bescheren uns jährlich eine reiche Ernte, wenn, ja, wenn es nicht gerade zur 

                      

                       Birnbaumblüte vor dem Frost

        Blütezeit friert, wie in 2010, 2011 und 2017, da hatten wir einen totalen Ernteausfall                           bei den Äpfeln. 

                            

Während es draußen klirrend kalt ist, arbeitet Alfred sich warm und sorgt dafür, dass der Ofen nicht aus geht. Hier im Winter 2007/2008.                         

                             

                    Auch im Winter 2008/2009 gab es für Alfred genug zu tun 

                             

                    Und hier 2009/2010

Den Gemüsegarten beackert seit 2008, nachdem er genug gebaut, gepinselt, gehackt, gesägt und gepflastert hat, auch Alfred. Die ersten 4 Jahre hatte ich auch hier gewirkt und hoffte, meine Erfahrungen an Alfred weitergeben zu können, aber er ist ziemlich beratungsresistent und besteht darauf, seine eigenen Erfahrungen zu machen. So schimpft er immer darüber, dass ich die Gemüsebeete mit

                     

                          Mit Heu gemulchtes Zucchinibeet (rechts)

Heu mulche, weil ihm die ausfallende Grassaat zu viel Unkraut in den Garten bringt, während ich der Meinung bin, das Unkraut wird unterdrückt, der Boden wird feucht gehalten, die Bodenlebewesen lockern bei ihrer Arbeit, das Heu in den Boden zu ziehen, den Boden schön auf. Außerdem kann ich auf dem Heu trockenen und sauberen Fußes ernten. Bei dem Heu handelt es sich um jenes, welches die Schafe tagsüber auf der Weide nicht aufgefressen haben; wir harken das mit den Schafkötteln zusammen und breiten es im Gemüsegarten aus. Der Kompost, den wir im Gemüse- wie im Blumengarten einarbeiten, beinhaltet den Hühner- und Schafmist aus dem Stall, er ist der einzige Dünger, den wir für das Gemüse verwenden. Gegen Schädlinge und zur Stärkung der Pflanzen verwende ich eine Pflanzenjauche aus Rainfarn, Brennnesseln und Schachtelhalm.  

Das Vorziehen der Gemüsepflanzen liegt aber weiterhin bei mir.

Im Jahr 2010 hatte ich von 15 verschieden Tomatensorten 150 Pflanzen. Davon pflanzte ich 40 Stück selber in unseren Garten, den Rest habe ich verschenkt.
Die Tomaten säe ich in Perlite aus. Perlite ist ein Mineral. Ich lege ein Stückchen Fliegengaze (damit die Steinchen nicht ausgeschwemmt werden) in eine Schale, in der einmal gekaufte Weintrauben waren. Darauf kommt die gewaschene Perlite. In kleine Vertiefungen lege ich die Samenkörner und bedecke sie. Von diesen Schalen passen 3 in ein Zimmergewächshaus. Die ersten Tage stehen sie im warmen Wohnzimmer, nachdem die Saat aufgelaufen ist, stelle ich die Sämlinge etwas kühler, aber heller, in den Wintergarten. Wenn sie ca. 10 cm groß sind, bzw. das 2. richtige Blattpaar entwickelt ist, pikiere ich sie in größere Töpfe mit Kompost-Perlite-Gemisch. 

         

 

 Tomatenzucht in Ringkultur

Nach den Eisheiligen pflanze ich die Tomaten nach der Ring-Methode aus. Dazu habe ich einmalig einen 30 cm tiefen und ebenso breiten Graben in benötigter Länge ausgehoben, diesen mit Teichfolie ausgelegt, in die pro Meter 1-2 Löcher gepiekt werden,  und dann mit Kies ebenerdig aufgefüllt. Aus Kunststoff-Rasenkante habe ich mir Pflanz-Ringe von ca. 30 cm Durchmesser angefertigt; dazu loche ich die Anfang- und Endseiten, lege sie übereinander und ziehe einen beschichteten Draht durch. Diese Ringe (man kann auch Eimer oder große Blumentöpfe ohne Boden nehmen) stelle ich auf das Kiesbeet und drücke/drehe sie etwas ein, damit beim Gießen das Wasser nicht unten herausläuft, als Turbodünger kommen nun ein paar Brennnesselblätter ins Pflanzloch. Darauf stelle ich die ausgetopfte Tomatenpflanze, fülle den Ring mit Komposterde bis zum ersten Blattpaar auf, drücke diese gut fest und gieße nun die Pflänzchen so vorsichtig an, dass die Erde nicht aufgeschwemmt wird. Wenn die Tomate über die Oberkante hinaus gewachsen ist, fülle ich den Kompost bis zur Oberkante des Ringes auf - Tomaten können nämlich aus dem Stängel neue Wurzeln bilden, mit denen sie noch mehr Dünger und Wasser aufnehmen können und die ihre Standfestigkeit erhöhen. Topft man sie also genügend tief ein, hat die Pflanze später einen besseren Halt und kann sich mit mehr Wurzeln auch besser versorgen. Zwischen den Ringen grabe ich Töpfe im Kiesbeet so ein, dass der Rand noch daumenbreit über der Erde steht - damit keine Tierchen (Frösche) zufällig in den Topf fallen können; wenn die Tomaten nach ca. 4 Wochen genügend Wurzeln im Kompost und dem Kies gebildet haben, wird nur noch in diese Töpfe gegossen. Tomaten benötigen nicht übermäßig viel Wasser. Bis man ein Gefühl für die Feuchtigkeit hat, muss vor dem Gießen geprüft werden, ob Wasser benötigt wird. Durch die Folie hält sich das Wasser im Beet gut. Besteht die Möglichkeit des Zulaufs von Regenwasser von außerhalb, so muss der Ablauf durch genügend Löcher in der Folie gesichert sein. Wenn mit purer Komposterde gepflanzt wurde, muss nicht mehr gedüngt werden, außer es fließt viel Wasser durch und schwemmt den Dünger aus. Brennnesseljauche ist der Pflanzengesundheit zuträglich. Als Stütze können nun Stäbe eingesteckt werden - nicht zu tief, dann wird die Folie beschädigt, aber in den ca. 20 cm des Pflanzringes und den 30 cm des Foliengrabens stehen die Stützen fest genug. Ich habe am Dachüberstand Haken eingeschraubt; hier befestigte Schnüre sind an unter dem Pflanzring eingesteckten Heringen gespannt. Die Schnüre werden im Laufe des Sommers um die Tomaten gewickelt und halten sie so aufrecht. Natürlich müssen nun laufend die Achseltriebe ausgegeizt werden, das erübrigt sich nicht - steckt man diese Geiztriebe gleich wieder in Erde, so wachsen daraus schnell neue Pflänzchen und eine kranke od. abgebrochene Tomatenpflanze lässt sich damit ersetzen oder man setzt sie zwischen Kohlpflanzen (nicht Rotkohl) und hält damit Raupen von den Kohlpflanzen fern. Eine frühere Ernte konnte ich nicht feststellen, aber die unteren Blätter werden nicht durch aufspritzendes Regenwasser geschädigt, wobei ich im Laufe des Sommers die unteren Blätter entferne und von den oberen die Spitzen so weit abschneide, bis die Früchte ungehindert Sonne bekommen. Im Herbst werden die Tomaten abgeschnitten und in die Mülltonne entsorgt, die Ringe mit der Schaufel abgehoben, die Erde ohne jegliche aufliegenden Pflanzenteile auf den Kompost entsorgt, die Ringe und Schnüre für das nächste Jahr gereinigt. Das Kiesbeet bleibt so und wird im nächsten Jahr wieder bepflanzt. 

Nachtrag in 2021: Seit drei Jahren hat der Ertrag der Tomaten stark nachgelassen. Im Herbst 2020 wurde das Beet neu verfüllt und zwar mit Komposterde pur. Die Ringe werden wieder verwendet und auch mit Kompost aufgefüllt. Für 2021 hoffe ich nun wieder auf eine reiche Tomatenernte!

Tomaten und Basilikum schmecken nicht nur gut zusammen (besonders in Verbindung mit Mozzarella), ja, als Nachbarn begünstigen sie sich auch während des Wachstums. Ich setze immer ein paar von meinen selbst gezogenen roten und grünen Basilikumpflänzchen mit in den Ring ein - auch sie gedeihen hervorragend, werden gut einen halben Meter hoch und ich habe den ganzen Sommer über reichlich Basilikum!

Besonders gut gedeihen in unserem Gemüsegarten Bohnen aller Art: Dicke, dünne, breite, große, grüne, gelbe und auch 

                                            Blaue Bohnen

2010 froren wir 83 Beutel Bohnen à 500 g ein! Mittlerweile habe ich Einweckgläser von einem freundlichen Nachbarn aus unserer alten Heimat geschenkt gekommen, diese habe ich 2011 fast alle füllen können. Über die Zucchini, die ich von ca. 10 Pflanzen ernte, freuen sich außer Verwandten, Freunden und Bekannten auch immer unsere Hühner. Pastinaken, die auf der Tüte aussehen wie Petersilienwurzeln, werden bei uns fast so groß wie ein Handball. Die Möhren wollten in unserem Lehmboden zuerst nicht gut wachsen, mittlerweile ist der Boden aber durch das Mulchen und den Kompost so locker geworden, dass wir in 2010 erstmals einigermaßen gerade Möhren ernten konnten.

                     

Als Alfred 2008 den Gemüsegarten übernahm befürchtete ich, dass ich mit den vorhandenen Blumenbeeten nicht genug zu tun habe würde und Alfred legte entlang des Zaunes auf einer Länge von ca. 90 m ein mal mehr, mal weniger als 3 m breites Beet an, welches wir mit verschiedenen Sträuchern bepflanzten. D.h. wir waren mit dem Pflanzen schon 2004 angefangen, damals hatten wir aber keine Beete angelegt, sondern pflanzten die Sträucher in das Gras, sie wuchsen deshalb auch nicht so gut. Nachdem dann aber das Randbeet angelegt war, legten sie los. Mittlerweile stehen dort u.a. Sträucher wie Aronia, Berberitze, Blasenbaum, Blutjohannisbeere, Brautspiere, Deutzie, Eibe, Euonymus, Felsenbirne, Feuerdorn, Flieder, Gewürzstrauch, Ginkgo, Hartriegel, Haselnuss, Hibiskus, Holunder, Hortensie, Ilex, Indigostrauch, Jasmin, Kirschlorbeer, Korkflügelstrauch, Korkenzieherhasel, Lavendelheide, Magnolia, Mahonie, Mispel, Perückenstrauch, Schmetterlingsflieder, Schneeball, Schneebeere, Skimmie, Spierstrauch, Tamariske, Teufelsstrauch, Vogelbeere, Weide, Zaubernuss, Zierapfel und -kirsche soweit möglich in verschiedenen Sorten. Damit wächst an unserer Grundstücksgrenze eine schöne Hecke mit abwechslungsreichem Wohnungs- und Futterangebot für die Piepmätze heran, die auf der Westseite noch auf ein paar Metern durch ein Stück Hainbuchenhecke gegen den ungemütlichen Westwind ergänzt wird. 

                 

                 

               West-Randbeet

Auch Rosen fehlen nicht: Ca. 50 Rosen in 30 verschiedenen Sorten und als Zwerg-, Beet-, Edel-, Strauch-, Kletter- oder Hochstammrose sind in unserem Garten heimisch. Die Rosen sind nach der Funkie/Hosta die Blume, von deren Art ich die meisten Sorten habe. Da im Garten nur wenig Schatten-, aber viel Sonnenbereich ist, habe ich 50 verschiedene Hostasorten ausgesucht, von denen die meisten in beiden Bereichen bestehen können. Und ich finde sie alle schön. Früher sammelte ich mal Kakteen, die sind auch schön, wenn sie nicht blühen, so ist es auch mit den Hosta. Ich habe sie erst 2008 gepflanzt, daher haben sie noch nicht die Flächen ausgefüllt, die ich ihnen zugedacht habe. Des weiteren habe ich begonnen Taglilien/Hemerocallis zu sammeln, diese sind pflegeleicht und sie blühen über einen langen Zeitraum. 

Meine neueste Liebe gilt den Pfingstrosen/Päonien, als Strauch- und auch als Stauden-: 

                 

               

               

                Strauchpäonienblüte in weiß, rot und gelb

2009 kaufte ich mir 6 Strauchpäonien, von denen 3 schon in 2010 blühten!!! Bei beiden Stauden, Hemerocallis wie Päonia, sieht das Blattwerk bei allen Sorten mehr oder weniger gleich aus, daher möchte ich davon nicht so viele wie von den Hosta oder Rosen haben. Die Päonia blüht früh, danach sind nur noch Blätter zu sehen, die Hemerocallis blüht später und so lange schaut man auf die Blätter. Von der Blütezeit her ergänzen sich diese beiden Blumen wunderbar! Nebeneinander kann ich sie aber nicht pflanzen, da die Päonia nicht so gerne in ihrem Fußraum gestört wird und die Hemerocallis breitet sich gerne aus. Außerdem tummeln sich im Blumengarten u.a. Akelei, Anemone, Aster, Bergenie, div. Bodendecker, Christ- und Lenzrosen, Echinacea, Eisenkraut, Farne, Fette Henne, Fingerhut und -kraut, Frauenmantel, Glockenblume, Hauswurz, Hemerocallis, Heuchera, Hosta, Iris, Johanniskraut, Kompassblume, Kuhschelle, Lavendel, Lilie, Lungenkraut, Margerite, Rittersporn, Päonia, Phlox, Rittersporn, Schafgarbe, Schachbrettblume, Schleierkraut, Salbei, Sedum, Sonnenhut, -braut, -blume, Storchenschnabel, Tränendes Herz, Veilchen, Yucca und Ziest um nur die zu nennen, von denen ich mehrere/verschiedene Sorten habe. Ansonsten wachsen dort noch viele andere Blumen.

 

                          

               Alter Steingarten vor der Terrasse "Schöne Aussicht"                                                             

2004 hatte ich die für den Steingarten vorgesehene Fläche gut 1 m tief umgegraben und versucht, den Schachtelhalm, der die Fläche total zugewuchert hatte, zu entfernen. Dann setzte ich die ersten Stauden ein. Im Frühjahr 2005 kam wieder der Schachtelhalm durch. Alfred, er hatte im Herbst 1/4 des Gemüsegartens auch 1 m tief wegen des Schachtelhalms umgegraben, schritt zur Radikalkur. Leider bedachte er nicht, dass das Mittel nicht zwischen Schachtelhalm und Blume unterscheiden kann - es war alles hin! Ich sammelte alle Pflanzen ab, grub wieder tief um, entfernte nochmals Schachtelhalmtriebe und bepflanzte neu. Aufkommenden Schachtelhalm steche ich nun aus und sammle ihn für Pflanzenjauchen. Im Laufe der Jahre wanderten die Polsterpflanzen leider der Schwerkraft folgend den Hang der Warft, auf dem sie wuchsen, abwärts. Auch das Gießwasser lief so schnell abwärts, dass nichts im Boden versickern konnte. Einige Pflanzen waren mir dadurch vertrocknet. Im Mai 2010 habe ich den Steingarten neu angelegt.  Alle noch vorhandenen Stauden nahm ich aus dem Beet und pflanzte sie in den 2009 neu angelegten Feenkreis. Den ziemlich mageren Boden im Steingarten mischte ich mit Blumenerde und Splitt, legte dann auf dem ca. 30 qm großen Beet 3 Terrassen an, die ich am unteren Ende mit Natursteinen zum Weg abgrenzte und auf denen ich ca. 40 teils vorhandene, teils neu gekaufte Hauswurze, Sempervivum und Sedum pflanzte. Die Oberfläche deckte ich dann gut 2 cm hoch mit Splitt ab. Dieses kahle und ziemlich nüchtern wirkende Beet war ein großer Kontrast zum übrigen Blumengarten, der in voller Blüte stand. Es hat aber keine Verbindung zu diesem, sondern befindet sich am Abhang einer Terrasse zum Gemüsegarten, von dem er noch durch einen Weg abgeteilt ist.

                   

                Neuer Steingarten

Außerdem wird sich der Anblick in den nächsten Jahren noch verändern, wenn sich die Pflanzen ausgebreitet haben. Ich hatte aber für den Rest des Jahres keine weitere Arbeit mit dem Beet, außer ab und zu gießen, weil die Pflanzen ja alle neu gesetzt waren, künftig werde ich das nicht mehr tun. Ärgerlich ist, dass in regelmäßigen Abständen die Wühlmaus das Beet heimsucht. Wenn ich die Hügel einebne, bleibt natürlich immer etwas von der Erde auf dem Splitt liegen. Im Frühjahr muss ich Splitt nachstreuen.                    

Fazit: Um Wühlmäuse fernzuhalten hätte ich 20 cm unter der Erdoberfläche des Beetes einen Küken-Maschendraht auslegen sollen. 

 

                       

                Der "Feenkreis"

ist ein Kreis von 50 cm Breite und 9 m Durchmesser, den ich 2009 anlegte und auf dem anfangs nur verschiedene Hibisken standen. Dazwischen setzte ich 2010 die Stauden aus dem Steingarten. Später kamen noch verschiedene Strauchpfingstrosen dazu. Im Laufe der nächsten Jahre setzten wir hier sehr viele Narzissenzwiebeln verschiedener Sorten ein, die uns im Frühjahr sehr erfreuen.
 

                             

                       Hier ist Alfreds Winterarbeit 2010/2011

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Der Rasen muss schon wieder gemäht werden. Und, damit Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Kartoffeln und Zwiebeln ordentlich wachsen, muss auch schon wieder gesprengt werden, es ist hier nämlich schon wieder staubtrocken. Im April 2011 fielen bei uns nur 2,5 l/m² Regen!  

Im Hintergrund ist nur das Elbvorland mit etwas Wasser in einer Kuhle zu sehen, nicht die Elbe. Die fließt hinter der Baumreihe hinter dem Grünland. Nur bei Hochwasser steht im Vorland Wasser. Sh. "Die Elbe"

Die Obstblüte war in diesem Jahr eine Woche eher als im Jahr 2010.

Im Mai 2011 habe ich meine Anzucht- und Krankenstation neu angelegt. Ich hatte mich immer geärgert, dass ich, obwohl der Platz da war, von den vielen kleinen Pflanzen, die ich durch Selbstversamung, Stecklinge, Ableger oder Aussaat hatte, nichts pflanzen konnte, weil es zu trocken war und die wurzelnackten Pflanzen nur mit viel Gießen überlebt hätten. Ich habe das Anzuchtbeet geglättet und Vlies ausgelegt, damit das Unkraut dort nicht wächst. Dann habe ich aus dem ganzen Garten all die kleinen Pflänzchen aus der Erde geholt, zusammengetragen und mit der vielen guten Komposterde, die ich in diesem Jahr habe, in Töpfe gepflanzt.  Nun habe ich künftig viele gut bewurzelte Pflanzen, die ich jederzeit ins Beet pflanzen kann. Und meinen Besuchern kann ich so auch ganz einfach einen Gruß mitgeben. Ein Teil des Beetes ist ohne Vlies, dort kann ich Aussaaten machen und Stecklinge direkt in die Erde bringen.
 

                   

                   Die Anzucht- und Krankenstation 

liegt direkt vor den Tomaten, daneben steht eine Regentonne, auch der Wasserhahn ist in der Nähe.

                     

                    von rechts: Kirschlorbeer, Haselnuss, Mahonie, Deutzie, Rhabarber, Walnuss, Heuchera

                      

                       von rechts: Blutjohannisbeere, Heuchera, Rittersporn, Hibiskus, Salat

                      

                     von rechts: Rudbeckia, Gurken, Zucchini, Salat, Heuchera, Efeu

                     

             Im Vordergrund ausgesäte Tagetes, die noch pikiert werden müssen und eingeschlagene Hibiskus-Sämlinge.                                      Neben dem Tisch wachsen unter dem Dachüberstand die Tomaten

2 Wochen später: Durch die anhaltende Trockenheit konnte ich noch keine Sommerblumen auspflanzen. Ich habe statt dessen gut 300 pikierte Tagetes stehen...

Anfang Juni hat es endlich geregnet, 30 l/m², nun pflanze ich die Tagetes aus.

Auch im Erdbeerbeet schaffe ich, bevor die Gemüseernte so richtig losgeht, mal wieder Ordnung: Mit Bambusstöcken markiere ich die kräftigsten Erdbeerpflanzen, an diesen lasse ich die Ausläufer dran und kürze nur das Stück, das nach dem 1. Ableger weiter wächst. Von den nicht markierten Pflanzen schneide ich alle Ausläufer ab, damit alle Kraft in die Ausbildung der Früchte geht. Außerdem schneide ich alle fleckigen und angetrockneten Blätter ab. Zum Schluss wird der Schwitzschlauch verlegt, es ist nämlich schon wieder trocken und das Beregnen bekommt den Erdbeeren gar nicht. Bisher hatte ich meine Erdbeeren immer mit Heu gemulcht, das hielt den Boden feuchter und die Früchte, wenn es denn mal regnete, sauber. Alfred findet das aber nicht gut wegen des Unkrauts. Mir ist das aber egal, im nächsten Jahr werden die Erdbeeren wieder gemulcht, Unkraut war auch heute reichlich zwischen den Pflanzen.

Im nächsten Jahr werde ich 3 Pflanzen an separater Stelle pflanzen. An diesen Pflanzen werde ich alle Ableger wachsen lassen, die Blüten aber abknipsen - im Herbst werde ich hiervon die Jungpflanzen abnehmen. Im großen Erdbeerbeet werde ich laufend von allen Pflanzen die Ableger abschneiden, aber die Blüten stehen lassen - und so viele große und schmackhafte Früchte ernten. Vor ein paar Jahren hatte ich das schon einmal erfolgreich ausprobiert.

Es handelt sich bei unseren Erdbeeren um Ableger der Pflanzen, die wir beim Einzug im Unkraut des Gemüsegartens vorfanden. Leider kennen wir nicht den Namen dieser Sorte. Wir probierten bisher außerdem  Elsanta, Mieze Schindler, Senga Sengana u.a., aber damit waren wir nicht so zufrieden. 

Es ist ja nicht so, dass Alfred nichts tut.

                   

Hinter den Betonsteinen liegt unser schönster Sitzplatz "Die schöne Aussicht" mit Blick über den Steingarten auf den Gemüsegarten, den Deich und die Weide mit dem Storchennest. Dort, wo die Steine liegen, soll eine Mauer entstehen, in Höhe und Material gleich dem Sockel der Werkstatt, darüber ein Fenster. Das Sonnensegel, das uns über Jahre gute Dienste erwiesen hat, wird ersetzt durch ein festes Dach. Dann können wir auch bei einsetzendem Regen oder bedecktem Himmel angenehm draußen sitzen bleiben. Im Winter werden hier die Gartenmöbel untergebracht.

Noch steht auf der Mauer meine Tomatenzucht, die zusammen mit den Fuchsien (davor und noch durch Eimer abgedeckt) darauf wartet, dass die Eisheiligen vorbeiziehen.

                   

      Mit dem Splitt habe ich im Steingartenbeet die Sandstellen wieder abgedeckt, die die Wühlmäuse aufgeworfen                 hatten.

                   

                   

           4 Tage Arbeit und schon steht die Mauer, auch schon mit Riemchen bestückt und gefugt.

Nun warten wir auf das Holz für den Dachstuhl und die Dacheindeckung: Trapezblech wie schon auf der Werkstatt daneben. 

                    

                         Die Trapezbleche sind da! Alfred legt letzte Hand an am Dach des neuen 

                         Freisitzes "Schöne Aussicht"

                    Von hier aus genießen wir in diesem Jahr den Blick über den 

                     

                      Kürbis- und Zucchini-Dschungel 

                     

Auf dem Deich kam Alfred neulich mit einer Berliner Kindergartengruppe, die im Nachbardorf Unbesandten im Landhaus Lenzener Elbtalaue Urlaub machte,  ins Gespräch. Er lud die Gruppe mit ihren Erziehern zum Schafe streicheln ein.

Resümee 2011: In diesem Jahr hat es im Mai wieder gefroren und die Apfelblüte ist wieder erfroren, so dass wir wieder keine Äpfel haben, aber sehr reichlich Birnen. Im Verlauf des Sommers hat es viel geregnet und darüber haben sich z.B. die Gurken gefreut. Ich habe so viele geerntet, wie noch nie zuvor. Es waren wohl an die 40 Eimer. Außerdem sind reichlich Kartoffeln  gewachsen. Wir pflanzten 5 kg der Sorte "Agria" und ernteten sagenhafte 150 kg. Die größte Kartoffel wog 500 g! Nur den Zucchinis ist der Regen nicht so gut bekommen. Eine Pflanze nach der anderen faulte ab. So konnte ich gerade mal ab und zu eine ernten und ein leckeres Gericht daraus bereiten. Die Kohlrabis der Sorte "Superschmelz" waren supergroß. Von einem davon können Alfred und ich 3 Tage essen. Eingefroren und eingekocht schmeckt uns Kohlrabi nicht. Wir werden künftig nur noch normal große anbauen. Davon nach und nach ein paar, damit auch die nicht zu groß werden. Von den 5 Tomatensorten, die ich aussäte, habe ich wieder ca. 40 Pflanzen behalten und von jeder Sorte ein paar unter den Dachüberstand und ins Freiland gepflanzt. Unter dem Dachüberstand war die Ernte wieder gut, im Freiland rafften die Braun- und Krautfäule die Pflanzen nach und nach hin. Unter dem Dach haben sich bei mir an Fleischtomaten "Tres Cantos" und "Tamina", die Strauchtomate "Sparta" und die Cocktailtomate "Picolino" bewährt. Die Sorten "Harzglut", "Harzfeuer" und "Roma" wurden ihrem guten Ruf nicht gerecht, ich hatte sie bisher jedes Jahr ausgesät und gepflanzt, künftig nicht mehr. Den Kürbissen, die sich mit dem Kompst selbst ausgesät hatten, ist das feuchte Wetter auch gut bekommen.

                   

                 Hier ist das größte Exemplar zu sehen. 

Außerdem hatten wir noch ein paar Hokkaido und 2 Rote Zentner, die aber diesen Namen nicht verdienten, sie waren nicht einmal so groß, wie der kleine auf dem ob. Bild. Von denen hatten wir noch sieben. Es gab also reichlich Kürbissuppe, -Marmelade, - süß-sauer, -Kuchen und -Gemüse.

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Den ausgesäten Grünkohl und Zichoriensalat haben die Spanischen Wegschnecken stark dezimiert. Von diesen Spanischen Wegschnecken haben wir in diesem Jahr auch so viele wie nie zuvor.  Gegen Abend und am Morgen bin ich immer, mit einer extra dafür reservierten Gartenschere, auf der Suche nach den Schleimern. Dazu habe ich diesen passenden Artikel im Internet gefunden:    Schneckeninvasion  

Neu für mich war, dass der  Tigerschnegel ein Nützling bei der Bekämpfung der Spanischen Wegschnecke ist, da er sie selbst und deren Gelege vertilgt.  

"Das Kuratorium "Weichtier des Jahres" hat 2005 den Tigerschnegel zum Weichtier des Jahres gekürt und ein Informationsblatt zu dieser interessanten Schneckenart herausgegeben.

Ein Zitat aus dieser Veröffentlichung beschreibt den Tigerschnegel sehr gut: "Einerseits haftet gerade den Nacktschnecken ein von den meisten Menschen tief empfundener Makel des Ekelhaften und Schädlichen an; andererseits handelt es sich besonders bei Limax maximus (Tigerschnegel) um ein Tier von unbestreitbarer Schönheit und Eleganz mit einem geradezu spektakulären Verhaltensrepertoire."

Der Text von "..." wurde der Internet-Seite "Schnegel.at" entnommen.

Ich habe diesen Tigerschnegel bisher sehr selten im Garten gesehen.

Anm. Jan. 2017: Nachdem ich in den vergangenen Jahren jeden Tigerschnegel wohlbehütet in ein feuchtes Garteneckchen verfrachtete, hat er sich auch bei uns gut vermehrt, dass er aber die span. Wegschnecke vertilgt, das konnte ich nicht feststellen. Brachte ich die beiden zusammen, dann gingen sie sich aus dem Weg.

Ich las folgenden Tipp für's Gewächshaus: Schnecken können vertrieben werden mit Kapuzinerkresse und Thymian. Das hält angebl. alle Fliegen, Kohlweißlinge, Schnecken und Ameisen ab. Einen Versuch ist es wert. Bestätigen kann ich es nicht; ja, auf dem Thymian, wovon ich einige qm als Wegbegrünung im Blumengarten habe, habe ich sogar schon einige Schnecken gefunden. Allerdings nicht beim Fressen, eher beim Überqueren.

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Der Grünkohl, der überlebt hat, hatte bisher noch keinen Rehbesuch.  Und der Zichoriensalat ist trotz des Frostes immer noch schmackhaft. Im letzten Jahr hatte ich auch welchen. Einige pikierte kleine Pflänzchen hatten den Winter im Topf überlebt. Ich pflanzte sie im Frühjahr gleich in den Garten und hatte dann ganz früh schon frischen Salat aus dem Garten.

Alfred hat noch in einen Teil des Gemüsegartens Schafmist eingearbeitet, frisch aus dem Stall, so kann er bis zum Frühjahr noch ablagern. Dort waren im Herbst nochmals einige qm Dill aufgelaufen, den habe ich immer großzügig zum Zichoriensalat nehmen können. 

Im November haben wir 4 Schafe verkauft und die letzten 3 geschlachtet. Wir wissen noch nicht, ob wir uns wieder welche anschaffen. Alfred nimmt es immer sehr mit, wenn uns die Schafe, wohin auch immer, verlassen. 

Anm. 2013: Wir werden uns keine Schafe mehr halten.

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Der Winter ist endlich vorüber. Beim Ausräumen der eingelagerten Pflanzen aus dem Winterquartier musste ich feststellen, dass alle Dahlien erfroren sind. Die Fuchsien alle und teilweise auch die Geranien wurden von einer (?) Ratte aufgefressen. Diese hatte sich außerhalb vom Rasen aus senkrecht 1,50 m durch den Lehmboden unter dem Fundament hindurch in den Keller mit gestampftem Lehmboden durchgearbeitet. 

Auch die Rosen haben sehr gelitten. Zehn Stück musste ich ausgraben, weil keine Lebenszeichen mehr sichtbar waren. Die meisten der übrigen habe ich sehr tief abschneiden müssen, darunter auch die 2 Kletterrosen 'Uetersener Klosterrose' an der hinteren Gartenpforte, die in den vergangenen Jahren sehr üppig auf ca. 3,50 m herangewachsen war. Die Fackellilie ist erfroren und hat eine große Lücke hinterlassen, in die ich einen Rhododendron pflanzte. An anderer Stelle ist ein weiterer eingegangen, auch dort steht nun ein neuer. Ich habe mich für INKARHO-Rhododendren entschieden, die ohne ein Torfbett auskommen und in jeder Gartenerde wachsen. Ich möchte in meinem Garten aus Umweltschutzgründen keinen Torf verwenden.

Anm. 2019: Ich habe alle Rhododendren weggeben, unser Garten ist einfach zu sonnig.

Was sollte ich aber nun mit den 3, insgesamt fast 20 m langen und gut einen Meter breiten, ehemaligen Dahlienbeeten am Hauptweg in den Garten machen? 

Nach längerem Überlegen habe ich mich für Stauden-Pfingstrosen und Taglilien entschieden. Ich habe im Internet in den Katalogen vieler Händler gestöbert und mir schließlich neun verschiedene Pfingstrosen und sechs Taglilien bestellt; Einige Funkien gefielen mir auch noch, die werden aber einen Platz an anderer Stelle im Garten bekommen. Die Pflanzen kamen in sehr guter Verfassung bei mir an. Leider waren nur 4 Pfingstrosen dabei. Die übrigen werden im Herbst geliefert, da sie im Freiland stehen und schon zu weit entwickelt waren, um ausgegraben werden zu können. Als Trost für die Teillieferung bekam ich 4 hübsche Dahlien geschenkt, die ihren Platz dort, wo die ausstehenden Päonien stehen sollen, fanden. Von meinen bereits vorhandenen Taglilien habe ich auch noch einige in das neue Beet gepflanzt. In diesem Jahr werden die neuen Stauden wohl nicht mehr blühen. Deshalb habe ich aus anderen Beeten einiges, was sich dort selbst ausgesät hatte, pikiert und werde demnächst Sommerrittersporn und weißes Steinkraut  zwischen die Taglilien und Pfingstrosen pflanzen.

Außerdem sind sehr viele Hibisken erfroren. Sowohl einige große, alte im Randbeet als auch junge aus dem Feenkreis.  Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und werde noch bis zum 24. Juni warten; was bis dahin nicht durchgegrünt ist, das wird ausgegraben und ersetzt. Ich weiß nur noch nicht, durch was. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Hecke um das Grundstück mal dicht wird, aber immer wieder verfriert etwas oder gedeiht nicht, wie nun ein gekaufter Flieder, und etwas Neues braucht wieder Jahre, bis es groß geworden ist.  

Auf der Schafweide haben wir begonnen, einige Gehölze zu pflanzen, da wir uns keine Schafe mehr zulegen werden. Den Anfang machten gut bewurzelte Ausläufer von unserem Viburnum opulus 'Roseum' und dem roten und weißen Flieder, den wir hier vorfanden.     

Außerdem kauften wir Ende Mai bei einem Besuch im wunderschönen Arboretum Ellerhoop in unserer alten Heimat je 1 Cornus kousa 'Satomi' und 'Eurostar'. Diese hatten uns im Arboretum sehr gut gefallen. 

Anm.: Diese beiden Sträucher sind nach dem Hochwasser 2013 eingegangen.

Vier neue Strauch-Paeonien warten auf das Einpflanzen im Feenkreis. Anstelle der eingegangenen Hibisken. Einige meiner vor zwei Jahren eingeschlagenen Hibisken zeigen doch noch ein bescheidenes Grün und werden dort auch ein Zuhause finden. 20 getopfte Hibisken, die im vergangenen Jahr gut gewachsen waren, zeigen keine Regung. Sie haben noch eine Chance bis zum 24.6...., zeigen sie am Johannistag einen Johannis-Trieb, dürfen sie bleiben, sonst...

Die Hochstammrose 'Leonardo da Vinci' im Vorgarten hatte gut ausgetrieben, dann vertrockneten die Triebe. Wir haben den Boden gut mit Kompost angereichert und sie gegen eine 'Bonica' ausgetauscht. 

Am 24. Mai hat uns am hellichten Tag der Fuchs besucht und Anton, unseren schönen weißen Hahn, und vier seiner acht Pünktchen, die wir Anton erst zwei Wochen vorher zugesellt hatten, gerissen.

Vom 3. bis 30. Mai hat es nicht geregnet. Am 30. Mai, als wir im Arboretum Ellerhoop waren, fielen 23 l/qm. Nicht genug, um die vielen trockenen Wochen auszugleichen! Im Juni hatten wir immer wieder kleine Schauer, die den Garten zwar etwas erfrischten, aber nicht wirklich durchnässten.

Bis zum 10. Juni war ich täglich im Garten, um ihn für den "Tag des Offenen Gartens in der Prignitz" vorzubereiten. Alfred nahm vom  3. - 9. Juni an der 'Tour de Prignitz' teil. Am Sonnabend, dem 9.6., mähte er noch bis 21 Uhr den Rasen. Am Sonntag dann der große Tag und es wurde auch ein erfolgreicher Tag! Ca. 60 Besucher kamen in unseren Garten zum Schauen und anschließend setzten sich noch viele auf eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen beisammen und klönten; dabei stellte so manch einer fest, dass sein Tischnachbar ein alter Bekannter ist, wie Lehrer und Schüler, Arbeitskollege oder Nachbar. Ich habe mich über diese Besucher deshalb so gefreut, weil sie extra wegen unseres Gartens gekommen sind, denn der nächste geöffnete Garten, der Lehr- und Schaugarten Lenzen, ist 18 km entfernt. Auf dem Weg zu uns fährt man an ihm vorbei.

Das nächste Ereignis in diesem Jahr, welches nun ansteht, ist der Gartengottesdienst am 24. Juni um 14 Uhr in unserem Garten.

Im Garten musste ich nicht viel extra machen, so dass wir am 23. Juni noch zum "Tag der offenen Gärten im Bezirk Neuhaus"/Niedersachsen fahren und wieder einige Ideen sammeln konnten.

Auch der 24. Juni ist nun überstanden. Am Sonntag Morgen anfangs eitel Sonnenschein, der gegen Mittag immer spärlicher wurde. Um 13 Uhr dann heftiger Regen. Von den Bänken für den Gottesdienst, die im Obstgarten standen, trugen wir 8 Stück unter unser Terrassendach "Schöne Aussicht", dazu noch 2 kleine Bänke und einige Stühle. So hatten wir Platz für fast 50 Gottesdienstgäste. Für das anschließende Kaffeetrinken waren die Tische vorgesehen, die nun aber natürlich nicht mit unter das Dach passten und im Regen stehenblieben. So wurden Kaffeetassen und Teller mit vielen verschiedenen mitgebrachten Kuchen durchgereicht, bis alle versorgt waren; die Kaffeetassen standen auf dem Boden, die Teller auf dem Schoß und so ließen wir es uns bei Dauerregen schmecken! Für mich war es ein beeindruckendes Erlebnis, wie unproblematisch sogar schon etwas ältere Damen von 90+ dieses mitmachten. 

Der weitere Sommer hat uns regelmäßig mit mehr als ausreichend Feuchtigkeit von oben versorgt. Die 20 getopften Hibisken aus dem Vorjahr habe ich allesamt entsorgt,  zudem noch einige aus dem Feenkreis und einen 2 m hohen weißen aus dem Beet an der Auffahrt. Das ist sehr ärgerlich, weil ich dafür Ersatz kaufen musste, der aber noch nicht einmal einen halben Meter groß ist. Einige wenige Sämlinge aus den Beeten habe ich wieder eingetopft. Bis die aber so groß sind, dass ich sie nach dem Auspflanzen im Beet wiederfinde, dauert es noch... Von mehreren großen Hibisken mussten Teile entfernt werden, weil diese nicht austrieben, die sehen nun etwas schief aus, ich bin mir aber sicher, dass sich das wieder verwächst. 

Die vier Dahlien, die ich als Zugabe zu den Pfingstrosen und Taglilien bekam, haben sich gut entwickelt und blühten wundervoll. Ebenso haben auch schon einige der neuen Taglilien geblüht. Zu den Pfingstrosen wurde mir versichert, dass ich bei ihnen nicht 5 Jahre auf die Blüte warten müsste, sondern dass sie schon vorher blühen würden, wie schön! Als Dankeschön für meine Bestellung bekam ich nun mit der Restlieferung noch eine Taglilie und eine Pfingstrose. Als ich im Mai im Arboretum in Ellerhoop war, sah ich diese Pfingstrose 'Festiva Maxima' in Blüte stehen. Ich fand sie so schön! Dachte bei mir, dass ich mir die wohl bestellt hätte, hätte ich die Blüte vor meiner Bestellung gesehen. Nun steht sie in meinem Garten, ich freue mich so darüber!

Die Anpflanzung auf der Waldwiese, der ehemaligen Schafweide, dehnt sich aus. Hinzu kamen noch ein Liebesperlenstrauch (Chinesische Schönfrucht) und eine Dunkelrote Blasenspiere Diabolo.

Nachdem nun auch noch der Habicht unsere Hühner dezimiert hat, haben wir in den Hühnerauslauf auch noch einige Flieder, Schneeball, Schneebeeren und Hartriegel gepflanzt, die sich selbst durch Absenker bzw. Ausläufer vermehrt hatten. Zur Zeit haben wir 4 Andalusier, 3 weiße und 3 braune Lohmann-Hühner. Dazu haben wir einen sehr schönen Hahn geschenkt bekommen. 

                    Physalis-Früchte

                             Physalis-Früchte aus unserem Garten

                     Physalis-Pflanzen

                          Physalis-Pflanzen

Hier ein Blick auf meine Physalis, meist Kapstachelbeere genannt, an denen ich mich in diesem Jahr erstmals versuchte. Die Sträucher sind gut gewachsen. Zu der Zeit, da ich die Tomaten nach dem 6. Blütenansatz entspitzte, habe ich auch bei ihnen alle Spitzen, die noch keinen Fruchtansatz zeigten, abgebrochen sowie auch alle Achseltriebe ohne Fruchtansatz entfernt. Dieses Ausgeizen habe ich danach beibehalten. Diese Früchte aus meinem Garten sind wesentlich schmackhafter als die gekauften.

Auch in diesem Jahr hatten wir zwei Bauvorhaben, die eine große Veränderung bzw. Erleichterung bewirkten. 

Da wäre hier die Einfassung des Gemüsegarten-Mittelweges mit Betonkanten, damit das Shreddergut bei Starkregen nicht mehr auf die Beete spült. Auf dem Bild sieht man außerdem den hübschen Mangold sehr gut. Wir haben geerntet und geerntet und ... und doch wurde er nicht weniger. Er war in diesem Jahr der Hit in unserem Garten. Er leuchtete dort in den Farben Gelb, Weiß, Orange und Rot.

              Wegeinfassung Gemüsegarten

               Außerdem wurde auf dem Werkstattdach eine Photovoltaikanlage installiert. 

              Im Hintergrund ist auf dem Wohnhausdach die Solaranlage für Warmwasser zu sehen,                                           die wir 2005 errichten ließen.

               Photovoltaikanlage a.d.Werkstattdach

Nun hoffen wir natürlich noch mehr als vorher auf Sonnenschein.

Die Erntezeit ist fast vorbei. Der Mangold steht noch immer gut, hat nur teilweise leichte Frostschäden, aber den Hühnern und uns schmeckt er noch immer gut. Außerdem wartet der Grünkohl noch auf weiteren Frost. Wir hatten im Oktober ein paar Nächte mit bis zu -5 ° C, aber danach war es auch noch wieder schön warm und der Grünkohl ist m.E. noch wieder gewachsen. Wir konnten in diesem Jahr wieder reichlich Kartoffeln ernten, weil wir keine Braunfäule hatten. Dafür aber fleißige unterirdische Mitesser: die Wühlmäuse, die sich auch noch ausgiebig bei den Sellerieknollen bedient hatten. Die Erdbeeren haben uns viele leckere Gerichte und volle Marmeladengläser beschert. Ebenso die Zucchinis. Bei den Gurken hatten sich einige bittere Pflanzen eingeschlichen, obwohl es Qualitäts-Saatgut war. Außerdem bekamen sie bald die Welke... nicht in jedem Jahr kann die Ernte so reichlich sein, wie in Jahr 2011. Auch die Möhren haben uns wieder enttäuscht und wir werden keine weiteren Versuche mehr starten. Die Stangenbohnen waren alle gut gewachsen. Zu üppig, wie es schien, denn an einem stürmischen Sommertag wurde das Gestell umgeworfen und die meisten Pflanzen abgerissen. Trotzdem habe ich mit den dann gleich geernteten Bohnen meine Truhe gut füllen können. Für das nächste Jahr müssen wir uns eine andere Lösung für die Stangenbohnen überlegen. Sie sind in meinen Augen nun mal praktischer als Buschbohnen: Die Ernte ist bequemer; ich habe auf weniger Fläche einen größeren Ertrag und das bis in den Herbst hinein. Die Tomaten blieben auch bis zum letzten großen Regen von der Braunfäule verschont. Aber da war es auch schon Zeit, sie abzuräumen, da Frost angesagt war. Ich habe mir wieder vorgenommen, nur noch unter dem Dachüberstand der Werkstatt Tomaten anzupflanzen, im offenen Freiland war die Ernte nicht so ertragreich und die Früchte nicht so schier. Reichliche Ernte hatten wir wieder bei den Johannisbeeren, hauptsächlich die roten haben wieder so viel getragen, dass trotz der vielen Marmelade, die ich einmachte; der vielen Flaschen Saft, die ich nun im Keller stehen habe; der vielen Kuchen, die ich buk; der vielen hoch gefüllten Eimer, die wir weggaben ... noch das eine und andere Kilo an den Sträuchern blieb und sofort oder getrocknet in den Vogelmägen landete, aber auch das war gut so. 

             

Und endlich gab es in diesem Jahr wieder ÄPFEL! Unsere jungen Bäume haben sich in den zwei Jahren, da die Apfelblüte verfroren war und sie nicht trugen, gut erholt und vorbereitet und haben in diesem Jahr ihr Bestes getan. Wir haben nicht gewogen, aber unser Wintervorrat an Äpfeln ist reichlich gedeckt. Von  den alten Apfelbäumen der Sorten 'Gelber Edelapfel' und 'Schöner von Boskoop' haben wir mehrere Säcke zum Mosten gebracht und haben nun 170 l frischen Apfelsaft von unseren eigenen Äpfeln! Der Saft hält sich 1 Jahr und auch der geöffnete 5 l-Beutel ist noch 8 Wochen haltbar. Er schmeckt sehr lecker und wir haben schon einige Interessenten, die auch zu viele Äpfel zum Verzehr haben, in die Mosterei, die ein paar Dörfer weiter in unserer Gemeinde liegt, geschickt.

Der Blumengarten hat sich in diesem Sommer auch von seiner guten Seite gezeigt, alles hat sich gut entwickelt und üppig geblüht.  Nein, nicht ganz: die Rosen haben sich dezent zurückgehalten! Es sind weitere 2 Hochstammrosen eingegangen. Nach einem kräftigen Austrieb im Frühjahr begannen sie zu welken und waren dann bald ganz braun. Bei der einen habe ich die Ursache wegen der Unterpflanzung zu spät bemerkt: an ihrem Fuß nagte eine Wühlmaus. Obwohl ich rundherum den Boden gelockert, einen Topf eingegraben und sie da hinein bewässert hatte, war mir das nicht aufgefallen. Erst als ich sie ausgrub und die neue Rose einsetzen wollte, sah ich das große Loch und den abgefressenen Wurzelstumpf!!! 

Gleiches bei einem schon ca. 2 m großen weiß blühenden Hibiskus im Beet an der Auffahrt. Er war von der Wühlmaus abgefressen worden. Der Hibiskus steht in dem Beet, in das ich vor 6 Jahren ca. 500 Tulpenzwiebeln setzte, die all die Jahre üppig geblüht und sich reichlich vermehrt hatten. Im vergangenen Frühling 2012 hat die Wühlmaus auf dem Weg zu dem großen Hibiskus auch den größten Teil der Tulpenzwiebeln vernichtet.

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Heute ist der 27. März 2013. In den Nächten friert es noch immer empfindlich, stellenweise ist es kälter als -10 Grad. Nach einer kurzen Verschnaufpause, in der der ganze Schnee schon geschmolzen war und ich schon etwas im Garten gearbeitet hatte, hat es nochmals vor 17 und 10 Tagen heftig geschneit. Dieser Schnee liegt noch immer. Er schmilzt hier und da am und auf dem Deich, aber auf dem Rasen und den Beeten liegen noch gut 10 cm, dort, wo Schneewehen waren, noch mehr. 

                 

 

                   

                   Hier liegt der Schnee, der von den Photovoltaik-Platten abgerutscht ist

Am 28. April 2013 ist der erste "Tag des offenen Gartens" in diesem Jahr. Ich weiß noch nicht, ob ich bis dahin schon im Garten werkeln kann. Aus gesundheitlichen Gründen kam ich im letzten Herbst nicht dazu, die Stauden abzuschneiden. Damit hatte ich nun zwar angefangen, aber die lauen Tage waren schnell wieder vorbei. Tröstlich ist das Wissen, dass es in allen Gärten gleich aussieht. In vier Wochen werden wenigstens die gelben und blauen Gartenprimeln leuchten. Ich habe Anfang März die Tomaten ausgesät, da habe ich dann auch etwas zu bieten. Heute kamen die Gurken-, Zucchini- und Physalissamen in die Perlite.

Mitte April: Mittlerweile sind die Tomaten, Gurken und Zucchini pikiert; ich habe noch eine geschenkte Tüte 'Harzfeuer' ausgesät, mal sehen, ob die noch bis Ende April aus der Erde schaut...

Seit dem 13. April ist sämtlicher Schnee geschmolzen, sind die Temperaturen gestiegen und mittlerweile können wir sagen, dass der Frühling hier angekommen ist. Nachts gibt es wieder tausendstimmiges Froschkonzert im Elbvorland - unsere Nachtmusik!

Der 'Tag des offenen Gartens in der Prignitz am 28. April 2013' war sehr erfolgreich. 30 Besucher kamen in unseren Garten und wir hatten viele interessante Gespräche. Der nächste offene Garten war weit entfernt, und so habe ich mich sehr gefreut über die Besucher, weil diese nur zu uns kamen. Die Attraktion war der brütende Storch im Horst. Zeitweise schaute nur der Kopf über den Rand. So dachte der eine oder andere Besucher, dass wir einen Plastikstorchenkopf ins Nest gestellt hätten. Erst als der zweite Storch kam und beide klapperten, waren sie überzeugt, dass es sich um echte Störche handelt.

Am 1. Mai ist schönes Frühlingswetter, der Kirschbaum in Nachbars Garten steht in voller Blüte. Einfach wundervoll anzusehen. Außerdem warten die Tomaten darauf, ausgepflanzt zu werden:

 

                 


In den Jahren 2011 und 2012 hatten wir in der Lenzerwische große Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner. In diesem Jahr entschloss sich der Kreis endlich, diesem Problem ein Ende zu setzen. Daher wurde ein Hubschrauber eingesetzt, der aus der Luft die Raupen in einem bestimmten Stadium bekämpfen sollte. 

Am Freitag, dem 17. Mai 2013, tauchte er plötzlich aus dem Nichts auf und es wurde gespritzt...

         

           Rette sich, wer kann!

In einem uns vorliegenden, vom Kreis Perleberg veröffentlichten, Flyer wird empfohlen, 'dass Personen und Tiere zum Zeitpunkt des Spritzens sowie einige Stunden danach sich nicht im Freien aufhalten sollten'...

Bei dem Spritzmittel soll es sich nicht um ein Gift gehandelt haben, sondern um ein Medikament, welches bei den Raupen einen Durchfall hervorruft, an dem sie zu Grunde gehen.

 

         

           Hier stolziert Adebar auf der Suche nach abgeschnittenen Obstbaumzweigen als Baumaterial für sein Nest durch                                 den Apfelgarten Im Vordergrund Alfreds neu angelegtes Dahlienbeet. 

           

             Rote Strauchpäonie

           

              Gelbe Strauchpäonie

Leider entwickeln sich die Blüten wegen des Regens nicht zu ihrer vollen Größe. Wenn ich sie vorsichtig mit der Hand auseinanderfalte, kann ich einen Blütendurchmesser von 25 cm feststellen. Wunderschön!!!

Unten die Blüte zweier der erst in 2012 im Feenkreis gepflanzten Strauchpäonien. Sie sehen etwas mitgenommen aus vom Regen, sind aber dennoch wunderschön anzusehen mit ihren zarten Blütenblättern.

           

              Rosa Strauchpäonie

           

           Weiße Strauchpäonie

         So verregnet dieser Mai auch war, konnten wir doch dank unseres Freisitzes 

         "Schöne Aussicht"  oftmals unseren Nachmittagskaffee draußen genießen.   

                        

Die beiden Zimmer-Hibisken, die ich 1991 geschenkt bekam, haben mal wieder neue Erde bekommen, außerdem habe ich sie beschnitten. Nun müssen sie sich erst wieder erholen. Blühen tun sie trotzdem! Der dicke Stamm links an der Mauer ist der Kratzbaum für unsere Katzen. Wir haben ihn nach dem Winterhochwasser aus dem Deichvorland 'gerettet'. Wie man sieht, wird er ausgiebig genutzt.   

                        

Am 17. Mai hatten wir einen wunderbaren sonnigen und warmen Frühlingstag. Seit dem 18. Mai hat es mehr oder weniger jeden Tag geregnet. Der Gartenboden ist aufgeweicht. Lediglich am  25. war die Möglichkeit, einigermaßen trocken im Garten zu werkeln.

In diesem Jahr habe ich mich an mein Vorhaben gehalten und nur 13 Tomaten unter dem Werkstattdach-Überstand gepflanzt. Eigentlich passen da 15 Pflanzen hin, 2 der 13 sind aber Sorten, die mehrtriebig gezogen werden können, also brauchen die mehr Platz. Heute war ich in Dannenberg und konnte nicht widerstehen: Ich kaufte 2 Hängetomaten: 1 gelbe und 1 rote. Dafür ist noch unter dem Dach Platz. Außerdem ist das 'Hunderjährigen-Kraut' bei uns diesen Sommer in der Erprobung. Diese Phase wird hoffentlich länger dauern, in knapp 40 Jahren können wir sagen, ob es wirkt.

Am 9. Juni 2013 ist bei uns der 2. "Tag des Offenen Gartens in der Prignitz 2013" geplant.

Auf Nachfrage hatte ich gestern einen Anruf vom Biosphärenreservat mit der Mitteilung, dass die elbnahen Gärten wegen des Elbehochwassers nicht am "Tag des offenen Gartens 2013 in der Prignitz" teilnehmen. Dazu zählen wir auch. Näheres zur Hochwasserlage siehe unter 'Hochwasser 2013'.

Ein neues Jahrhundert-Hochwasser ist am 12. Juni 2013 an uns vorbei gerauscht. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen, in anderen Regionen, z.B. Kreis Stendal, ist der Deich gebrochen und der Ort Fischbek überschwemmt worden; ebenso sind die Havelpolder geflutet worden, auch dort gibt es Orte, die nun Land unter haben; im Bereich Magdeburg sind großflächige Überflutungen. Ohne diese gewollten, bzw. ungewollten Ableitungen wäre das Hochwasser bei uns an die 70 cm höher ausgefallen und über den Deich gekommen...

         

           Qualmwasser in Feenkreis

Das Qualmwasser stand in den Blumenbeeten teilweise 20 cm hoch. Nun gilt es abzuwarten, wie die Blumen das Bad vertragen haben. Einige sehen doch ziemlich mitgenommen aus. Z.B. das Bergsteinkraut, der Polsterphlox und einige Dahlien.

Mit einem heftigen Unwetter in der Nacht zum Do., 20. Juni, bekamen wir 30 l/m² Niederschlag. Der Feenkreis war gerade wieder einen Tag ohne blankes Wasser, nun steht wieder Wasser drin. 

         

Am Abend zog ich mal am Bergsteinkraut und hatte es gleich in der Hand: abgefault, ebenso das Hornkraut und der Polsterphlox (sh.Vordergrund). Nun überlege ich, was ich dort wohl pflanzen könnte. Weitere Funkien möchte ich im Vorgarten auf dem Tulpenbeet ohne Tulpen, da von den Wühlmäusen gefressen,  pflanzen. Wir hatten auf diesem Beet, dem Feenkreis, erstmalig so viel Qualmwasser, daher kann ich dort nun nicht Sumpfpflanzen o.ä. pflanzen, bisher war es dort genauso schnell und lange trocken, wie anderswo in unserem Garten. Die westliche Seite des Feenkreises ist sandig, die östliche Seite dagegen lehmig. Als ich den Kreis anlegte tauschte ich mehrere Karren von der einen Seite mit Erde der anderen Seite aus, aber wenn ich in dem Beet arbeite, dann ist die eine Seite immer noch sehr sandig und die andere lehmig. Wahrscheinlich werde ich mich für Taglilien entscheiden. Es stehen auf dem Beet noch Hibisken und Strauchpäonien. Eine dieser Päonien sieht nach dem 2. Land unter auch sehr mitgenommen aus, ich werde sie ausgraben und in der nächsten Zeit etwas trocken halten, vllt. ist sie noch zu retten. Die Gartenarbeit ist außerdem erschwert durch Myriaden von Mücken, die sich im Wasser explosionsartig vermehren konnten.

Am 1. Juli habe ich während einer Ausfahrt mit einem Pflegehund einen Blackout, nach dem mir 2 Stunden fehlen. Nach einer Woche werde ich mit einer Gehirnerschütterung, die ich mir beim Sturz zuzog, aus dem Krankenhaus entlassen. Mir ist noch schwindlig und ich kann meinen linken Arm nicht heben, ich muss ihn mir beim Sturz auch verletzt haben. Die Untersuchungen auf Infarkt, Schlaganfall und Lungenembolie sind alle negativ ausgegangen, lediglich die Dosis meiner Blutdrucksenker muss ich verdoppeln. Der Blick in den Garten ist total frustierend. Nach dem vielen Wasser wächst das Unkraut wie toll - und ich muss mein Hirn schonen - sollte mich nicht bücken! 

Mitte September tut auch mein Arm nicht mehr weh, und ich kann wieder mit voller Kraft an die Herbstarbeiten gehen - es lohnt sich! Zuerst werden die Auffahrtbeete verändert. Im Laufe des Sommers hatte ich schon die Funkien unter der Esche an der Auffahrt aufgenommen, es war dort einfach zu trocken. In Töpfen gepäppelt gehen sie einigermaßen gekräftigt in den Winter. Seitlich der Hibisken und Magnolien grabe ich Wurzelsperren ein. Dazwischen kommen mittig je zwei Strauchpäonien, dazwischen links und rechts am Beetrand Funkien. Über das Rosenbeet arbeite ich mich am Zaun entlang; aus dem Terrassenbeet werden die Funkien für das Auffahrtbeet entnommen. Gerne hätte ich in diesem Herbst noch das Beet vor dem Wohnzimmer neu terrassiert. Dazu wollte ich die Waschbetonplatten von der 'Schönen Aussicht' verwenden. Wir haben aber keinen uns beiden zusagenden neuen Belag und keinen Pflasterer gefunden und so hoffe ich auf das Frühjahr, dass sich da endlich etwas tut.

         

 

           

 

Während ich mich also durch die Blumenbeete arbeite, hat Alfred das Dach für Carport und Garage fertiggestellt. Es sieht richtig gut aus! Vor allem von oben aus dem Wohnhaus.

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Der vergangene Winter war kein richtiger Winter. Einmal hat es geschneit, und das war's! Und dabei hatte Alfred sich so auf Schnee gefreut! Er hat sich nämlich eine Schneefräse gekauft. Aber nach diesem einen Schnee hat sie gute Dienste geleistet.

Anfang März bin ich schon im Garten am Werkeln. Während meines Urlaubs im Februar hat Alfred das Beet vor dem Wohnzimmer neu terrassiert. Er hat Rasenkanten gekauft und eingesetzt. Also werden die Waschbetonplatten auf der 'Schönen Aussicht' noch bleiben! Nun muss ich die Beete wieder neu bepflanzen. Um die Terrasse herum wird eine Seite mit Sonnenhut 'Rudbeckia Goldsturm' bepflanzt, die Kante mit blauen Polsterglockenblumen, die andere Seite mit Akelei, der Rand mit weißem Polsterphlox, das Beet zum Deich mit Echinacea, die Kanten auch mit weißem Polsterphlox. In der Etage unterhalb  der Echinacea stehen Stauden-Pfingstrosen, an der Kante stehen Gaultheria. Dazwischen blüht im Sommer Patagonisches Eisenkraut, welches sich einmal gepflanzt immer wieder selbst aussät.

Ende März fliegt Alfred für 2 Wochen zu Florian in den Oman. Obwohl Florian viel arbeitet, unternehmen die Beiden und eine ehemalige Nachbarin Florians, auch eine Deutsche, die auch das Autofahren übernimmt, ein paar schöne Ausflüge. Es gibt dort keinen öffentlichen Nahverkehr, daher kommt Alfred ohne Florian nicht aus Muscat heraus. Aber die nette Nachbarin holt ihn mit ihrem Auto ab und zusammen unternehmen sie noch ein paar weitere interessante Ausflüge. Alfred kommt total begeistert aus dem Oman zurück. Wenn Florian im nächsten Jahr noch dort ist, werde ich ihn wohl auch mal besuchen, dort ist es wenigstens warm: 40°! Bisher hatte ich mit der Sonne weder auf Fuerteventura, noch auf Madeira, noch in diesem Jahr auf Teneriffa viel Glück. Das Wetter dort ist auch nicht mehr das, was es mal war, als wir in den Achtzigern und Neunzigern dort unsere Winterurlaube verbrachten, auch im Januar/Februar. Damals badeten wir täglich mehrmals im Meer. Auf Fuerteventura bin ich vor zwei Jahren morgens am Strand mit den Füßen im Wasser spazieren gegangen. Obwohl ich danach den ganzen Tag Wollsocken anhatte, hatte ich abends noch kalte Füße!

 

         

Ende April entnehme ich aus dem Beet neben der Werkstatttür alle Pflanzen, erhöhe die äußere Kante mit kleineren Feldsteinen und fülle das Beet mit mehreren Karren Erde aus dem Gemüsegarten, Kompost und Kokoserde auf. Unter einer dünnen Schicht Mutterboden liegt hier Schutt vom Abriss des alten Bauernhauses, welches hier stand, bevor unser Haus gebaut wurde. Hier pflanze ich all die Hosta wieder ein, die ich im Herbst aus dem Beet an der Auffahrt aufnommen hatte, insgesamt 18 verschiedene. Ich hatte noch ein paar neue in Hagenow bei einem Gärtner anlässlich einer Gartenbegehung gekauft. Das linke Beet an der Auffahrt habe ich mit Ablegern der Brautspiere, Schneebeere und Apfelrose bepflanzt. In dem Beet macht sich üppig der Bärlauch breit. Ich habe schon so viele Zwiebelchen ausgegraben und an eine Mitspielerin aus der Theatergruppe gegeben, die einen kleinen Wald hat, man sieht es nicht!

Anfang Mai stehen 5 der 6 im Herbst neu gepflanzten Strauchpäonien im Beet an der Auffahrt in voller Blüte, ebenso die zwei, die schon im Vorjahr im Feenkreis blühten. Zwei weitere, die im letzten Jahr hier während des Hochwassers im Wasser standen, sind eingegangen. Trotzdem habe ich hier wieder neue Strauchpäonien gesetzt. Es sind nun sechs, die hier ein sonniges Plätzchen haben. Ich habe um das Pflanzloch Kies eingefüllt, damit die Füße nicht mehr lange im Hochwasser stehen müssen.

         

          Weiße Strauchpäonie

Im letzten Jahr blühten sie Ende Mai, in diesem Jahr 4 Wochen früher!

Dieser Frühling ist wieder sehr warm und trocken. Die Gartenerde ist schon wieder so hart, dass ich mit dem Kultivator nicht mehr in die Erde komme. Dafür kann ich wunderbar den grünen Wildwuchs mit dem Hacker abkratzen.

             

       Im Feenkreis blühen üppig Tagetes, Ringelblumen, Mädchenauge, Dahlien und Hibiskus

Alfred hat hier und am Randbeet am Übergang zum Rasen eine Mähkante verlegt. Wenn ich oben aus dem Fenster schaue, sieht das schon recht gut aus. Bisher musste er zwei Mal im Sommer die Rasenkante abstechen, weil sie ins Beet wuchs. Vor der Haustür sieht der Rasen sehr schlimm aus: viel Unkraut aller Art und wenig Rasen. Der Untergrund ist nicht optimal - unter wenig Humus liegt auch hier der Schutt des alten Hauses, welches 1972 abgerissen wurde, nachdem der letzte Besitzer verstorben war. Dieser Rasen war schon angelegt, als wir dieses 1997 erbaute Haus kauften.

                 

      Früchte der Stephanotis/Kranzschlinge - sie fühlt sich unter dem Dach der "Schönen Aussicht" 

      und mit den Füßen in Seramis sichtlich wohl!

       
 Hier ein Blick auf die "Waldwiese", die ehemalige Schafweide.

Außerdem hat Alfred seine Dahlienzucht ausgebaut und zu seinen vorhandenen aus dem Vorjahr, die er gut über den 'Winter' bekam, hat er sich noch 20 Stück gekauft. Nun hat er von gut 25 Sorten ca. 60 Pflanzen. Alle hatte er in großen Töpfen vorgetrieben. Anfang Mai hat er sie in sein, nunmehr vergrößertes, Dahlienbeet gepflanzt und freut sich schon jetzt auf die sommerliche Blütenpracht.

Zum Tag des offenen Gartens am 15. Juni zeigt dieses Beet sich von seiner schönsten Seite. Viele Besucher möchten gerne von Alfred die eine und andere Dahlie haben. Leider bietet niemand etwas im Tausch. Dabei wäre ihm das viel lieber. Er könnte einerseits seinen Bestand mindern und hätte dafür etwas Neues.

       

        Im Hintergrund Alfreds Dahlienbeet, im Vordergrund eine Hortensie grandiflora

Im Randbeet hatte ich von einigen Jahren bei der Neuanlage Kirschlorbeer gepflanzt, der sich mittlerweile trotz jährlichen Schnitts ausgebreitet hatte. An seine Stelle kommen einige Hortensien: Kyushu, Pinky Winky, Little Lime, Love you kiss (ist im 3. Hitzesommer 2021 vertrocknet) sowie je eine Eichenblatt- und Samthortensie.

       

        Hortensie macrophylla "Love you kiss"

Die Vorbereitungen für den Tag des offenen Gartens in der Prignitz am Sonntag, dem 7. September 2014, haben sich gelohnt. Ca. 30 Besucher fanden wieder den Weg zu uns. Zu diesem Termin gab es nicht so viele offene Gärten, und der uns am nächsten gelegene war ca. 50 km entfernt in der Nähe Perlebergs. Gegen 15 Uhr begann es zu regnen und mit den Gästen, die nicht per Auto die Flucht ergriffen, setzten wir uns dann in die 'Schöne Aussicht' und plauschten bei Milchreis mit Zimt und Zucker, Kaffee und Kuchen bis der Regen vorüber war und die nächsten Gäste kamen. In diesem Rahmen ist die Veranstaltung noch von Alfred und mir alleine zu bewältigen. Kämen mehr Gäste, dann wäre es nicht mehr möglich, mit ihnen durch den Garten zu spazieren, ihnen Kaffee und Kuchen zu servieren und noch ein gemütliches Schwätzchen zu halten.

Ich hatte es ja schon geahnt, dass so ein Artikel auftaucht, schließlich hatte Frau Beck uns am Sonntagmorgen besucht.

              Einkehr im Gaarzer „Belvedere“

                     

              Annelene und Alfred Pieschel öffneten ihren Garten

kek Gaarz. 23 Gartenbesitzer luden am Sonntag in der Prignitz zu einem Besuch ein. Die westlichste Anlage liegt in der Lenzer Wische. Wer die Anfahrt zu Annelene und Alfred Pieschel in Gaarz auf sich nahm und das Anwesen Am Elbdeich 2 fand, wurde mit einem tollen Anblick belohnt: Auf einer Fläche von 7 000 Quadratmetern gibt es, wohin das Auge schaut, in äußerst gepflegten Rabatten Blumen über Blumen. Und die vom Ehepaar präsentierten Zahlen klingen guinnessverdächtig: Zu sehen sind 90 verschiedene Arten von Pfingstrosen, 60 verschiedene Hostasträucher, 40 verschiedene Taglilien, zehn verschiedene Hortensien, und ungezählt sind alle anderen Bäume, Sträucher und Blumen. In Gaarz scheint der Sommer gerade in seiner vollen Pracht zu stehen, aber der Schein trügt: Dort geht es bereits mit der Fülle im April los. Nachdem Ehefrau Annelene sich noch mit 500 Tulpen versuchte, die jedoch leider im Winter den Wühlmäusen zum Opfer fielen, fasste Ehemann Alfred einen Entschluss: „Zu einem richtigen Bauerngarten gehören unbedingt Dahlien!“ Und die gab es dann auch – in 52 Sorten, und im kommenden Jahr sollen es doppelt so viele sein. Bevor das Dahlienbeet bewundert werden kann, geht es an einer mit Wüstenpflanzen besetzten sonnigen Wand vorbei, und in Kübeln stehen voll in Blüte stehende Hibiskuspflanzen mit einer geschätzten Höhe von anderthalb Metern. „Die sind jetzt 30 Jahre alt.“ Nebenan gibt es ein Feigenbäumchen voller Früchte und an einer Westwand ein volles Tomatenspalier. „Wir haben bis jetzt Unmengen von Tomaten geerntet.“

Das alles mutet irgendwie unwirklich an – ein derartiges Paradies ist zumindest in der Lenzer Wische einmalig. Und Annelene und Alfred Pieschel, die übrigens ihre überaus sehenswerte Anlage lediglich als Hobby betreiben, denn die gelernte Buchhalterin und der ehemalige Berufssoldat aus Uetersen wohnen erst seit zehn Jahren dort und haben sich in dieser Zeit die genussvolle Oase geschaffen, gönnen sich neben ihrer täglichen Gartenarbeit auch mal ein ruhiges Stündchen. Dann wird von der Terrasse – genannt „Schöne Aussicht“ – in die stets blühende Anlage „Belvedere“ geschaut. Der Garten von Annelene und Alfred Pieschel in Gaarz ist mit vielen Bildern, Tipps und Tricks zum Pflanzenanbau auch im Internet zu finden, und zwar unter   www.zipfelpreussen.npage. de

Frau Beck hat unsere Unterhaltung sehr schön zu Papier gebracht! In einem Punkt hat sie sich aber verhört oder undeutlich notiert: In unserem Garten stehen keine 90 Pfingstrosen, das wäre zu schön, um wahr zu sein. Wir haben lediglich 13 Strauch- und 20 Staudenpfingstrosen in verschiedenen Sorten, insgesamt also nur 33. 

Der Alltag hat uns wieder.

       

       Alfred bändigt schon wieder die Hainbuchenhecke um den Gemüsegarten

       

Hier noch ein Blick auf das im Mai neu angelegte Hostabeet. Es sieht teilweise schon etwas herbstlich aus, hat sich aber gut entwickelt. Neben den Pflanzen habe ich (leere Katzenfutter-)Dosen eingelassen, damit ich die Pflanzen besser gießen kann.

Der Herbst brachte uns wieder reichlich Äpfel. Genug, um wieder 120 l Apfelsaft  und mehrere Kisten Speiseäpfel einkellern zu können.

Wir pflanzten 10 kg Kartoffeln, von denen wir aber nicht mehr ernteten, als in den Vorjahren von gepflanzten 5 kg, auch die Erdbeerernte fiel in diesem Jahr recht mager aus.

Gurken, Mangold, Johannis- und Stachelbeeren, Tomaten und Zucchini brachten reichlich Ernte. Den reichlichsten Ertrag aber brachten uns die Stangenbohnen der Sorte 'Blauhülsiger Speck'. Alfred hatte sie in Töpfen vorgezogen und dann erst ausgepflanzt. So konnten sie den Schnecken trotzen. Nachdem ich die Bohnen Ende August abgeerntet hatte, gab ich das Beet zur Räumung frei. Alfred hatte aber keine Zeit und dann vergaß er es. Nach 2 Wochen erntete ich wieder. So ging es bis Mitte Oktober. Immer wieder konnten wir eine große Portion Bohnen zum Sofortverzehr und Einfrieren ernten.

Die Dahlien haben sich sehr gut entwickelt. Alle haben ihren Platz im Keller gefunden. Mal sehen, wie sie den Winter überstehen. Ich habe Alfred angeboten, im nächsten Jahr einen Teil des Gemüsegartens mit Dahlien zu bepflanzen. Von der 'Schönen Aussicht' haben wir dann einen schönen Ausblick darauf.

Bis Weihnachten war der Winter sehr milde. In der Nacht zum 2. Weihnachtstag hat es geschneit, zwischen Weihnachten und Silvester nochmals. Am 31. war die weiße Pracht aber wieder dahin, es hatte geregnet!

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Das neue Jahr beginnt mit einem wunderbaren Sonnentag, einer leichten Brise und +10 °.

Auch die nächsten Wochen bringen keinen richtigen Winter. Vom 25. Februar bis zum 25. März bin ich in Indonesien. Anfangs besuche ich Florian, der seit Anfang Februar auf Flores/Indonesien arbeitet, ab dem 15. März mache ich noch Strandurlaub auf Bali in Denpasar/Sanur. So kommt es, dass ich in diesem Jahr erst am 29. März Gurken, Kürbis Salat, Tomaten und Zucchini aussäe. Ab Anfang April wird es wärmer und ich beginne mit der Gartenarbeit: Alte Blütenstände der Astern und Sedum abschneiden, Rosen beschneiden. Kommt es mir nur so vor oder ist es wirklich so, dass in diesem Jahr besonders viel Unkraut in den Beeten ist? Es hat zwar immer wieder mal geregnet, aber wir hatten Ende März einen sehr heftigen Sturm und dadurch ist die Erde ziemlich trocken. Um das Unkraut aufziehen zu können, muss ich mit einem Handrechen die Erde aufreißen und es mit einem kleinen Messer ausziehen. Die Gemüse-Saat ist gut aufgelaufen. Ich habe in diesem Jahr bei der Gurken-, Hokkaido- und Zucchini-Saat je 2 Kerne pro Topf in Torftöpfe mit Anzuchterde ausgesät, damit ich die Pflänzchen nicht durch Umtopfen störe, will ich die jeweils schwächere Pflanze abknipsen. Sie sind, ebenso wie die Tomatensaat, gut aufgelaufen. Einzig die Vorgebirgstrauben (Einlegegurken) zieren sich noch. Ich hoffe, dass das noch etwas wird!

Nein, sie sind nicht mehr geworden. Beim Eintopfen in größere Töpfe und Komposterde mache ich das, was Gurken gar nicht mögen, ich ziehe die Torftöpfe mit den Gurken, in die ich ja immer 2 Kerne gelegt hatte, auseinander. Anfangs scheint es den Gurken nichts auszumachen, aber nach einer Woche sind sie bis auf eine Sorte alle schlapp und ich entsorge sie. Am 4. Mai säe ich nochmals Gurken aus. Ebenso Koriander und Basilikum.

Während meines Urlaubs im Feb./März hat der Fuchs uns wieder besucht: Er hat sich morgens von der Straße her unter dem 20 cm tief in die Erde eingelassenen Zaun durchgebuddelt und hat die sechs Hühner und den Hahn durch diesen Tunnel rausgeschleppt. Alfred hat das nicht gemerkt, so, wie ich, als der Fuchs 2012 einige Hühner und einen Hahn am hellichten Tag abschleppte. Wir geben die Hühnerhaltung  nun auf!

Der April war, bis auf wenige Ausnahmen in Süddeutschland, viel zu trocken.

Am 8. Mai werden Teile Deutschlands von schwerem Unwetter heimgesucht. Die Prignitz bleibt verschont, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nicht.

Die neu gepflanzten Tulpen im Beet an der Auffahrt haben den Winter, der keiner war, gut überstanden. Anders die Hochstammrosen.

   

Hier die mit Hornveilchen und zwei meiner hübschesten Tulpen bepflanzte Wanne vor dem Beet mit den Hochstammrosen. Eine der Hochstammrosen musste ich wieder wegwerfen, eine Wühlmaus hatte alle Wurzeln total abgefressen. Eine zweite Hochstammrose hatte noch einige wenige Würzelchen, ich habe sie in einen Kübel gepflanzt. Nun wartet hier ein Ahorn, der gerade in einem Eimer noch gewässert wird, darauf, eingepflanzt zu werden.        

   

 

   

Auch die Brautspiere hat sich nach dem starken Schnitt vom Vorjahr wieder gut erholt.

Nach einigen schönen, warmen Tagen in der vergangenen Woche regnete es in den letzten Tagen mehrmals. Nun kann wieder alles schön wachsen und blühen. 

Die Baumpfingstrosen blühen im Vorgarten an der Auffahrt

Das im Jahr 2014 neu angelegte Hosta-Beet auf dem Hof hat sich gut entwickelt.

Der Kissenphlox vor den Taglilien war 2013 nach dem Hochwasser eingegangen. Der neu gepflanzte hat sich wieder         üppig ausgebreitet.

Der selbst aus einem Steckling gezogene zungenblättrige Schneeball, rechts, hat sich prächtig entwickelt. 

Ebenso der aus Ausläufern gewachsene weiße Flieder, links. Hinter diesem pflanzte ich vor Jahren einen gekauften roten Flieder, der jährlich einen neuen Trieb schob, der aber immer im folgenden Jahr vertrocknete. Ich ersetzte ihn durch einen neuen Ableger aus unserem Garten. Aber auch dieser ist nach drei Jahren kümmerlichen Daseins in diesem Jahr vertrocknet. Links vom weißen Flieder ist der Stumpf des abgeschnittenen Indigo-Strauches erkennbar. Er treibt immer erst spät. Jedes Jahr denke ich, dass er wohl eingegangen ist, aber dann grünt er doch wieder durch und blüht wieder schön. 

Am 19. Mai pflanzte ich in diesem Jahr meine Tomaten aus. 

3x Dattel-, 1x Fleisch-, 1x gelbe Cocktailtomate, 2x Harzfeuer, 2x Ochsenherz, 

1x Roma, 2x schw. Krim, 3x Supersweet, 3x Tamina, 2x Tres Cantos

Die 20 Pflänzchen sehen noch ziemlich klein aus, ich habe sie ja 4 Wochen später als sonst ausgesät, nämlich erst Ende März, nach meinem Urlaub. Aber sie sind kräftig. Die Pflanzen, die schon etwas größer sind, tauschte ich mit meinem Nachbarn.

Vor den Tomaten stehen die letzten Dahlien, die sich bisher noch nicht regten. Aber Alfred gibt die Hoffnung nicht auf! Alle anderen hat er schon im ganzen Garten verteilt: gut 100 Stück!!!

Ich habe meine Tomaten-Anbaufläche etwas vergrößert, indem ich den Pflanztisch, der bisher a.d. Bild ganz links stand, nach hinten an den Holzschuppen stellte. Dort kommt nun noch ein kleines Dach drüber, dann kann ich dort pikieren, wenn es mal wieder regnet und ich im Garten nicht arbeiten mag, die Pflänzchen aber eigentlich dringend in Töpfe müssten!

Zu Pfingsten habe ich noch meine Anfang des Monats ausgesäten Gurken ausgepflanzt. Sie sind noch sehr klein. Aber man kann ja um diese Zeit die Saat direkt ins Beet säen, daher hoffe ich, dass sich meine, um die ich auch so einen grünen Kunststoffring stellte, bald strecken werden.

24. Mai 2015, Pfingsten, in Gaarz bei schönstem Sonnenschein:

In den Feenkreis pflanzte Alfred auch dieses Jahr wieder viele Dahlien, aber noch sieht es hier ziemlich kahl aus.

Mitte Juni: Es hat wochenlang nicht geregnet und der auf obigem Bild noch so herrlich grüne Rasen ist ziemlich angetrocknet. Aber die Pfingstrosen stehen in Blüte, ebenso die Rosen und einige Taglilien blühen auch schon. Der hell blühende Rhododendron, links im Vordergrund im Bild, sieht hier noch gut aus.

In den vergangenen 2 Wochen war ich damit beschäftigt, unseren verwaisten Hühnerauslauf umzugestalten. Es begann damit, dass Alfred vorschlug, dort in diesem Jahr die Kürbisse zu pflanzen. Das brachte mich auf die Idee, dort ein Insekten-Biotop einzurichten. 

So suchte ich in meinem Garten nach Pflanzen, die Insekten Nahrung bieten können. Ich wurde reichlich fündig: Akelei, Astern, Blutweiderich, Borretsch, Braunelle, Dill,  Echinacea, Eisenkraut, Estragon, Fingerhut, Frauenmantel, Frühlingsanemone, Fünffingerkraut, Glockenblume, Heuchera, Johanniskraut, Kapuzinerkresse, Katzenminze, Kuhschelle, Liebstöckel, Lungenkraut, Malve, Minze, Mohn, Mutterkraut, Petersilie, Ringelblume, Salbei, Sedum, Sempervivum, Sonnenblume, Schleierkraut, Schnittlauch,  Stockrose, Teehortensie, Thymian, versch. Wolfsmilch-Gewächse, Wildrose, Wunderblume... Außerdem gab es gerade in einem Supermarkt in Dömitz eine große Pflanzschale mit ca. 1 m Durchmesser, die ich im Boden eingelassen habe. Der Rand steht noch ein paar cm über, damit nicht z.B. ein Igel zufällig hineinstolpert. In die Schale legte ich einige Steine, damit trinkende und badende Vögel nicht ertrinken, und einen Eichenstamm, damit das Wasser klar bleibt. Rundherum pflanzte ich einen Thymiankragen. 

Anm. 2020: Diese Pflanzen haben alle nicht überlebt, der Beikraut-Wildwuchs war übermächtiger. 

Unten aufgeführte Sträucher haben sich durchsetzten können. Lediglich die Gojibeere versuche ich schon seit 3 Jahren zu entfernen.

Schon als wir noch bis April 2015, bevor der Fuchs sie holte, die Hühner hatten, pflanzten wir zur Abwehr des Habichts einige Sträucher. So stehen dort noch Brom-, Goji-, Him-, Holunder- und versch. Johannisbeersträucher, Hartriegel, Mahonie, Liguster, Pflaumenbäume, Schneeball, Schneebeere sowie ein Walnussbaum, weswegen die reinen Sonnenplätze rar sind. An der Straße stehen ja auch noch Eichen und Eschen. Die offene Erde wird mit Rasenschnitt gemulcht. Hierunter verstecken sich gerne die Schnecken, die schon den einen und anderen Kürbis, mit dem alles anfing, abrasiert haben. Brennnesseln, Disteln, Käsepappeln und Sauerampfer, ... dürfen bleiben, ja, sind erwünscht, schließlich soll es ein Insekten-Biotop werden! 

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus! Hier tut sich was!

 

 

 

"Endlich ist hier mal was los!"

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BuGa-Besuch in Brandenburg/Brandenburg

am 6.6.2015 mit der FFw Besandten

 

Ein Wollknäuel mit Stricknadeln - Eine riesige Weidenkugel mit vielen verschieden Sedum- und Sempervivum-Arten bepflanzt. so etwas könnte ich mir auch in meinem Garten vorstellen; etwas kleiner aber wohl!

Diese "Sedum-Bilder" gefielen mir sehr gut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese 'Bilder' haben es mir auch angetan

Der Vorteil eines solchen künstlich angelegten Gartengeländes auf einer Ausstellung liegt für mich darin, dass ich hier nicht nur inspirierende Vorschläge sehe, die ich in meinem Garten verwerten kann, sondern auch sehe, was mir nicht gefällt und ich nicht haben möchte.

Am 13.6. noch ein Großeinsatz: Die Fenster werden eingesetzt und die Schieferkante wird genagelt. 

Abends wird Richtfest gefeiert.

Der Tag des offenen Gartens am 14. Juni 2015 ist vorbei. Ca. 50 Besucher sind zu uns gekommen. Einige zum wiederholten Male. "In einem großen Garten gibt es doch immer wieder Veränderungen!" womit sie Recht hatten. Einige Besucher führte ich auch in mein neues Insekten-Biotop. Die neuen Pflänzchen sind noch klein. Die Teehortensie  war allen unbekannt. Sie muss noch wachsen und erst im nächsten Jahr werde ich versuchen, einige Blätter zum Süßen zu verwenden. Ich erhoffe mir diese Teehortensie als Ersatz für eine Stevia-Pflanze, welche nur einjährig ist und im Winter vergeht. Die Teehortensie ist mehrjährig und ein hübscher Blühstrauch außerdem. (Anm. Frühj. 2022: Die Teehortensie gedeiht nur mäßig. Ich konnte noch nichts ernten!) Die Stauden-Pfingstrosen blühen prächtig! Ebenso die Rosen, auch die Taglilien blühen schon teilweise. Es war ein schöner Tag!

Und weiter geht's:

 

Alfred schließt die Gefache mit speziellen wasserfesten Platten und klebt die Riemchen auf.

Innen...

und außen!

Schon fast fertig!

Es muss nur noch gefugt werden!

Fertig ist unsere neue Veranda!

Die Echinacea sind eine wahre Pracht. Es sind alles selbst gezogene Sämlinge.

Derweil sprießt es im Garten weiter. Im Vordergrund ein Rhododendron, der den trockenen Sommer nicht so gut überstanden hat. Da dieses Beet trotz der Terrassen, die wir einbauten, immer noch leicht abschüssig ist, verlief sich das Beregnungswasser, ohne in den trockenen Boden einzuziehen.

Die Einlegegurken waren ja schon bei der Aussaat heikel und auch die Ernte war sehr begrenzt. Die großen und kleinen Freiland-Salatgurken der Sorten "Burpless Tasty Green" und "Darina" wuchsen aber reichlich.

Hier lässt es sich aushalten. Rechts die schöne Hortensie "Vanille Fraise". Sie soll den mitgenommenen Rhododendron (s.o.) ersetzen, der den Sommer nicht so gut überstanden hat. 

 

              Diese neue Veranda nutzen wir nun überwiegend. Wenn es sehr warm ist, genießen wir den Schatten.                          Ist es kühler, hält sich hier noch die Wärme. Für den Nachmittagskaffe ist es aber immer gut in der "Schönen Aussicht"

Der Gemüsegarten schmückt sich in diesem Jahr mit Dahlien.

Blick von der "Schönen Aussicht" Richtung Südwesten/Deich in den Gemüsegarten mit Dahlien.

Blick von der Wohnzimmerterrasse über das Hangbeet Richtung Südosten in den Gemüsegarten.

Blick von der Wohnzimmerterrasse über das Hangbeet Richtung Südwesten auf den Feenkreis und den Deich.

Blick von der Wohnzimmerterrasse Richtung Südwesten/Deich über das Hangbeet auf den Feenkreis und das westliche Randbeet. Über den abgeblühten Pfingstrosen hinter den Echinacea schwebt das Patagonische Eisenkraut.

Blick von der Wohnzimmerterrasse Richtung Südwesten über das Hangbeet auf den Feenkreis und den Deich.

Blick von der Wohnzimmerterrasse Richtung Westen über das Hangbeet auf das westliche Randbeet, hier verläuft zwischen unserem Nachbarn und uns ein Grünweg von der Dorfmitte zum Deich.

Auch die Insektenhotels fanden schon Zuspruch

Hier die Hochstammrosen im Vorgarten. Eine der zwei von den Wühlmäusen stark angefressenen Hochstammrosen hatte ich im Frühjahr in einen Kübel gepflanzt. Dort hat sie sich gut erholt und im Herbst kommt sie nun wieder an ihren alten Platz. 

Der Ahorn, den ich dort gepflanzt hatte, hat den sehr trockenen Sommer nicht überstanden.

West-Randbeet im Vorgarten mit rotem Perückenstrauch und Hortensien unter großen, alten Eichen

Gegenüber liegt das Auffahrtbeet im Vorgarten. Die Sonnenblume will hoch hinaus. Der weiße Hibiskus blüht wundervoll. Die im Frühjahr 2014 gepflanzten Hosta haben sich sehr gut entwickelt. Die Lücken werden noch mit Tagetes gefüllt, bis auch die kleineren Hosta den Schulterschluss haben.

Eine kleine Auswahl aus Alfreds Dahlien-Sortiment. 

In der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober kam der 1. Nachtfrost dieser Saison. Die Tage waren sonnig und angenehm, aber die Nächte hatten es in sich mit -4°. Wir hatten die Hibisken und Kamelien  auf der Terrasse in den Hintergrund gezogen, am 11. räumten wir sie dann nach drinnen. Durch den Wärmeschub im Wintergarten stehen die Hibisken danach 14 Tage im wundervollen Blütenkleid. Die Kamelien kommen in die Werkstatt, dort stehen sie hinter Glas. Wenn es stärker friert, kommen sie in einen isolierten Raum, der aber keine Fenster hat, deshalb können sie dort nicht überwintern. In der Woche nach dem Frost kamen Regen und Nebel. Ende September hatte ich noch, wie jedes Jahr, Hemmungen, alle Blumen, wie Tagetes und Steinkraut, die doch noch sooo schön blühen, auszureißen bzw. abzuschneiden. Aber nun ist alles dahin, auch die Dahlienpracht. In einer großen Aktion hat Alfred sie in 2 Tagen alle beschriftet, abgeschnitten, ausgegraben und in den Stall verfrachtet. Dort können sie abtrocknen, dann sollen sie wieder in den Keller. 

In der Woche vor dem 1. Frost hat Alfred die Äpfel gepflückt; nun haben wir wieder reichlich für den Winter eingekellert. Außerdem brachten wir noch mehrere Säcke zum Entsaften, daraus bekamen wir 100 Liter reinen Gaarzer Apfelsaft. Auch unsere Quitten ließen wir in diesem Jahr pressen und bekamen 15 Liter reinen Gaarzer Quittensaft. Im nächsten Jahr wird die Ernte wohl allseits ziemlich mager ausfallen, da Alfred die Bäume rigoros beschnitten hat - er kam nicht mehr mit dem Rasenmähertraktor unter den Bäumen entlang und musste die Obstbaumwiese immer mit dem Handrasenmäher mähen. Auch den Quittenbaum hat er stark beschnitten, da die Früchte, die am Haupttrieb hingen, diesen immer nach unten zogen und der Baum dadurch schon ganz schief geworden war.

Gestern habe ich beim Überarbeiten meiner Weihnachtsbäckerei-Rezepte ein Mispelplätzchenrezept gefunden. Das freut mich sehr, suche ich doch schon seit geraumer Zeit nach Verwendungsmöglichkeiten für unsere Mispeln (Mespilus germanica). Pur kann man sie, im Gegensatz zur Wollmispel, nicht essen. Sie ist ziemlich bitter und braucht, um verarbeitet werden zu können, Frost. Erst dann wird die bis dahin steinharte kleine Frucht weicher. Marmelade ist auch noch eine Möglichkeit, aber davon habe ich genug Gläser verschiedener Früchte im Keller. 

Und wieder haben wir einen milden November und Dezember. Alfred mäht Anfang Dezember sogar noch ein letztes Mal den Rasen, weil der wieder so lang geworden ist. Und so sammelt er auch gleich wieder das ganze Laub auf. Hauptsächlich hat er aber im November und Dezember täglich jeden Morgen Deutschunterricht bei afghanischen und syrischen Flüchtlingen in Dömitz gegeben.

Nachdem ich hier einige Karren Sand eingearbeitet habe, verteile ich das viele Shreddergut von den Bäumen und Sträuchern, noch mit etwas Laub dran, im West-Randbeet vor dem Küchenfenster. Das Laub können sich die Bodenlebewesen in die Erde ziehen und dabei schön den Boden lockern. Hier ist die Haus-Schattenseite und auf dem Beet siedelt sich immer wieder Moos an, was durch den Sand und das Shreddergut nun hoffentlich verringert wird. Die Mispeln haben den Weg auf den Kompost genommen. Nachdem sie gefroren und wieder aufgetaut waren, konnte man sie zwar löffeln, sie waren aber keineswegs genießbar - einfach zu bitter. Hier müssen wir eine andere Lösung finden, diese Rarität ist einfach zu schade, um auf dem Kompost entsorgt zu werden.

 

 

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Das Jahr beginnt grün. Es sind keine winterlichen Temperaturen. Nur drei Mal fiel Schnee und nur wenige Tage und Nächte fiel das Thermometer unter -10 Grad. Wenn Alfred nicht gerade das restliche Holz vom letzten Jahr sägt und hackt, er hatte die langen Stücke schon im letzten Winter gespaltet, hatte aber keinen Platz mehr im Feuerholzschuppen, dann sucht er sich Arbeit im Garten. Dort gibt es immer etwas zu tun: An den Vogel-Futterstellen für Nachschub sorgen, Obstbäume und Ziersträucher schneiden, wuchernden Mahonie u.ä. ausbuddeln, Maulwurf- und Wühlmaushügel einharken, die Erdbeeren vom nachgewachsenen Unkraut befreien, Holz hacken ... Anfang Februar bekommt Alfred endlich sein Weihnachtsgeschenk: einen Quadkopter! Damit beschäftigt er sich nun ausgiebig und kann schöne Bilder vorweisen: sh. 'Störche 2016'. Anne macht in diesem Winter keinen Urlaub. Unser Sohn Florian ist 4 Wochen auf Besuch in Deutschland.

Anfang März säe ich Tomaten aus. In diesem Jahr probiere ich die Löffel-Keimbeutel-Methode, von der ich im www las, aus. Auf einen Plastiklöffel lege ich einen passend geschnittenen, mit Wasser angefeuchteten Wattepad. Darauf kommen wenige Saatkörner. Diesen beschrifteten Löffel schweiße ich mit dem Folienschweißgerät in eine Plastikfolie ein. Einerseits habe ich nun einen guten Blick darauf, wann und ob meine Saat keimt, andrerseits ist dieses eine sehr platzsparende Methode. Trotzdem habe ich noch 3 Zimmergewächshäuser mit Tomaten-, Physalis-, Lollo Rosso-Saat und den Kernen einer frühen Gurkensorte in meinen bisher sehr bewährten Perlite-Aussaatschalen stehen. 

 

Mitte März ist das Wetter endlich so angenehm, dass ich mich wieder in den Garten traue. Das Anzuchtbeet ist zuerst dran mit Laub abharken, Unkraut aus dem Beet und den Töpfen entfernen, die Töpfe wieder mit Erde auffüllen, die Hornveilchen, die sich im Vorjahr selbst aussäten, aufnehmen und Verfrorenes entsorgen. Dann ist der Steingarten an der Reihe. Hier brauche ich nur die Sedumstiele abschneiden und wenig Unkraut zu entfernen, außerdem etwas Laub abharken. Bei Gelegenheit muss an einigen Stellen, wo die Wühlmaus ihr Unwesen trieb, Splitt nachgestreut werden. Ich habe noch Lilienzwiebeln, Garten-Alpenveilchen- und Begonien-Knollen gekauft. Die finden nun auch ihren Platz im Garten bzw. die Begonien im Topf. In das Hosta-Beet an der Werkstatttür setze ich viele blühende Narzissen, die ich in den letzten Wochen in versch. Sonderangeboten kaufte.

Am 23.3. habe ich die Anfang März ausgesäten Löffel-Tomaten pikiert. Die Plastikbeutel sind zu flach, die Pflänzchen können nicht in die Höhe wachsen. Es war eine friemelige Angelegenheit:
Beim ersten Wattepad wollte ich mit einer Pinzette die Sämlinge abziehen. 2 sind abgerissen, die musste ich wegwerfen. Dann habe ich mit einer Schere Teile des Pads mit dem Sämling drauf abgeschnitten und in die Anzuchterde gesetzt. Nun habe ich acht pikierte Tomaten, die noch nur das Keimblattpaar haben. Mal sehen, was daraus wird! Ich habe sie gekennzeichnet, damit ich später sehen kann, ob die in Perlite oder Watte herangezogenen Tomaten besser gediehen sind.

Wenn ich mich nochmals daran versuche, werde ich die Löffel-Anzuchtmethode nicht mit einem Wattepad machen, sondern ich werde Perlite in den Löffel geben. Damit diese nicht herausrutscht, werde ich den Plastik-Löffel über einer Kerze o.ä. etwas erwärmen und so verformen, dass der Löffel gerade aufliegt, die Spitze also nicht hochsteht. Außerdem werde ich einen Plastikbeutel mit Bodenfalte nehmen, da die Sämlinge in dem von mir verwendeten Plastikbeutel nur wenig Platz zum Aufrichten hatten.

Für mich finde ich diese Methode nicht so interessant. Sie ist hauptsächlich für Saaten gedacht, die eine lange Zeit zum Keimen und eine gleichmäßige Feuchtigkeit brauchen. Wohl auch noch, wenn man Saat hat, die überlagert ist und bei der man nicht sicher ist, dass sie noch aufgeht, dann kann man früh sehen, ob sich da etwas tut. Aber dann kann ich auch einen kleinen Teller nehmen, lege ein kleines Stück Papiertuch (Küchen-, Taschen- o.ä.) drauf, stülpe ein Glas über Tuch + Saat und stelle dieses warm.

Die Keimbeutel-Methode wird auch bei Platzproblemen propagiert. Man muss aber früh pikieren und dann muss man auch früh viele Töpfe mit pikierten Sämlingen unterbringen. Da gilt es abzuwägen, ob man eher Saatschalen oder Schalen mit Töpfen unterbringen kann. Saatschalen wollen es wärmer als Töpfe, die  es eher sehr hell und kühler als Saatschalen haben wollen.

In der vergangenen Woche, Mitte April, hat Alfred erstmals in dieser Saison den Rasen gemäht! So sieht Ostern alles schön schier aus!

In der Woche nach Ostern klart das Wetter endgültig auf und die Temperaturen sind täglich zweistellig.     Im Beet vor der Haustür ist nun Durchgreifen angesagt, hier muss sich etwas tun. Die hier im Herbst gesetzten Narzissen blühen sehr schön, aber davor sieht es gar nicht gut aus. 4 Hibisken, die sich vor drei Jahren selbst aussäten und, weil sie nicht durch Umpflanzen gestört wurden, schon im letzten Jahr blühten, hole ich nun aus der Erde. Für 3 muss ich noch einen Platz finden. Einer von ihnen wird an anderer Stelle im selben Beet zu den 4 verbliebenen wieder eingesetzt. Die kriechende Zwergmispel, die vor geraumer Zeit zugewandert ist, kürze ich zum Rasen und zur Beetmitte hin um jeweils 50 cm. Es sieht nicht schön aus, wenn Alfred mit dem Rasenmäher die Spitzen abmäht. In der Beetmitte will Alfred später wieder seine Dahlien pflanzen. Entlang des Beetrandes wird Shreddergut verteilt und die bewurzelten abgestochenen Zwergmispeln gepflanzt. Unter der im Herbst stark beschnittenen Korkenzieherhasel hat der Rasen sehr gelitten. Alles, was ich an Graspflänzchen finde, z.B. im Himbeerspalier, wird hierher transplantiert. Außerdem habe ich heute, am 1. April, gesehen, dass die Forsythie blüht, d.h. die Rosen müssen geschnitten und gedüngt werden! Da ich das Rosenbeet etwas nackt finde, pflanze ich hier noch ein paar Vergissmeinnicht, die sich selbst im Pfingstrosenbeet aussäten. Ich weiß gar nicht, woher diese Blümchen kommen. Ich habe sie nie blühen lassen; wo sie auftauchten, habe ich sie bisher sofort ausgerissen, da ich weiß, dass sie sehr ausdauernd sind! Endlich verbreitere ich auch den Weg vor dem Rhabarberbeet im Eingangsbereich zum Gemüsegarten. Ein Stück vom Rhabarberbeet muss dran glauben.  Es war immer sehr schwierig mit der Schubkarre die Kurve zu kriegen. Diese Arbeit stand mir sehr bevor, war aber gar nicht so schwer - der Anfang ist alles! Die Gemüsegartenwege bekommen neuen Rindenmulch. 2 große Anhänger holt Alfred bei einer GaLa-Bau-Firma ab.

Ich habe auch endlich einen Plastik-Storch gefunden und gekauft: Zorg! Tom, unser Storch, fühlt sich als Herr der Lüfte im Dorf und vertreibt jeden Rivalen, der sich im 2. Horst auf dem Strommast oder auf einem der Hausdächer niederlässt. Ich werde Zorg täglich an verschiedenen Plätzen aufstellen, damit Tom sich an den Anblick eines anderen Storches im Dorf gewöhnt und nicht mehr so besitzergreifend reagiert. Mona und Tom sind eifrig dabei, ihre 5 Eier im Nest auszubrüten (sh. ob. re. 'Störche 2016')

Die Gurken, Kürbisse, Tomaten und Zucchinis sind Mitte April bis auf eine Sorte Gurken alle pikiert. Diese Sorte ist nicht einmal aufgelaufen. Ich habe schon nachgesehen, ob ich überhaupt Saat in den Töpfen habe - ja! Die Pflanzen, die ich auf Löffeln aussäte, sind größer, als die in Perlite ausgesäten. Ich denke aber, dass es nicht an der Kultur an sich liegt, sondern daran, dass ich diese Sämlinge nur kurze Zeit nach dem Auflaufen noch auf dem Löffel gelassen hatte und schon bald in Pflanzerde pikierte, wo sie gut wachsen konnten. Die in Perlite gesäten standen länger in der Perlite bevor sie in die Pflanzerde umgesetzt wurden. Letztendlich muss sich aber doch noch herausstellen, wie es weiter geht, denn große Pflanzen sind nicht unbedingt besser, sie sind schwieriger zu händeln. Die Töpfe stehen wieder in Gitter-Kisten auf der Transportkarre, mit der sie täglich abends in die Werkstatt und morgens an die frische Luft geschoben werden. Im März hatte ich auch eine Tüte Lobelien ausgesät, die ich nun büschelweise pikiere und später ins Rosenbeet pflanzen will.

In den zwei neuen Frühbeetkästen, die ich seit Anfang März habe, wachsen Sonnenblumen,  Radieschen,    Tagetes,   Eichblattsalat,  Fenchel und Mangold  heran. 

In diesem Jahr hat Alfred gut 200 Dahlien unterzubringen. Im Biotop hat sich wieder alles mögliche an Beikraut breit gemacht, also hat Alfred wieder großflächig umgegraben, was ein schweißtreibendes Unterfangen ist, weil der Boden sehr fest ist. Ein kleiner Teich von 5x3 m ist danach entstanden und an versch. Stellen hat er ca. 50 Dahlien gepflanzt. Dazwischen hat er mit Heu gemulcht - darüber freuen sich Maulwürfe, Schnecken und Wühlmäuse! Weitere Dahlien stehen natürlich auf dem Dahlienbeet unter dem Storchenhorst, im Feenkreis und wieder im Gemüsegarten.

Die Vorbereitungsarbeiten für den "Tag des offenen Gartens 2016" am 12.6. laufen auf Hochtouren, schließlich soll alles schier sein. Der Mai ist wieder ziemlich trocken, tägliches Gießen ist angesagt. Rote Bete und Mangold kümmern vor sich hin, wieder sind es die Spatzen, die ihnen zusetzen, sie zotteln an den Blättern und picken sie ab. 

Bis zum 11.6. haben wir schönes Wetter, am 12.6. beginnt es zu regnen. Lediglich 25 Gäste besuchen uns. Für diese haben wir dann aber auch viel Zeit. Im weiteren Verlauf des Monats gibt es noch einige Unwetter mit heftigen Regen- und sogar Hagelstürmen sowie Blitz und Donner. 

Johannis- und Stachelbeeren lassen auf eine gute Ernte hoffen. Die Waschbären helfen tatkräftig bei der Erdbeerernte mit. Gegen die Drosseln helfen Fähnchen und Windspiele, aber gegen die Waschbären müssen wir im nächsten Jahr Netze drüberlegen. Schnecken gibt es auch reichlich, besonders im Gemüsegarten. Im Blumenbeet vor dem Wohnzimmer treibt eine Wühlmaus ihr Unwesen und lässt einige große Stauden wie 2 Orientalische Mohn, Phlox, Rittersporn, Ziersalbei, Schleierkraut, mehrere pfirsichblättrige Glockenblumen und außerdem 6 große Riesenallium-Zwiebeln verschwinden, bis mir der stattliche Mäuserich endlich in die Falle geht. Der nächste Starkregen zeigt das Ausmaß seines Baues an: Von den 2 großen Löchern auf dem Rasen bis zum Salbei am Garteneingang sind es ca. 10 m, in die andere Richtung sind es 3 m, die eingesunkenen Gänge sind also auf einer Fläche von ca. 30 qm zu erkennen. Im neu ausgebrachten Rindenmulch der Gemüsegartenwege sind immer wieder aufgeworfene Gänge zu erkennen. Trete ich sie platt, sind sie am nächsten Tag wieder da, stelle ich eine Falle, rührt sich nichts!

Der selbst gezogene Eichblattsalat ist wunderbar gediehen, die Schnecken haben ihn nicht angerührt. Zwei der vier Zucchinipflanzen entpuppen sich als Kürbis. Aber ich glaube, dass wir mit nur 2 Zucchini auch genug ernten werden.

In diesem Jahr haben wir zwei Tüten Bohnen gesät: Grüne und Blaue Buschbohnen. Die Ernte ist bei beiden Sorten mal wieder ausreichend, aber die blauen Bohnen tragen besonders gut. Bei der ersten Ernte finde ich sehr viele angefressene Bohnen im Beet, dazu zwei Mauselöcher. In der aufgestellten Falle fange ich zwei erwachsene und zwei junge Mäuse. Bei der zweiten Ernte liegen keine angefressenen Bohnen mehr im Beet. Mehrmals buddel ich für uns Kartoffeln aus, lasse aber die Pflanze noch stehen. Dank des ausreichenden Regens gibt es in diesem Jahr schöne große Agria- und Laura-Kartoffeln. Und wie gut sie schmecken...!

Am Nachmittag des 24. Juli fand mit unserem Pastor Nier und 52 Besuchern bei herrlichem Sonnenschein in unserem Garten der zweite evangelische "Offener Garten-Gottesdienst" statt. In seiner Predigt bezog er sich auf das Gleichnis mit dem Senfkorn und schlug so den Bogen zum Rahmen des Gottesdienstes in einem Garten. Nach dem Gottesdienst gab es eine Kaffeetafel, zu dem von vielen fleißigen Frauen elf Kuchen gebacken wurden, die an mehreren Tischen, die wir an verschiedenen Stellen im Garten und auf den Hausterrassen aufgestellt hatten, vertilgt wurden. Meine Schwester half mir bei den Vor- und Nachbereitungen; Alfred sorgte für die Unterhaltung und mit einem gemähten Rasen und vielen, vielen blühenden Dahlien für einen ansprechenden Rahmen. Der erste Gartengottesdienst bei uns im Jahre 2012 war ja leider sehr verregnet.

Gleich Anfang August verließen uns die Jungstörche, drei Wochen später folgten die Eltern.

Wie schon in der bisher verstrichenen Zeit, war auch der Rest des Sommers wieder ziemlich trocken. Die Feld- und Wühlmäuse nervten uns weiterhin ziemlich. Viele frisch gepflanzte Blumen sind am nächsten Morgen bis auf ein kleines Stängelchen verschwunden. Die Dahlien lieben allerdings dieses Wetter.

Erst im Oktober haben wir einige Tage hintereinander Regenwetter, allerdings nicht sehr ergiebiger Regen.

Am 17. Oktober wird endlich die große hohle Eiche an der Hofauffahrt gekappt. Seit dem Frühjahr haben wir schon die Genehmigung vorliegen. Da nebenan die Hochspannungs-Oberleitung verläuft, muss zu diesem Anlass diese Leitung ausgehängt werden, damit sie nicht beschädigt wird, sollte ein Ast drauffallen. Dieses Aushängen muss durch die WEMAG vorgenommen werden und sollte über 1.600 Euro kosten. Wir wurden aber darauf hingewiesen, dass während der herbstlichen Baumpflegearbeiten durch die WEMAG sowieso der Strom abgeschaltet und ein Aggregat aufgestellt wird und wir doch an dem Tag den Baum fällen könnten. Den Vorschlag nahmen wir natürlich dankend an. Der Baum steht noch in vollem Laub.

Am 29. Oktober holen wir 24 Beutel á 5 l Apfelsaft ab, wir hatten 5 1/2 große Säcke mit Äpfeln zum Entsaften gebracht = 120 l, da kommt Freude auf.

Anfang November hat Alfred seine 220 Dahlien in 35 Sorten beschriftet, registriert und katalogisiert in zahlreichen Körben winterfest untergebracht. 

Heute haben wir den 1. Dezember und außer ein paar wenigen Tagen mit Temperaturen knapp unter Null Grad hat sich der Winter noch nicht sehen lassen. Der Sturm, der seit gestern Abend geht, fegt die letzten Blätter von den Bäumen und hoffentlich auch die letzten Äpfel vom Apfelbaum 'Gelber Edler'. Der Baum trägt gut, aber leider sind die Früchte sehr klein und schmecken tun sie auch nicht so besonders gut, dass wir sie gerne ernten möchten. Sie wären gut zum Entsaften, aber dafür hatten wir schon genug andere. Mit diesen Äpfeln schlagen sich nun die Drosseln die Bäuche voll. Alfred mäht bis Mitte des Monats immer wieder den Rasen, aber mit dem Gras, welches bei den milden Temperaturen immer wieder nachwächst, shreddert er auch das ewig fallende Laub und nimmt es dabei auf. Es kommt auf die Beete bzw. auf den Laub-Komposthaufen.

22. Dezember - und immer noch kein Schnee in Sicht. Wir hatten mittlerweile zwar schon etwas Frost, aber noch immer im einstelligen Bereich. Ein zu trockenes Jahr neigt sich dem Ende zu.

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Das Jahr beginnt trübe, am 3. Januar sucht uns das Tief 'Axel' heim und richtet an den Küsten der Nord- und Ostsee schwere Schäden an: in Lübeck, wo wir gerade noch bei Freunden Silvester feierten, steht die Altstadt unter Wasser. Kaum ist der Sturm abgeklungen bringen die Ausläufer auch uns Schnee und frostige Temperaturen bis -10 Grad. Der Schnee ist nicht üppig, nur ein dünnes Laken, aber immerhin ist es winterweiß. Währenddessen hüte ich mit einer Erkältung das Haus. 

Freitag, 13. Januar 2017, in der Nacht brachte uns das Tief 'Egon' wieder Schnee!!! Der Schnee ist ziemlich feucht und Alfred gibt nach einigen Versuchen das Räumen mit seiner Schneefräse auf. Es fällt im Laufe des Tages zwar noch Schneegriesel, aber es taut. Im Radio hören wir von Straßensperrungen wg. umgestürzter Bäume - der Schnee ist zu schwer, weil er so feucht ist. 

Am 18.1.2017 fliegt Alfred kurzentschlossen für 4 Wochen Urlaub zu Florian nach Bali: Der Temperatur-Unterschied von annähernd 40 ° ist nicht ohne. Dort ist noch Regenzeit und nicht gerade Strandwetter, der Strand liegt auch nicht gerade vor der Tür, obwohl Florian in Denpasar wohnt. Zwei Wochen ist Alfred dort, zwei weitere Wochen verbringen sie zusammen im Norden der Insel in der Anlage, in der Florian künftig arbeiten wird. Dort kann er sogar, ganz unerwartet für ihn, ein paar Tauchgänge mit Florian unternehmen.

Während Alfred die Sonne genießt, sucht mich die schon überwunden geglaubte Erkältung wieder heim. Aber was solls, niemand, außer den Katzen und 2 Leihhunden, wartet auf Essen oder will mit mir im Schnee, der auch nochmals fällt, spazieren gehen - ich kann mich so richtig ausruhen und genieße diese Zeit auch in der Wärme (des Ofens) mit Lesen, so komme auch ich in diesem Jahr zu meinem Leseurlaub und das ohne die Mühe des Kofferpackens und Fliegens und mit mehr Wärme als auf den Kanarischen Inseln! Es ist aber auch niemand da, der mir einen heißen Tee kocht oder eine heiße Milch mit Honig ... Leider zeigt der Januar weiterhin die kalte Schulter und ein grauer Tag reiht sich an den nächsten, nur an zwei Tagen lässt sich im Januar die Sonne sehen, der Februar beginnt nicht besser - es friert weiterhin und der Himmel ist grau ... Alfred hat sich die richtige Zeit für seinen Urlaub in der Sonne ausgesucht. Am 14. Febr. ist er wieder wohlbehalten in Gaarz angekommen.

Kalt und grau endet der Februar, ein Lichtblick ist das Ercheinen des 1. Storches dieser Saison in unserem Horst am 27.2.

Im März wird es gleich etwas wärmer und damit kommt das Wasser - das Elbvorland steht unter Wasser. Einen richtigen Frühlingstag mit Sonnenschein und 15 ° Grad erleben wir am Samstag, 4.3.2017 - Zur Kaffeezeit stellt Alfred eine Bank in den Apfelgarten und wir trinken den ersten Freiluft-Kaffee 2017! Alfred schneidet z.Zt. die Obstbäume und hat viel zu tun, außerdem gräbt er den Gemüsegarten um. Trotz der winterlichen Kälte ist hier viel Vogelmiere aufgelaufen. Er lässt sich eine Holzladung von 27 Festmeter Eichenholz anliefern, die er aber vorerst liegen lässt, während er das Holz der im Herbst an unserer Hofauffahrt gefällten Eiche schon in ofengerechte Stücke zerlegt und im Holzschuppen verstaut hat. Der März zeigt sich weiterhin tagsüber von seiner sonnigen Seite, während es nachts friert. 

Der April wird mit einigen schönen, warmen Tagen eröffnet, meist herrscht aber eine steife Brise. Alfred hat wieder seine Dahlien aus dem Keller geholt, sie haben den Winter gut überstanden. Das Spalier der Rose "Rosarium Uetersen" an der Gartendusche wird erweitert, nun kann sie sich auch in der Waagerechten ausbreiten, so wird sie besser blühen. Mein Arbeitsplatz zum Topfen bekommt ein Regal und eine geschlossene Rückwand: die Holzwand unserer früheren Haustür-Terrasse, auf der nun die Veranda errichtet ist. Am 14. April trifft das erste Schwalbenpärchen dieses Jahres in Gaarz ein und besetzt gleich wieder das Nest am Giebel der 'Schönen Aussicht'! Der Monat ist weiterhin stürmisch und das wenige Nass, welches vom Himmel fällt, nimmt der Wind gleich wieder fort. Ein Rühstäder Imker stellt in unserem Garten ein Bienenvolk auf. Die Obstbäume blühen üppig, als der Frost noch einmal zurück kommt und die Hoffnung auf eine gute Ernte 2017 zerstört.

Erst ab Mitte Mai wird es spürbar wärmer. Nach den Eisheilien pflanze ich von meinen 9 verschiedenen Tomatensorten 17 Pflanzen an den angestammten Platz unter dem Werkstattdach. Alfred sucht Platz für seine über 300 Dahlien. Er legt ein Montbretien-Beet an und gräbt ein Stück Rasen am Beet zum Deich um, auf das die Hortensien aus dem -beet unter Nachbars Kirschbaum kommen, dort wollten sie nicht gedeihen. Auf dieses ehemalige Hortensienbeet pflanzt er auch Dahlien. Die Sonne meint es gut mit uns, aber die Blumen und das das frischgepflanzte Gemüse wie Fenchel, Mangold und Salat müssen gegossen werden.

Die üppige Strauchpfingstrosenblüte Mitte Mai ist das erste Hightlight. Eine besondere Freude bereitet mir eine Strauch-Pfingstrose auf dem Beet an der Auffahrt. Vor zwei Jahren musste ich im Sommer von dieser Pflanze nach der Blüte einen verfaulten Stängel nach dem anderen entfernen. Im Herbst wollte ich die Wurzel ausgraben und bemerkte dabei noch einen kleinen frischen unterirdischen Trieb. Ich entschuldigte mich und deckte alles wieder sorgfältig zu. In diesem Jahr hatte sie zwei wunderschöne weiße Blüten, die einen Durchmesser von 25 cm hatten. Ende Mai haben wir endlich mal wieder einen Regentag, am Tag danach können wir unsere Pflanzen wachsen sehen und hören. Es geht doch nichts über echten Regen und bewölkten Himmel!

Nun, Anfang Juni, sind die Staudenpfingstrosen in Blüte. Zu Pfingsten wollen wir unseren Garten zur Pfingstrosen-Schau öffnen. Hoffentlich ist Alfred dann wieder wohlauf. Er hat es in den letzten Tagen etwas übertrieben mit der Arbeit in der Sonnenhitze ohne Hemd und Hut - er hat einen Sonnenstich bekommen.

Pfingsten hat es geregnet und es gab keine Pfingstrosenschau. Bei einem der schweren Unwetter im Juni, werden am 22. Juni auf den 17 km von uns bis Lenzen 17 große Straßenbäume entwurzelt. 

Und so wie es Pfingsten regnete gibt es auch im Juli noch mehrere verregnete Tage. Vom 24. - 26. Juli zieht das Tief 'Alfred' über Deutschland und hinterlässt eine weitere Spur der Verwüstung, wie schon einige Tiefs in den vergangenen Wochen: Überschwemmungen allerorten, aber auch entwurzelte Bäume. Dem Garten tut das viele Nass noch gut. Bis auf die Kartoffel, die Krautfäule haben und deren Kraut wir abgeschnitten haben, wächst alles ausgezeichnet. Wir hoffen nur, dass in Kürze der Regen aufhält und sich das Wasser wieder verläuft.

Der Regen bleibt uns treu. Am Donnerstag, dem 5. Oktober zieht das Tief 'Xavier' eine weitere verheerende Spur durch Deutschland. Während bei uns der Strom am Donnerstag nur 6 Stunden ausfällt, müssen in einigen Orten der Lenzerwische die Bewohner bis Sonntag, den 8. Oktober warten, bis der Strom wieder da ist und damit die Küche und das Wohnzimmer warm und hell.

Die Ernte 2017 fiel sehr unterschiedlich aus: Die Erdbeeren mussten wir mit den Waschbären teilen. ir hatten ein Schutznetz auf das Erdbeerbeet gelegt, aber die Waschbären lutschten/drückten die Beeren einfach durch die Maschen. Also stellte ich rund um das Beet ein Netz auf, welches sie aber ohne Mühe niedertraten und sich an den Früchten bedienten.  Bei der Ernte der wenigen Pflaumen 'halfen' sie uns auch. Wir haben gut 20 Pflaumenbäume und es gab nicht einmal genug Pflaumen für einen Kuchen, geschweige denn zum Einfrieren. Dafür konnte ich genug Erbsen und Bohnen einfrieren. Die Kartoffelernte war gut, der Mangold sah prächtig aus, gegessen haben wir nur wenig davon. Die Zucchiniernte war reichlich, die Gurken- dagegen spärlich. Die 16 Tomatenpflanzen bescherten uns eine üppige Ernte. Der späte Frost im Mai war nicht nur die Ursache für die schlechte Pflaumenernte, sondern auch dafür, dass es in diesem Jahr keine Äpfel gibt. Glücklicherweise haben wir noch genügend Apfelsaft aus dem Vorjahr. Zur Zeit warten noch der Grünkohl und die Rote Bete auf die Ernte. 

Die Blumenbeete sind noch nicht alle abgeräumt. Mal wieder! Obwohl ich mir jedes Jahr vornehme, diese Arbeit bis Ende September erledigt zu haben. In diesem Jahr hatte ich mal wieder Pech. Anfang September passierte mir samstags ein Missgeschick. An einer Glasscherbe schnitt ich mir auf dem Ringfinger der linken Hand die Strecksehne des Fingerendgliedes durch. Da die Wunde sehr stark blutete und ich immer nur schnell das Pflaster erneuerte, bemerkte ich erst am Montagabend, dass ich die Fingerkuppe nicht mehr strecken konnte. Einen Tag später bekam ich in der Handchirurgie im Schweriner Krankenhaus eine Fingerschiene angepasst, die ich 2 Monate/24 Std. tragen muss, danach noch weitere 2 Monate in der Nacht. Eine OP, in der die Sehnenenden wieder zusammen genäht werden, ist nur innerhalb von 6 Stunden möglich.

Nun, Ende Oktober, hat Alfred fast alle Dahlien im Keller verstaut. Rundum rieseln die Blätter und er mäht laufend Rasen. Mit dem Mähen häckselt er gleich die Blätter und verteilt dieses Gras-Laub-Häckselgut auf den leeren Dahlienbeeten, damit die Erde nicht bloß liegt während des Winters. Er meint, dass das Rasenmähen nicht so anstrengend ist, wie Laub zu harken.

Nach den Sturmtiefs 'Alfred' Ende Juni und 'Xavier' Anfang Oktober zieht Ende Oktober 'Herwart' über Deutschland eine weitere Spur der Verwüstung. Dazu regnet es endlos ... Die Temperaturen sind noch immer erträglich und so schaffe ich es doch noch, den Garten winterfest zu machen. Die Felder rundum sind so nass, dass die Bauern Probleme haben, den Mais zu ernten und freie Felder neu zu bestellen. Auch unser Garten ist ziemlich nass. Das Beet am Zaun haben wir nun größtenteils mit Shreddergut von den umgestürzten Bäumen abgedeckt.

Wir sind schon in der dritten Adventwoche. Seit Anfang November ist die Schiene ab und der Ringfinger sieht sehr vielversprechend aus. Er hat noch immer auf dem Fingerendgelenk einen Buckel, dort, wo die Sehne wieder verwachsen ist, aber ich kann die Fingerkuppe wieder krümmen und heben! Komplett krümmen kann ich sie nicht und Auswringen ist schmerzhaft. Wenn ich morgens die Schiene abnehme, sieht der Finger ganz normal aus, aber nach dem Waschen ist der Buckel schon wieder da. M.E. ist er aber in den letzten 5 Wochen schon kleiner geworden. Das Internet sagt dazu, dass unter dem Buckel die Verwachsungsnarbe ist, die noch abschwellen muss, eine gewisse Krümmung aber bleiben wird. Damit kann ich leben. Hätte ich eine schlaffe, hängende Fingerkuppe, könnte ich keine Fingerhandschuhe anziehen - bliebe ich nicht nur mit dem Finger in dem Handschuh hängen, nein, auch bei der Haus- und Gartenarbeit, bei allen möglichen kleinen Handarbeiten bliebe ich mit dem Finger hängen. 

Auch in diesem Jahr haben wir wieder daran gearbeitet, unseren Garten pflegeleicht zu gestalten. Das hat uns nun, zum Ende des Jahres, die Freiheit gegeben, uns wieder ein Wohnmobil zuzulegen. Und da wir auch unser Mitwirken in der hiesigen Theatergruppe aufgegeben haben, sind wir nun auch zu Weihnachten frei und nutzten gleich die Zeit dazu, mit unserem Wohnmobil eine erste Tour zu unternehmen - es ging an die Ostsee. Die Zeit war stürmisch und nass - aber was soll's, im WoMo war es sehr gemütlich. Die trockenen Stunden nutzten wir für Wanderungen und Stadtbummel. Einen ganzen Tag verbrachten wir in der Boddentherme in Ribnitz-Damgarten, einen weiteren in der Naturtherme Templin. Die Aufenthalte in den beiden Bädern haben wir sehr genossen.

Das Jahr 2017 war insgesamt sehr feucht und stürmisch.

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Ein milder, nasser, trüber Januar und ein kalter, sonniger Februar sind an uns vorbeigezogen. So oft wir Zeit hatten, fuhren wir mit unserem Wohnmobil los. Im kalten, feuchten März verbrachten wir sogar 6 Tage in Thüringen. Eine Teilstrecke legten wir auf dem Rennsteig zurück. Dort oben war noch tiefer Winter mit 20 cm Schnee auf dem Rennsteig. Wieder besuchten wir zwei schöne Thermen in Bad Langensalza und Bad Salzungen. Wieder daheim habe ich endlich Tomaten und Gurken ausgesät. Die Gurken sind gut aufgelaufen, das Pikieren haben sie auch gut überstanden und in diesem Jahr hoffe ich mal wieder auf reichlich Gurken. Die Tomaten sind ebenso gut aufgelaufen, aber nach dem Pikieren kommen sie nur schlecht wieder auf die Füße und nun, die Eisheiligen stehen vor der Tür und in wenigen Tagen wollte ich die Tomaten eigentlich auspflanzen, schauen sie nur fingerbreit aus der Erde! So kaufte ich mir also 3 Pflanzen; eine, die sich selbst ausgesät hatte, fand ich noch im Anzuchtbeet gegenüber dem Tomaten-. Ob die ausgesäten noch in diesem Jahr tragen werden???

Während in Niedersachen und Hamburg am vergangenen Wochenende teilweise Unwetter in Form von sintflutartigem Regen bzw. Hagelschauern niedergingen, blieben wir verschont. Sogar der Regen, der weithin in gemäßigter Form vom Himmel fiel, kam bei uns nicht an: Es ist also mal wieder staubtrocken und wir gießen und gießen und ...

Die Strauchpfingstrosenblüte Ende April/Anfang Mai war schnell beendet, 10 Tage währte die Schönheit nur. Am WE über den 1. Mai hatten wir liebe alte Freunde aus sehr weiter Ferne zu Besuch, daher luden wir nicht zur Blüte ein. Als Unwetter angekündigt wurden, bangten wir  auch um die wunderschönen Blüten. Das Unwetter blieb aus, aber die Trockenheit setzt den Pfingstrosen auch zu. In diesem Jahr habe ich mal wieder den Rosenbestand im Rosenbeet aufgestockt. Die zarten Triebe habe ich mit Pflanzhütchen zum Schutz vor der heißen Sonne und Wind abgedeckt. Darunter haben sie sich gut entwickelt. Leider habe ich dadurch aber auch nicht entdeckt, dass eine schon wieder die Triebe gestreckt hat. Was war die Ursache? Na, was schon: Eine Wühlmaus! Beim Gießen in den daneben eingebuddelten Pflanztopf verschwand das Wasser im endlosen Wühlmausgang. Die Rose konnte ich einfach so aus der Erde ziehen ...

Im Gemüsegarten hatten wir im vergangenen Herbst/Winter 2017 die Beete unterschiedlich gemulcht: Mit Phacelia/Tagetes-Saat, mit einem Laub-/Rasenschnittgemisch aus dem Rasenmäher, mit Heu und mit Stroh. Nun, im Frühjahr, meint Alfred, dass der Boden unter dem Laub-/Rasenschnittgemisch aus dem Rasenmäher am krümeligsten ist. Da wir aber überwiegend Eichenlaub haben, ist es nicht überall angebracht, dieses Mulchmaterial zu verteilen und auch nicht jedes Jahr.

Mitte Mai ist schon vorbei und es hat immer noch nicht geregnet, der Rasen wird nun braun.

Am vergangenen Pfingst-Wochenende sind wir nach Bad Zwischenahn und Westerstede in Ostfriesland gefahren und haben  am Sonntag auf dem Gelände der dort 2013 stattgefundenen Bundesgartenschau den sehr gepflegten 'Park der Gärten' mit einem großen Rhododendronteil besucht. Am Montag waren wir dann auch noch im Rhododendronpark Gristede, der Firma Bruns. Beide Gärten und auch der Rhododendronpark Hobbie  sind einfach überwältigend. Wo sonst bekommt man haushohe Rhododendronbüsche, in diesem Fall kann man ja nur von -bäumen sprechen, zu sehen!!! Im Park Hobbie waren wir nicht mehr, aber auch dieser ist auf jeden Fall sehenswert. Aber nur um diese Zeit - eben zur Zeit der Rhododendonblüte! Wobei der 'Park der Gärten' ganzjährig besucht werden kann, da es sich um das ehem. BuGa-Gelände handelt, in dem die heutige Bepflanzung auch immer noch wechselt. Der Wohnmobilstellplatz befindet sich unmittelbar neben dem Eingang zum Park der Gärten - bequemer geht's nicht.

Wir haben Mitte Juni durch und es hat immer noch nicht wesentlich geregnet. Mit der künstlichen Beregnung können die Pflanzen existieren, aber so richtig gedeihen sie nicht. Trotzdem sind in diesem Jahr, nicht nur bei uns, die Rosen besonders schön. Die neuen Rosen, mit denen ich im Frühjahr einige Lücken im Rosenbeet füllte, habe ich alle mit einem Topf nebenan versehen, in den ich regelmäßig Wasser gebe. Gestern habe ich auch den alten Rosen einen Topf zugesellt, da in Kürze ja die Sommerdüngung ansteht. Ich habe mir flüssigen Rosendünger gekauft, den kann ich dann gut über die Töpfe zugeben. Bisher hatte ich immer perlierten Dünger, der sich bei der Trockenheit aber nicht aufgelöst, wenn er in die Erde eingearbeitet wird und es nicht regnet!

10. Juli: Auch bis heute hat sich die Wetterlage noch nicht wesentlich geändert. In der Nacht zu heute und heute am Tage fielen einige Tropfen vom Himmel, die aber nicht der Rede wert sind.

   Dies ist die Berme, der Wirtschaftsweg, zwischen unserem Grundstück und dem Deichfuß. Das Gras am Deich ist von                          der Sonne verbrannt.

Die Kuhle im Deichvorland ist fast ausgetrocknet. Ein Altstorch zeigt hier seinen beiden Jungstörchen wo sonst das Futter ist.

Dahlienbeet auf der Waldwiese mit dem roten Perückenstrauch im Hintergrund

Dank Alfreds guter Pflege blühen in unserem Garten die ersten Dahlien. Auch die Kartoffeln stehen gut. Ebenso der Dill.

In dieser geschützten Ecke haben ganz links der Feigenbaum und die Stockrosen einen guten Platz

Dem Wein gefällt der Sonnen-Sommer auch gut, ebenso der Rose

 Rose 'Klostergarten Uetersen' an der Außendusche

Zweite Ernte bei den Großen Bohnen!

Vorne Gurken und Zucchini, mittig die Erdbeeren, von denen wir in diesem Jahr dank des Schafzaunes, den wir wegen der Waschbären aufstellten, eine sehr gute Ernte hatten, hinten rechts Erbsen und Bohnen, hinten links die Kartoffeln. Und überall dazwischen  D i l l !

 Wir machen bei dem schönen Wetter mit dem WoMo Urlaub unterm Storchenhorst

Blick auf den trockenen Deich. Die Rote Gartenmelde mag die Sonne.

Blumen- und Gemüsegarten sehen üppig aus - Dank Alfreds guter Pflege. Schaut man genauer hin, sieht man doch den stellenweise verbrannten Rasen. Der Deich ist braun.

25. August: Seit zwei Tagen ist es etwas kühler: Wir haben nicht mehr 30 ° >, wie des öfteren in den vergangenen Wochen, sondern nur noch um die 15 °. Die Zucchini wuchsen, dank Alfreds Wassergaben, noch ganz gut, die Gurken schon spärlicher; die Apfelbäume werfen viele Äpfel ab, hier beregnet Alfred nicht und so ist es den Bäumen einfach zu trocken; die Pflaumenbäume sind sehr üppig behangen, teilweise brechen die Äste unter der Last. Auch hier fallen viele Früchte ab, diese haben dann ein tierisches Innenleben. Seit gut 4 Monaten hat es in den meisten  Teilen Deutschlands keinen bedeutenden Niederschlag mehr gegeben, dafür gab es in einigen Orten Überschwenmmungen. Die Kuhlen im Elbevorland sind ausgetrocknet, der Elbepegel in Dömitz wird mit 5 cm gemeldet, die Elbeschifffahrt ist eingestellt.  Dieses sind einmalige Daten.

Am meisten leidet die Landwirtschaft unter dieser Extreme. Wir verbrachten vom 10.8. bis 17.8. mit dem Wohnmobil  eine Woche Urlaub in Thüringen, während Florian, der z.Zt. auf Urlaub in Deutschland ist, Haus und Garten hütete. Auf dieser Tour sahen wir, dass mancherorts das Getreide mit einer Höhe von nur ca. 30 cm geerntet wird. Der Mais ist teilweise nur einen halben Meter hoch und total braun, auch er wurde schon stellenweise geerntet. Es gibt in diesem Jahr keine zweite und schon gar keine dritte Heumahd. Wir sind froh, dass wir keine Schafe mehr haben. Wir hatten immer nur wenig Heu von unserer Grünfläche, hatten immer zugekauft. Aber in diesem Winter wird es nirgendwo Heu und Stroh zu kaufen geben, es hat in ganz Europa zu wenig geregnet. Aber, wie es so ist: In Teilen Österreichs hat es just  in diesen Tagen schwere Überschwemmungen gegeben. 

Auf dem mit Heu gemulchten Gurken- und Zucchinibeet fühlen sich die Wühlmäuse wohl. Trotzdem gibt es reichlich Zucchini. Da wir öfter mal unterwegs waren und Florian nicht alle Früchte allein essen kann, habe ich viele junge Früchte, gleich nachdem sie ansetzten, abgeknipst. Die Gurkenernte war nicht so üppig, wie ich es aus früheren Jahren gewohnt war, aber für unseren Gebrauch reichte es allemal. 

Pflaumen gab es ja überreichlich. Wir haben viele Beutel auf dem Deich für die Radler und Wanderer ausgelegt und sie wurden gerne mitgenommen. Vom Apfelsegen haben wir uns genug in den Keller gelegt, aus dem Rest ließen wir 145 Liter Saft pressen.

1. Oktober: Bis heute hat es bei uns immer noch nicht ergiebig geregnet. Die Temperaturen sind aber auf Herbstniveau gesunken - nachts auf bis zu +3°, heute sehe ich am Tage 13 Grad. Das ist der Jahreszeit angepasst, dazu ist es stürmisch und ab und zu beglückt uns ein leichter Schauer. Ich war heute wieder unterwegs, um den Grundwasserpegel abzulesen. Als ich abfuhr war der Himmel hell, als ich bei der Messstelle eintraf, begann es zu regnen. Ich hatte keine Regenkleidung an, somit empfand ich den Regen, zumal es dabei heftig stürmte, als kräftigen Guss, aber im Regenmesser war nicht mal 1 mm. Der Pegel ist übrigens leicht angestiegen: 1.9. - 252 cm, 1.10. - 249 cm, das Grundwasser ist also um 3 cm gestiegen.

5. Dezember: Gestern hat es endlich etwas mehr geregnet: 12 l/qm. Nicht viel, aber mehr, als es in den letzten 8 Monaten regnete. Es hat nun auch schon mehrmals gefroren, sodass wir bald Grünkohl ernten werden, der steht in diesem Jahr sehr gut. Die Wühlmäuse haben nur 3 schöne Pflanzen umgelegt und die Rehe waren noch nicht da. Die übrigen Gemüsegartenbeete hat Alfred auch in diesem Herbst wieder mit Phacelia und mit einem Laub-/Rasenschnittgemisch aus dem Rasenmäher gemulcht. Der Rasen grünt so langsam wieder durch. In 2017 hat Alfred alle 5 Tage mähen müssen, da der Rasen wg. des reichlichen Regens schnell wuchs. In diesem trockenen Jahrhundertsommer musste er wg. der Trockenheit  nicht einmal 5 Mal mähen!

Über den Jahreswechsel 2018/2019 touren wir mit unserem Wohnmobil für fast drei Wochen durch unsere alte Heimat: Schleswig-Holstein. Die Nordseeküste gen Norden, die Ostseeküste gen Süden. Das Wetter ist typisch: Viel Wind, Regen und Nebel. Keine Besuchertour, einfach nur Urlaub und zwei Tage in der Sauna in Brunsbüttel und Wedel.

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Am 8. Januar sind wir wieder in Gaarz. Die Tage sind nun ziemlich stürmisch und es gibt heftige Regenschauer. Österreich, die Alpen, das Erzgebirge und der Harz versinken um den 10.1. im Schneechaos. Die Lok der Harzer Brockenbahn bleibt mit einem Waggon für mehrere Tage nur 100 m vor der Gipfelstation im Schnee stecken, dann kann sie wieder freigeschaufelt und freigeschleppt werden. 

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Meldungen vom 13. Januar:

Wetter im Januar 2019: Polarwirbel zerbrochen!                                Meteorologen warnen vor krasser Kältewelle

Im Alpenraum türmen sich die Schneemassen.                                                                                         Das Winterwetter sorgt vielerorts für Chaos.

Skiorte in Österreich nicht mehr erreichbar

Die Schneemengen verursachen weiter Probleme.                                                                                      In Balderschwang im Allgäu sitzen 1.300 Menschen fest.                                                                     Auch in Österreich sind viele Orte von der Außenwelt abgeschnitten.

 

Die Schneefallgrenze soll von 600 Metern am Samstagabend auf 1.000 Meter am Sonntagmorgen steigen und am Montag wieder auf 500 Meter sinken.

Entspannen können sich die Einsatzkräfte in Bayern derzeit kaum.                                                                   Der aktuelle Regen macht die Situation noch ernster: Denn das zusätzliche Wasser erhöht die Last auf Dächern  und Bäumen. Und neuer Schnee ist bereits angesagt. 

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25. Januar: Mittlerweile ist Entspannung angesagt. Die Lawinengefahr besteht aber immer noch. Und wenn die Schneeschmelze einsetzt hoffen wir darauf, dass es nicht gleich zu warm wird, dann haben die Flüsse nämlich gleich wieder Hochwasser. 

Vorerst ist es aber noch kalt und heute Morgen hat es auch ein ganz wenig geschneit, heute Nachmittag ist davon aber nichts mehr zu sehen. Wir haben in diesem Jahr bisher ca. 40 kg Sonnenblumenkerne verfüttert und 10 kg Fettfutter. Ca. 100 Meisenknödel liegen noch auf Vorrat bzw. hängen viele davon an den Futterstellen im Garten, aber die Vögel verschmähen sie in diesem Jahr. Dafür lieben sie meine Home made gefüllten Kokosnusshälften: Kokosfett und Rapsöl mit Sonnenblumenkernen mit und oh. Schale, gehackt und ganz, mit gehackten Erdnüssen, Haferflocken und getrockneten Mehlwürmern. Gerade heute habe ich welche gemacht.

Dies ist die zweite Partie, die erste hatte ich schon im Dezember hergestellt. Da wir im Urlaub waren, hatten sie lange vorgehalten. Ich hänge auch immer nur einen zur Zeit auf, weil ich immer dachte, dass die Vögel ja noch die Knödel haben.

Gestern war ich bei Raiffeisen, um wieder Vogelfutter zu kaufen und erzählte, dass die Vögel die Meisenknödel nicht fressen. Da gab mir der Mitarbeiter den Tipp, die Knödel über Nacht mit ins Haus  zu nehmen, damit sie etwas weicher werden, am Morgen würden die Vögel sie dann fressen. Ich hab das auch so gemacht, aber die Vögel mögen sie trotzdem nicht. Dann habe ich heute in der Zeitung gelesen, dass einige Vogelarten die Kerne und Nüsse aus den Futtersilos und -stangen nicht fressen, sondern Körner-Streufutter auf dem Boden bevorzugen. Also habe ich einen Meisenknödel genommen und wollte ihn mit einem Hammer zerdrücken und unter die Hecke streuen. Der Knödel war aber so hart, dass ich ihn nicht zerkleinern konnte. Ich habe dann einen Schraubendreher als Meißel benutzt und mit vielen kräftigen Hammerschlägen diesen Knödel zerlegt. Ich hoffe, dass wärmeres Wetter auch die Knödel wieder auftauen lässt. Das Vogelfutter steht in der Garage, dort ist es natürlich kalt. Bei meinem selbst gemachten Futter gebe ich zum Kokosfett noch Rapsöl zu, damit es sich auch bei Frost noch gut picken lässt.

Es ist Mitte Februar und scheinbar hat der Frühling Einzug gehalten. Seit einigen Tagen scheint tagsüber die Sonne, nachts ist es aber frostig kalt. Alfred hat in den letzten zwei Wochen die Obstbäume geschnitten. Wieder  hat ihm die neue Obstbaumleiter gute Dienste geleistet. Gestern hat er die Feuerdornbüsche geschnitten, das ist immer ein schwieriges Unterfangen. Wenn von den dornigen Zweigen etwas auf dem Rasen liegenbleibt und wir bei der Gartenarbeit mit der Gummikarre drüberfahren, dann ist der Reifen platt. Alfred hat deswegen schon einen Vollgummireifen an seiner Karre, dafür läuft die aber auch schwerer.

Die Haselnuss blüht schon länger, die Schneeglöckchen beginnen nun, die männl. Salweide (Salix caprea 'Mas'), die mit den dicken gelben Kätzchen, von denen wir seit letztem Jahr 2 Hochstämmchen haben, lässt sich auch noch Zeit. Dagegen stehen der Winter-Jasmin, die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox) und die Zaubernuss (Hamamelis) in voller Blüte und herrlichem Duft dar.

Der Imker hat in diesem Winter die zwei Bienenstöcke in unserem Garten stehenlassen. Die Bienen haben schon wieder das Umfeld inspiziert und sind rege unterwegs. An den o.g. Sträuchern finden sie auch schon reichlich Nahrung.

Ich habe mich, wie schon im Vorjahr, wieder über Hummeln informiert und hätte nun auch noch gerne eine Hummelpension im Garten. Im vergangenen Jahr vergrub ich an zwei geschützten schattigen Stellen zwei Blumentontöpfe; es war wohl schon zu spät, sie wurden nicht von einer Hummelkönigin angenommen. Diese Art von Hummelhotel ist auch nicht sehr brauchbar. Nun, im Februar, ist die richtige Zeit zum Aufbau eines solchen Hummelkastens.

3. März: Seit heute ist Alfred wieder daheim. Er war 2 Wochen mit dem Wohnmobil im Sachsen, Thüringen und  Bayern unterwegs, war dort in Wäldern und Bergen wandern, hat zwischendurch 2 Ruhetage in den Thermen in Bad Brambach und Bad Lobenstein genossen. Das Vogtland hat es ihm besonders angetan. Er hat wieder viele nette Leute kennengelernt. Ihr kennt ihn... Ich hatte derweil 2 Wochen Urlaub am warmen Ofen in Gaarz.         

Alfred hat mir ein Geschenk aus dem Erzgebirge mitgebracht: Ein Hummelhotel!

 

Als Alfred unterwegs war, war ich im www auf der Suche hiernach und fand einen Anbieter, der mit dem Slogan 'Qualität aus dem Erzgebirge" warb. Alfred hatte mir geschrieben, dass er gerade im Erzgebirge angekommen sei. Also schickte ich ihm die Daten und der Anbieter wohnte sozusagen im Nachbarort. Einfacher ging es nicht - so ein Zufall!

4. März: Heute zieht das Sturmtief 'Bennett' über Deutschland. Laut Meteorologen sind lokal Böen bis zu 100 km/h möglich. Ausgerechnet am Rosenmontag! Daher gibt es in diesem Jahr KARNEVAL LIGHT. Auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen müsse aus Sicherheitsgründen verzichtet werden, kündigten das Kölner Festkomitee und die Stadt Köln an.  

21. März: Pünktlich zum Frühlingsanfang wird es warm!  Gestern, es war schließlich schon 22.58 Uhr, als der Frühling begann, haben wir es ja noch nicht bemerkt, aber heute ist bei uns ein wunderbarer, sonniger, warmer Frühlingstag. Endlich mal nicht dieser fiese, heftige Wind, wie er in den letzten Wochen überwiegend herrschte. Ich nutze den Tag um die Hummelhotels herzurichten: Bei dem obigen Modell lege ich zuunterst trockenes Laub, welches ich mit den Händen etwas zerknautsche, darauf kommt Moos, beides habe ich schon seit zwei Wochen auf dem Ofen getrocknet. Nun verteile ich eine Handvoll Lavendelblüten auf der Einstreu. Der Lavendelduft, wie auch die kleine Kunststoffklappe vor dem kleinen roten Vorbau, sollen die Wachsmotte davon abhalten, hier ihre räuberische Nachkommenschaft abzulegen. Obendrauf verteile ich die mitgelieferten Kapokfasern. Im Garten habe ich noch zwei größere Tonblumentöpfe unter dem Rhabarber und zwischen den Beerensträuchern, in denen ich Laub, Moos und Heu aufschichtete und sie mit dem kleinen Abzugsloch nach oben und ebenerdig im Beet vergrub. Rund um das Abzugsloch, welches nun als Einflugloch dient, liegen ein paar kleine Steine, obendrauf ein größerer, der verhindert, dass es in das Einflugloch hineinregnet.  Diese beiden Töpfe hatte ich auch im Jahr 2018 stehen, sie waren aber nicht belegt.   

Heute holte ich wieder einen Korb Äpfel aus unserem Vorratskeller. Dabei stellte ich fest, dass wir zu viele uneingeladene Mitesser haben, nämlich Mäuse. Die verwendeten Lagerkisten haben seitlich sowie teilweise auch unten, Löcher. Den letzten Apfel-Vorrat, den wir noch haben, hatte ich vor wenigen Tagen sogar noch mit einem feinen Drahtnetz in der Kiste eingewickelt, aber auch dadurch haben sie sich noch gezwängt und kräftig genascht. Einer Maus ist das aber nicht bekommen, sie hatte wohl zu viel gefressen und ist auf dem Rückweg in einem Loch hängengebliegen und gestorben/verhungert? Nun habe ich die Äpfel der letzten Kiste in eine neue, geschlossene Kiste geräumt. Ob sie diese geschlossene Kiste durchfressen werden? Teilweise sind die Löcher in den alten Kisten angeknabbert!                               

25. März: Nach vier angenehmen Tagen hat es heute Morgen wieder geregnet und unangenehm geweht. Im Tagesverlauf wechseln sich Regen und Sonnenschein ab. Mittlerweile blühen die Forsythien und damit ist es Zeit für den Rosenschnitt. Zwei Zierkirschen und die Ungarische Aprikose blühen auch. Der Aprikosenbaum steht seit 14 Jahren in unserem Garten. Die Blüte ist immer sehr früh und es sind zu dem Zeitpunkt nur wenig bestäubende Insekten unterwegs. Wir hoffen, dass die Bienen, die den vergangenen Winter ja bei uns verbrachten, schon gute Arbeit leisten und wir in diesem Jahr mehr Früchte haben werden.  Erstmals ernteten wir im Jahr 2018 vier Früchte davon. Diese waren aber auch wirklich lecker!

In unserer Nähe, ca. 25 km Ri. Perleberg, wohnt ein Kartoffelzüchter, bei dem wir schon seit Jahren unsere Pflanzkartoffel holen. Ich hatte 50 Kartoffeln der Sorte 'Agria' bestellt. Der Züchter berichtete bei der Abholung, dass die Ernte im letzten Jahr wg. der Trockenheit sehr schlecht ausgefallen wäre. Daher bekam ich von ihm nur 20 Agria-, 20 Concordia- und 10 Jelly-Kartoffeln. Bei einem anschließenden Besuch im Baumarkt fiel mir noch ein Beutel mit 10 Linda-Kartoffeln in den Einkaufswagen. Diese Auswahl habe ich, mit dem Nabel nach unten, in Eierkartons in den warmen Wintergarten gestellt. Dort keimen sie, bis Alfred sie um den 20. April in den Garten pflanzen wird. In der letzten Woche hat Alfred nach und nach im Garten das restliche Laub zusammengeharkt, auf den Beeten verteilt und es dort untergegraben. Der Gemüsegarten und die Beete auf der Schafweide sind für die Aussaat und Bepflanzung vorbereitet!             

Die Schneeschmelze elbaufwärts und der Regen hier und dort haben in den letzten Wochen dafür gesorgt, dass im Elbvorland hinter dem Deich zur Zeit viel Wasser steht und die Kuhlen wieder Verbindung zur Elbe haben. Damit kommen wieder Fische in die Kuhlen, und die Störche, die schon seit dem 24. Frebruar wieder hier sind sowie auch die Reiher haben genug Futter. Die Froschwanderung steht bevor und damit die Laichzeit. In der großen Wasserfläche hat der Laich anfangs gute Bedingungen, aber wenn das Wasser zu schnell schwindet, trocknet der Laich leider auch aus. Erst nach drei Wochen können Kaulquappen an Land leben. Wir freuen uns schon auf die abendlichen/nächtlichen Froschkonzerte, die erst im Mai vom Gesang der Nachtigall abgelöst werden.

Anfang Juli besuchen wir die in diesem Jahr in Wittstock stattfinden Landesgartenschau. 

Der Juli ist anfangs kühl; der Himmel ist oft bewölkt, Regen fällt aber nicht bei uns und leider weht es immer noch unangenehm heftig. Ab 20. Juli steigen die Temperaturen und am 25. Juli 2019 wird mit 42,6 Grad Celsius die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur in Lingen im Emsland gemessen.

Wieder ist also der Sommer zu trocken. Auf einem ehem. Bw-Übungsgelände bei Lübtheen, in Alt Jabel, brennen Anfang Juli rund 1.200 ha Wald nieder, wahrscheinliche Brandursache am 30.6.2019 ist Brandstiftung! Während des Katastropheneinsatzes kommen Löschhubschrauber zum Einsatz, die aus dem Freibad Probst Jesar Wasser bunkern. Der Wind facht das Feuer immer wieder an. Wegen des stark mit Munition belasteten Bodens kann das Feuer nur unter großen Sicherheitsvorkehrungen bekämpft werden. Wasserwerfer sowie Löschhubschrauber müssen einen Sicherheitsabstand von 1.000 m einhalten. Bw-Panzer bahnen Feuerschneisen durch den Wald. Rund 3.000 Einsatzkräfte, auch aus den angrenzenden Bundesländern, kommen zum Einsatz. Vier Ortschaften mit rund 650 Einwohnern, die unmittelbar an den Brandherd grenzen, werden wegen des Brandes und der starken Rauchentwicklung vorsorglich evakuiert Es dauert eine Woche bis das Feuer unter Kontrolle ist und die Evakuierten in ihre Dörfer zurückkehren können. Das Umweltministerium spricht vom größten Waldbrand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Der Rauch war noch in Berlin zu riechen. 

Wieder ist es auch in den Gärten und auf den Äckern zu trocken ohne künstliche Beregnung. Mit der Bepflanzung der Beete um die Wohnzimmer-Terrasse bin ich schon länger nicht zufrieden. Zur linken Seite stehen Rudbeckia fulgida, die immer als erste die Köpfe hängen ließen, rechts war ein gemischtes Beet mit Akelei, Johanniskraut, Lilien und weißem Polsterphlox, was mir zu gemischt war. Aus beiden Beeten entnahm ich die Pflanzen, mischte je 1 Eimer Sand unter die vorhandene Erde, pflanzte Lavendel und deckte die Beete mit Splitt ab. Im Beet Richtung Deich sind die Lilien und der schöne Mohn, der sich selbst ausgesät hatte, verblüht, es blühen noch rote Echinacea. Diese ziehen in das Beet eine Etage tiefer um und dann kommt auch hier Lavendel ins Beet. Die Gaultheria aus dem Pfingstrosenbeet geht ihm Sommer immer im weißen Steinkraut unter, ich verpflanze den Restbestand an die Kante des Beetes vor der Veranda. Hier ist genug Schatten und so setzte ich außerdem noch ein paar Hortensia macrophylla ein. Den Dahlien, die Alfred hier immer pflanzte, behagte der Platz nicht so sehr, da zu wenig Sonne.

Im Gemüsegarten gab es mit Beregnung genug Erdbeeren, Erbsen und dicke Bohnen sowie Johannis- und Stachelbeeren. Die Stangenbohnenernte ließ sich auch gut an. Die 2. Ernte lässt auf sich warten. Da wir in diesem Frühjahr des öfteren mit dem WoMo unterwegs waren, habe ich außer Rote Bete kein Gemüse ausgesät. Ich kaufte mir je 3 Zucchini- und Hokkaido-Kürbis-, 4 Tomaten- und 5 Gurken-Pflanzen. Von den Zucchini-Pflanzen habe ich vllt. 5 Früchte ernten können, dann haben die Wühlmäuse sie abgefressen. Genauso ging es mir mit 3 Gurkenpflanzen. Die Tomaten stehen ja sicher oben an der Werkstatt, dort hatte ich viele schöne Früchte, zumal ich noch 4 weitere Pflanzen geschenkt bekam. 

Der Pfirsichbaum und die Pflaumenbäume fanden zwar regen Zuspruch bei Waschbären, Bienen und Wespen, aber trotzdem blieb auch noch genug für uns übrig. In 2017 hatte Alfred die Apfelquitte stark beschnitten, weil der Baum so schief wuchs, daher hatten wir in 2018 nur sehr wenig Früchte, unser Nachbar half uns mit Früchten von seiner Birnen-Quitte aus. In diesem Jahr trägt sein Baum nur sehr wenig, dafür unser reichlich. So können wir ihm in diesem Jahr etwas davon überlassen. 

Die Birnenbäume tragen sehr reichlich. Äpfel werden wir in diesem Jahr nicht so reichlich ernten können. Ich habe neue, geschlossene Lager-Boxen gekauft. Durch die Gitterboxen, in denen wir bisher die Äpfel lagerten, krabbelten die Mäuse einfach durch und richteten großen Schaden an. Ich hoffe, dass sie nicht die Plastikkisten durchknabbern werden. Apfelsaft werden wir in diesem Jahr wohl auch nicht so reichlich bekommen. 

Mitte Juli hat Alfred einen Unfall. Bei einer Mähaktion mit dem Schwadmäher mäht er sich am rechten Fuß die mittleren drei Zehen an. Unter den Zehen ist die Haut noch intakt. Nach einer Woche kommt er mit Krücken zurück und kann vorerst nicht so, wie er gerne möchte, muss die Füße stillhalten! Lediglich für die Beregnung des Gartens in diesem wieder so trockenen Sommer kann er sorgen. Erstmals sitze ich auf dem Rasenmähertraktor und mähe unser Grün - und es macht Spaß! Nach einem Monat werden die Fäden gezogen, die die Zehen zusammenhielten, nach zwei Monaten werden die Drähte gezogen, auf die die Zehen aufgefädelt waren. Die drei Zehen sind im Grundgelenk beweglich, die Zwischengelenke des mittigen Zehes sind steif. Nach weiteren vier Wochen kann Alfred wieder flüssig laufen. Vielleicht auch deshalb, weil ich gesagt habe, dass er erst dann wieder Schlüssel für ein motor-betriebenes Fahrzeug bekommt?!

Unsere Kartoffelernte 2019: 

Von 10 Stück ausgepflanzten Concordia-Kartoffeln, eine mittelfrühe, festkochende Sorte, ernteten wir zwei 10 l-Eimer. 

Meine persönliche Erfahrung mit 'Concordia': Diese Kartoffel ernteten wir als Frühkartoffel und so war es nur logisch, dass sie uns nach der langen Zeit mit den Lagerkartoffeln ausgezeichnet schmeckte.

Von 20 ausgepflanzten Agria-Kartoffeln, eine mittelfrühe, vorwiegend mehligkochende, sehr ertragreiche Sorte, ernteten wir fünf 10 l-Eimer; Diese Kartoffel schmeckt uns schon, seitdem wir Kartoffeln anpflanzen - seit 2005. 

Meine persönliche Erfahrung mit 'Agria': Ich bevorzuge große Kartoffeln - die 'Agria' ist teilweise recht groß  und lässt sich gut schälen, in manchen Jahren hat sie zum Ende der Lagersaison hohle Stellen im Inneren. Sie hat eine appetitliche gelbe Farbe, ist cremig und schmeckt uns die ganze Lagerzeit sehr gut. Sie keimt erst spät und ist damit eine gute Lagerkartoffel.

Von 20 ausgepflanzten Jelly-Kartoffeln, mittelfrüh bis spät, vorwiegend festkochend, ernteten wir  drei 10 l-Eimer.

Meine persönliche Erfahrung mit 'Jelly': Eine feste Kartoffel, was man auch schon beim Schälen merkt. Sie liegt im selben Kartoffelkasten wie die ''Agria', hat aber Ende Januar schon ausgeprägte Keime von 1 cm Länge. 

Von 10 ausgepflanzten Linda-Kartoffeln, mittelfrüh, festkochend, ernteten wir zwei 10 l-Eimer. 

Meine persönliche Erfahrung mit 'Linda': Den Geschmack fanden wir nicht so hervorragend, wie er gelobt wird. Beim Schälen musste ich jedes der zahlreichen tiefliegenden 'Augen'  extra ausstechen. Einige Kartoffeln sind ohne Biss, sehr blass und schmecken wässrig.

Meine obigen persönlichen Erfahrungen mit der jeweiligen Kartoffel habe ich Anfang Februar 2020 hinzugefügt.

Die Gemüsepflanzen entwickelten sich prächtig, da Alfred sie immer gut feucht hielt. Wir hatten keine Kartoffelkäfer und auch keine Krautfäule. Leider waren die unterirdischen Erntehelfer schon fleißig, bevor wir ernteten.  Mit der Ernte der Concordia begannen wir schon Anfang Juli, zu der Zeit haben wir noch keine Fraßschäden durch die Wühlmäuse feststellen können. Als ich mir nach der restlichen Kartoffelernte am 20. August die Menge der angefressenen Kartoffeln anschaute, dachte ich mir, dass die Ernte ohne die Erntehelfer bei jeder Sorte um gut einen Eimer mehr hätte ausfallen können. Die Jelly ist zudem noch stark nach oben gewachsen. Alfred zog zum Pflanzen eine tiefe Rille, da hinein machte er mit dem Spaten ein Loch, in das er die Kartoffel legte und füllte das Loch mit Kompost auf. Zeigt sich das Blattgrün, dann zog er die Rille zu. Wenn alle Kartoffeln grüne Blätter zeigen, werden die Reihen angehäufelt. Trotzdem wuchsen bei der Jelly viele Kartoffeln aus der Erde, die natürlich grün wurden. Die Agria hat sehr große Kartoffeln, da schaut auch mal eine heraus. Aber seitdem sie beim Pflanzen auch noch in ein Loch kommen, welches in der Rille ist, haben wir von der Agria nicht mehr so viele grüne Kartoffeln. 

Nun sind noch Sellerie, Rote Bete, Hokkaido-Kürbisse, Mangold, Stangenbohnen und Grünkohl in der Erde. Die abgeernteten Beete der Erbsen, dicken Bohnen, Gurken ... wurden mit Phacelia eingesät.

Der September hat viele schöne Tage, aber die letzte Woche bringt auch endlich den heiß ersehnten Regen: Nicht viel, aber immerhin 30 l/qm. Schmuckkörbchen/Cosmea, Eisenkraut/Verbena bonariensis, Goldmarie/Bidens ferulifolia und Steinkraut/Alyssum,  blühen noch wunderbar. Die Dahlien sind nicht überall so prächtig, wie in den Vorjahren: Im Gemüsegarten blühen sie schön üppig. Auf dem Beet unter dem Storchennest hatte Alfred an die 100 Sonnenblumen, die ich vom Wintervogelfutter ausgesät hatte, zwischen die Dahlien gesetzt, ebenso beim Stall. Die Sonnenblumen haben einen großen Wasser- und Nährstoffbedarf und haben den Dahlien das Wasser und Futter abgegraben. Hier haben die Dahlien erst besser geblüht, nachdem die Sonnenblumen gerodet waren. Die Vögel hatten sich hier ausgiebig bedient und die Sonnenblumenkerne waren ausgefressen. Im Frühjahr hatte ich beim Rückschnitt der Hortensie paniculata 'Konfetti' Stecklinge genommen und über den Sommer gehegt und gepflegt. Dieses hat sich gelohnt: Aus den Stecklingen sind 12 kräftige Pflanzen geworden, für die ich nun einen Platz finden muss. 

Wir haben Oktober und die Gartenarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Äpfel sind gepflückt und die 10 neuen Lagerboxen bestückt. Außerdem haben wir zweieinhalb Säcke mit Äpfeln und einen Sack mit Quitten zum Entsaften gebracht, das ergab 75 l Apfel-Quittensaft. Der Quittenbaum war gut bestückt, aber die Apfelernte ist im Vergleich zu den Vorjahren mäßig. Nun sind die Dahlien und Sommerblumen dran und kommen auf den Kompost. Vor zwei Wochen blühte alles noch so schön! Nun hat es ein paar Regenschauer gegeben und die Blütenpracht ist hin. In der Nacht zum 7.10. hatten wir 0 Grad und das hat gereicht, um der Pracht den Rest zu geben. 

Mitte November hatte ich eine erfolgreiche Katarakt-OP am linken Auge. Vier Wochen erfreute ich mich daran, wie gut ich mit dem operierten Auge die Zweige an den Bäumen erkennen kann. Seit der erfolgreichen zweiten OP Mitte Dezember freue ich mich auch noch darauf, wie gut ich ab der kommenden Saison das Unkraut im Garten erkennen werde!

Am 18. November erlebt Venedig die dritte Flutwelle. In Italien und besonders in Südtirol wird weiter vor extremen Niederschlägen und Stürmen gewarnt. Das Hochwasser mit rund 150 cm hat schwere Schäden nicht nur am Markusdom hinterlassen.

Im November, Dezember und Januar machten wir zwischendurch mit dem Wohnmobil Urlaub im Harz, an der Weser und in Osthessen, wo wir uns in geschichtsträchtigen Städten an wunderschönen alten Fachwerkhäusern erfreuten.

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Der Januar begann bei uns sehr durchwachsen mit Sonne, Nebel, viel Wind, Temperaturen selten unter dem Gefrierpunkt und immer noch zu wenig Regen.

Anfang des Monats verbrachte unser Sohn ein paar Urlaubstage bei uns.

Ende Januar/Anfang Februar ziehen einige Tiefs über Deutschland und bringen auch bei uns einigen Regen. Der Elbpegel steht am 4. Feb. bei 110 cm.

Auch der Februar bringt keinen Regen, erst im März fallen 24 l/qm - immer noch viel zu wenig, um das Minus des letzten Jahres aufzufüllen.

Im März säe ich die Tomaten, Gurken, Zucchini und weitere Gemüse und Salate in Schalen aus. Im letzten Jahr hatte ich nur gekaufte Pflanzen, da wir mit dem WoMo Ausflüge unternahmen und ich dann nicht gießen konnte. In diesem Jahr hat Alfred im März gerade noch 2 Wochen Fahrrad- und Fußwander-Urlaub in den deutschen Mittelgebirgen machen können, dann holte ihn das Corona-Virus ein und er kehrte heim, bevor die Ausgangsbeschränkungen verhängt wurden und im Zusammenhang damit aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sogar die Touristen ausreisen mussten. Das Corona-Virus wird uns in diesem Jahr wohl noch länger von weiteren Ausflügen mit unserem WoMo abhalten, und wer weiß, wie sich die Versorgungslage noch so entwickelt, außerdem schmeckt Gemüse aus dem eigenen Garten doch besser, als Gemüse aus dem Geschäft. In diesem Winter müssen wir unsere Lageräpfel zwar nicht mit den Mäusen teilen, aber die Äpfel sind nicht so ansehnlich wie sonst. Die meisten Äpfel haben ein braunes Kerngehäuse und faulen von innen heraus, außerdem hat die Schale viele braune Flecken, die sogenannte

Stippigkeit (Stippe) beim Apfel     (Quelle: Ldw.Kammer NRW)

Schadbild:

Die Schale von Apfelfrüchten weist kleine braune Flecken (Stippen) auf, die leicht eingesunken sind. Das unter der Schale liegende Fruchtfleisch ist im Bereich der Stippen verbräunt. Betroffene Früchte schmecken zudem leicht bitter.

Schaderreger:

Die Stippigkeit (Stippe) beim Apfel ist eine physiologische Erscheinung, die durch Calcium-Mangel in den Früchten ausgelöst wird. Es gibt verschiedene Gründe, warum es zu einem derartigen Mangel kommen kann. Zunächst ist die unterschiedliche Anfälligkeit der einzelnen Sorten zu nennen. Gefördert wird die Stippe vor allem durch einen hohen Kalium- und Magnesiumgehalt im Boden, da beide Nährstoffe als Antagonisten zum Calcium fungieren und dessen Aufnahme behindern. Weitere Faktoren, die die Stippe begünstigen, sind ein übermäßig starker Behang mit großen Früchten, starke Baumschnittmaßnahmen, eine unausgewogene Wasserversorgung und ein hoher Stickstoffgehalt im Boden sowie eine zu frühe Beerntung.

Gegenmaßnahmen:

Achten Sie auf eine möglichst ausgewogene Nährstoffversorgung im Boden (Bodenuntersuchung). Zusätzlich können zur Fruchtreife gezielte Spritzungen mit Calcium-Düngern durchgeführt werden. Die Dünger sind von Juni an bis zum Beginn der Ernte wiederholt auszubringen.

Wir hatten vor ein paar Jahren mal Kali-Magnesia ausgebracht, ob es daran liegt? Am Baumschnitt müssen wir vllt. etwas ändern, die Bäume müssen immer viel lassen. Die Wasserversorgung können wir bei den vielen Bäumen nicht wesentlich beeinflussen. Wir warten ab, wie sich die Fruchtgesundheit entwickelt, ob es sich wieder gibt, wenn die Witterung wieder feuchter wird! Unsere 2 Walnussbäume sind noch nicht so groß, dass wir Nüsse ernten könne, also kaufte ich mir unterwegs auf einem Weihnachtsmarkt einen großen Beutel. Leider sind die Nüsse sehr hart und 9 von 10 Nüssen haben innen schwarze Früchte.

Der März hat schon einige schöne Tage mit Temperaturen, die das Wachstum der Sträucher in Schwung bringen. So auch die Bauern-Hortensien, Magnolien und Strauchpfingstrosen. Diese haben schon kräftig Knospen und viel Laub getrieben und nach einigen frostigen Nächten im April sehen einige Pfingstrosen ziemlich schlapp aus, es wäre wirklich schade, wenn diese nun nicht mehr blühten, ebenso die Hortensien. Die Magnolien hatten noch genug Knospen in petto, aber dazwischen sind auch die verfrorenen braunen Blütenblätter unschön zu sehen. Auch einige vorwitzige Rosenknospen haben einen Dämpfer bekommen. Die ausgesäten Tomaten, Gurken und Zucchini haben sich überwiegend gut gemacht, es gibt immer ein paar Kandidaten, die nicht so wollen, wie ich es gerne hätte. Ich habe also noch ein paar Tomaten und Gurken nachgesät. 

Die Winter-Vogelfütterung ist abgeschlossen. Wir verfütterten je 5 kg getrockenete Mehlwürmer, Erdnüsse, Erdnussbruch und geschälte Sonnenblumenkerne; 20 kg Fettfutter, 300 Meisenknödel und 300 kg Sonnenblumenkerne. Am 6. April ziehen die ersten Schwalben wieder ein!

Zum Osterfest ist es wegen der Ausgangangsbeschränkungen durch die Corona-Pandemie recht still auf den Straßen: Es gibt keine Familienbesuche, keine Gottesdienste, keine Ostertouristen... Mitte April blühen die Kirsch-, Birnen-,  und Pflaumenbäume in voller Pracht. Hoch oben thront der Storchenhorst und wir warten darauf, dass der Nachwuchs schlüpft - drei Eier hat Alfred mit der Drohne gesichtet.

Der nächste Flug brachte Gewissheit über 5 Eier, alle wurden ausgebrütet, ein Störchlein verschwand spurlos, eines wurde aus dem Nest geworfen, die letzten drei haben auch die wenigen stürmischen Tage mit Starkregen, Hagel zum Ende Mai gut überstanden und haben sich im Juli auf ihren eigenen Weg gemacht.


    21. Mai 2020: Unser Garten 

Die Strauchpfingstrosenblüte fiel in diesem Jahr eher bescheiden aus. Während einige Sträucher keinen Frostschaden  hatten, waren andere rundherum braun geworden und die Knospe entfaltete sich nicht. Das war aber nur bei den niedrigen Strauchpäonien so, die hohen Rockii Strauchpfingstrosen haben schön geblüht. 

Im Gemüsegarten gedeiht auch alles gut. Die 70 Kartoffeln, die Alfred in diesem Jahr legte, haben alle schön ausgetrieben. Die vorgetriebenen blauen Stangenbohnen beginnen schon zu ranken und Zucker-, wie auch Markerbsen sind nun so groß, dass ihnen sie Vögel nichts mehr anhaben können. Alfred musste sie zum Schutz gegen die Spatzen abdecken. Fenchel, Gurken, Knoblauch, Lauch, Mangold, Möhren, Rote Bete, Zuchini, Zwiebeln sind im Garten in der Erde und haben sich über den Regen und bedeckten Himmel in der dritten Maidekade gefreut. Basilikum und Tomaten haben auch wieder ihren Platz bekommen und stehen einträchtig im Sonnenbeet unter dem Dachüberstand der Werkstatt.

Zu Himmelfahrt sind wir von unserem ersten WoMo-Urlaub zurück. Bisher waren touristische Ausflüge noch wg. des Corona-Virus untersagt.

Alfred ist den Sommer über mit Rasenmähen und Beregnen beschäftigt. Mein Notizkalender sagt mir, dass es immer mal wieder regnet, die Gartenerde und der Rasen sehen aber nicht danach aus. Im August fahren wir für ein paar Tage in den Urlaub. Als wir abfahren, sind die wenigen Zwetschen an den Bäumen noch unreif, als wir nach 2 Wochen wieder daheim sind, sind sie verschwunden: Die Waschbären haben ganze Arbeit geleistet! Wir haben nicht mal Pflaumen für einen Kuchen gehabt! Die übervoll behangenen Apfelbäume haben zwar beim Junifall viele Früchte verloren, versprechen aber noch immer eine gute Ernte. Mittlerweile sind die Bäume groß und dadurch, dass wir unter den 40 Apfelbäumen 30 verschiedene Sorten haben, ist auch bei Frost zur Obstbaumblüte immer noch der eine und andere Baum dabei, der zum Zeitpunkt des Frostes schon geblüht hat oder später noch blühen wird.
Die Dahlien blühten in allen Beeten, unterm Storchenhorst, wie auch im Gemüsegarten und im Feenkreis, nicht so üppig wie aus den Vorjahren gewohnt, ihnen war es wohl zu trocken und wir haben auch das Ausschneiden des Verblühten etwas vernachlässigt. Die gelbe insektenfreundliche Sterndahlie 'Honka' überwog.

Das Hortensienbeet vor der Veranda hatte im Frühjahr unter Frost gelitten und da die H. macrophylla an den Vorjahresstängeln blüht, zeigt sie in diesem  Jahr leider nur verhalten ihre schönen Blüten. 

Das im Vorjahr mit Allium und Lavendel bepflanzte Beet um die Wohnzimmerterrasse blühte wunderschön und sehr lange. Die zwei Alliumsorten blühten früh über einen langen Zeitraum nacheinander und dann entfaltete der Lavendel seine Pracht und seinen Duft. Über das Beet habe ich mich sehr gefreut. Eine Etage tiefer auf der Seite zum Gartenweg hatte ich vor zwei Jahren Echinacea-Sämlinge gepflanzt, die im letzten Jahr auch schön blühten. In diesem Jahr wurden sie aber vom weißen Steinkraut förmlich überwuchert. Da muss ich mal schauen, was überlebt. Noch eine Etage tiefer, direkt neben dem Gartenweg, hatte ich in den letzten Jahren auf zwei qm Fetthenne-Sämlinge 'Karfunkelstein' gepflanzt, diese kommen aber nicht so richtig in  Schwung. Im Frühjahr werde ich ihnen nochmals etwas Sand zu Füßen legen.

Ende August haben wir schon die Kartoffeln gerodet. Das Kraut war nach der Blüte sehr schnell vergangen, die Krautfäule hatte zugeschlagen. Die Ertragsmenge ist zwar zufriedenstellend, aber die Kartoffeln haben kleine eingesunkene Stellen, die Knollenfäule! Nun mögen wir sie nicht in die Kartoffelkiste im Keller einbringen, da sich dann der Pilz in der Kartoffelkiste einnistet und wir uns damit künftig die Kartoffeln verderben.

Bis Anfang Oktober begleiten uns bei der Gartenarbeit und beim Abendessen auf der Terrasse noch die vielen, vielen Schwalben, die in 30 Nestern auf unserem Hof in diesem Jahr heranwuchsen. 

Mittlerweile ist es Ende Oktober. Die Apfelernte ist vorbei. Die 50 Obst-Halbstammbäume sind auf einer Fläche von ca. 50 qm x 30 qm verteilt. Einige Bäume waren sehr ertragreich, andere weniger, einige hatten keine Früchte. So ist es nun mal! Was auffiel, war, dass Bäume einer Sorte, die an entgegengesetzten Ecken des Obstgartens stehen, auch ganz unterschiedlichen Ertrag hatten. Das fiel uns bei den Sorten Elstar und Jonagold auf. Nachdem wir uns die schönsten Früchte zum Einlagern herausgesucht hatten, brachten wir 5 Säcke Äpfel, 1 Sack Quitten und 1 Sack feste Birnen zum Mosten und ließen sie zusammen pressen. Heraus kamen 125 l köstlicher Apfel-Most mit  einem Hauch von Quitte und Birne. Von den letzten gepflückten und gefallenen Äpfeln brachten wir nochmals 7 Säcke zum Mosten, die uns 85 l puren Apfelsaft brachten. In diesem Jahr haben wir also einen reichlichen Saftvorrat von 210 l anlegen können.     

Das Bereinigen der Blumenbeete zieht sich wieder dahin. Einerseits blüht es doch noch so schön!!! Andererseits regnet es alle paar Tage etwas und die Erde ist so feucht, dass sie sich nicht vom aufgezogenen Unkraut abschütteln lässt. Ich muss also im Frühjahr wieder Erde in Form von Kompost zurückbringen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren hat es in diesem Jahr noch nicht gefroren, die Temperaturen waren kaum im einstelligen Bereich. Dass ich so spät noch bei erträglichen Temperaturen im Garten arbeiten konnte, war geschenkte Zeit. 

Wegen Corona reisten auch alle Gäste aus Florians Tauchparadies ab. In der Nacht darauf verunglückte Florian beim Schlafwandeln, er stürzte ca. 5 m tief auf einen Steinfußboden. Mit zahlreichen Prellungen und starken Schmerzen mußte auf dem einsamen wunderschnen Atoll Flores vor der Küste Borneos ausharren: Kein Boot und kein Flieger durfte starten oder landen. Nach 2 Monaten konnte er endlich nach Denpasar/Bali reisen. Dort wurde ein zweifacher Bruch der rechten Hacke festgestellt. Daran war nichts mehr zu ändern und so musste er den Fuß lediglich noch 2 weitere Monate schonen. Mitte Juli kam er dann nach Deutschland. Da er hier 2 Wochen Quarantäne einhalten musste, quartierte er sich, durch die- Vermittlung eines Freundes, für diese Zeit in Lübeck ein. Hier blieb er auch bis Anfang November. Dann reiste er wieder nach Bali. Dort wartete seine langjährige Freundin auf ihn.


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Januar und Februar brachten uns 33 l Niederschlag als Regen und 33 cm als Schnee. Die niedrigste Temperatur bei uns betrug -13,5 Grad C in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar. Der Schneefall begann am 29. Januar mit angenehmen 7 cm. In den folgenden Tagen taute davon zwar wieder etwas weg, aber in der Nacht zum 9. Februar gab es nochmals 10 cm, am 12. fielen 6 cm und den letzten Schnee von 10 cm schickte Petrus am  12.2. Dazwischen taute es immer mal wieder, aber die Kinder der letzten Jahre lernten mal echten Schnee kennen und konnten mit dem Schlitten am Deich Schlittenfahren. Bis das Schmelzwasser aus dem oberen Elblauf kam und das Elbvorland landunter setzte. Ende Februar sank der Pegel aber schon wieder. 

!

Unser Apfelgarten mit Alfreds Heckenlandschaft dazwischen





  

Alfred konnte endlich mal wieder seine Schneefräse einsetzen.


11. Jui 2021: Auweia, da habe ich ja schon lange nichts mehr aktualisiert! Wo blieb nur die Zeit?

Während des durch Corona bedingten Lock downs gibt es immer genug zu tun und zu planen. In diesem Winter habe ich mich mal wieder mit dem Brotbacken beschäftigt. Habe einen Sauerteig hergestellt und seitdem gibt es nur noch selbst gebackenes Vollkornbrot bei uns. Noch! Mal sehen, wie lange noch. Es schmeckt uns ausgezeichnet, aber das Backen mit Sauerteig will gut geplant sein! 

Seit dem 7.5.2021 ist unser Sohn wieder aus Bali zurück in Deutschland und wohnt wieder/noch bei uns. Warten wir es mal ab, wohin ihn sein Weg führt. Corona und seine Auswirkungen haben den Tourismus weltweit zum Erliegen gebracht. Seit Anfang des Jahres gibt es Impfungen für Personen 80+ sowie für Krankenhaus- und Pflegepersonal. Im März nehmen auch wir die Möglichkeit zur 1. Impfung wahr. Im Mai kommt Florian wieder nach Deutschland. Vor der Abreise hat er noch seine langjährige Freundin geheiratet.

Die Anzucht der Gemüsepflanzen für unseren -garten gelingt in diesem Jahr nur mäßig, aber damit stehe ich nicht allein da, alle Hobbygärtner haben aktuell ein Problem damit, weil es zu lange zu kalt und auch zu feucht war. Ja, endlich mal wieder feucht: Bis Mitte Mai hat es des öfteren gut geregnet, aber seitdem ist es schon wieder recht trocken im Garten. Er hält sich gut, aber auch nur, weil Alfred schon wieder beregnet. Ansonsten haben wir im Gemüsegarten die Erdbeeren, Bohnen, Gurken, Kürbis und Zucchini dick mit Stroh gemulcht und das hat z.B. bei den Erdbeeren einen sichtbaren Erfolg: Viele, viele Erdbeeren hängen dran. Aber auch sie werden später als sonst reif werden. Gestern hat Alfred den E-Zaun aufgestellt, damit die Erdbeeren auch bis in die Küche kommen und nicht vorher von den Waschbären geerntet werden! 

War das vorgezogene Gemüse erst einmal groß genug, um ausgepflanzt zu werden, fasste es schnell Fuß und wuchs. Nachts mussten wir aber bis nach den Eisheiligen immer mit Frost rechnen. 

Die in 2020 neu mit Lavendel neu bestückten Beete auf der oberen Ebene um die Wohnzimmerterrasse haben den Winter sehr unterschiedlich überstanden: Die 2020 gekauften Pflanzen auf der sonnigen Schrägung der Hauswarft auf der Südostseite trieben früh aus und blühten sehr üppig. Die 2020 gekauften Pflanzen an der Schrägung zur Nordwestseite, also nicht so viel direkte Sonne wie gegenüber, hier waren die Pflanzen erfroren! Ich musste neue pflanzen. Die aus Sämlingen unseres Gartens bestehende Pflanzung  an der Südwestseite, Richtung Deich, blühte sehr verhalten. So hatte ich aber über einen sehr langen Zeitraum Lavendelduft auf dieser schönen Sonnenterrasse vor dem Wohnzimmer, denn alle drei Sorten blühten zu unterschiedlichen Zeiten. Der zwischengepflanzte Allium schwebte hoch über dem Lavendel - ein schönes Bild!

Abends sind wir in diesem Jahr mal wieder auf Schneckenjagd. Sie sind überall versteckt: Astern, Bohnen, Dahlien, Erbsen, Katzenminze, Kartoffeln, Lavendel, Storchenschnabel Thymian, Zwiebeln - nichts ist vor ihnen sicher!!! Im Gras, wenn sie im Anmarsch auf den Gemüssegarten und die Blumenbeete sind, findet man sie sowieso. In den letzten zwei trockenen Jahren hatten wir damit keine Last, aber nun mal wieder! Die Spatzen pickten den Erbsen die Spitzen ab.  Das Tomatenbeet wurde im vergangenen Herbst neu befüllt mit Komposterde. Der Ertrag hatte in den letzten Jahren stark nachgelassen, nun hoffe ich wieder auf eine gute Ernte. Das Basilikum, welches ich immer dazupflanze, hat annähernd 4 Wochen auf sich warten lassen, bis es endlich keimte! Alfred legte ein Möhren-Saatband, welches gar nicht keimte. Ich säte Pastinaken, Romana- und Lollo Rosso-Salat, die aufgelaufenen Pflänzchen kann ich schnell zählen. Bisher holte ich unsere Kartoffeln immer bei einem Züchter auf meinem Weg nach Perleberg. In diesem Jahr ist ja alles anders: Wegen des Corona-Lockdowns fanden die Veranstaltungen, wegen derer ich nach Perleberg fuhr, nicht statt und so hatte ich keine Veranlassung nach Perleberg zu fahren, also kaufte ich dort auch nicht die Kartoffeln. Hier, in unserer näheren Umgebung, gab es die Sorte Agria nicht, wir pflanzten dafür die rotschalige 'Laura'. Mit dieser Kartoffel machten wir auch schon mal gute Erfahrungen und auch in diesem Jahr hatten wir eine gute Ernte. Nicht nur bei den Kartoffeln, sondern allgemein. Wir haben mal wieder Möhren geerntet (der 2. Versuch gelang) und auch der Porree sah gut aus. Wir hatten auch ein Netz gegen die Lauchmotten gekauft, aber Alfred meinte, dass ihn das Netz beim Bewässern stören würde und so legten wir es nicht aus. Nun, im Herbst, sieht er auch, dass wir mit dem Netz eine bessere Ernte hätten. Die Hälfte der Porreestangen muss ich abschälen und wegwerfen, weil die Larven der Lauchmotten sich eingenistet haben. Und von den Möhren muss ich auch viel wegschneiden, weil sich hier die Larven der Möhrenfliege einnisteten. Es ist so schade drum! 

Auch wenn es anfangs nicht so aussah, so hatten wir doch eine reichliche Apfelernte und mit 120 l purem Apfelsaft, 125 l Apfel-Quitten-Saft und 40 l Apfel-Quitten-weiße Traube-Saft, insgesamt also 285 Liter Saft aus unserem Garten, sind wir mehr als zufrieden. So viel Saft können wir alleine nicht trinken, er ist auch immer ein beliebtes Mitbringsel. Birnen gab es aber nur einige wenige.

Der Imker war mit dem Ertrag der zwei bei uns beheimateten Bienenvölker auch sehr zufrieden. Mittlerweile haben wir ein paar Kunden, die regelmäßig zu uns kommen, um Honig zu kaufen.

Vor vier Jahren hatte eine Igelmutter  im Taglilienbeet unter einer großen Pflanze ihre Kinderstube für 4 Jungtiere angelegt. Das brachte mich auf eine Idee: Aus einer großen Kunststoff-Blumenschale, die einen Riss hat,  hatte Alfred ein 10x10 cm großes Stück herausgeschnitten. Seitdem stand die Schale kopfüber hinten im Taglilien-Beet, etwas unter einem großen Korkenzieherhaselstrauch, vor der Hainbuchenhecke. Ich hatte die Hoffnung, dass ein Igel diese Schale als Winterquartier beziehen würde. Davon wurde leider nichts. In diesem Jahr bemerkte ich aber im Herbst, dass die Schale mit Blättern und Reisig gefüllt wurde. Wir stellten eine Kamera auf und konnten 2 Jungigel beobachten, wie sie emsig an ihrer Winter-Bettdecke arbeiteten. Wir stellten ihnen täglich Wasser und etwas Katzenfutter hin, was sie auch vertilgten. An der Wasserschale konnten wir auch ein Rotkehlchen beobachten, welches darin ausgiebig badete. Nach ein paar Wochen wurde die Futterschale nicht mehr geleert, und der Gang in das Igelhaus wehte mit Falllaub zu. Das Laub der Korkenzieherhasel und der Hecke deckten es weiter zu. Nun hoffen wir, dass die beiden Igel im kommenden Sommer uns bei der Schneckenjagd helfen werden!

Die winterliche Vogelfütterungs-Saison hat begonnen. Wir haben 1.200 Knödel, 150 kg Sonnenblumenkerne, 50 kg Fettfutter und 50 kg Streufutter eingelagert. Dazu noch 25 kg Sonnenblumenkerne oh. Schale, 25 kg Erdnüsse gehackt, 5 kg Mehlwürmer, 7 l Sonnenblumenöl sowie 10 kg Haferflocken für die eigene Herstellung von Fettfutter in Kokosnussschalen. ÖL und Haferflocken setze ich auch noch dem Fettfutter zu.

Der erste Schnee dieser Saison fällt in der Nacht zum 5. Dezember und in der folgenden Nacht gab es noch etwas Nachschlag. Er blieb aber nur wenige Tage liegen.

Mitte Dezember 2021 sind schon 200 Knödel verfüttert, Mitte Januar 2022 weitere 200 Knödel.

Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir -17 Grad.

Wie auch schon im Vorjahr setzt Alfred Ende Dezember von einem Teil der zahlreichen Früchte unser Mispel einen Mispellikör an. Vor einem Jahr hat uns dieser ganz ausgezeichnet zu unseren nachmittäglichen Kaffeestunden gemundet. Den anderen Teil hat er im Dampfentsafter entsaftet. Von diesem Saft habe ich Mispelgelee gekocht. Den Saft hatte ich 3 Tage mit Anissternen, Nelken und ausgekratzten Vanilleschoten angesetzt. Auch dieses Gelee schmeckt ganz ausgezeichnet. Ich habe auch wieder diverse kleinere Probiergläser für nette Besucher und Honigkäufer abgefüllt. 

 

Die Mispel, auch Echte Mispel oder Gemeine Mispel lat. Mespilus germanica ist eine Pflanzenart der Kernobstgewächse in der Familie der Rosengewächse.


Nicht zu verwechseln mit der unten abgebildeten 

Japanischen Wollmispel  lat. Eriobotrya japonica



Seit Anfang 2021 wird gegen Corona geimpft. Zuerst wurden die Bewohner der Alten- und Pflegeheime geimpft, ebenso Risikopatienten und Pflegepersonal. Dann wurde das Alter herabgesetzt und im März waren wir dann endlich dran. Wir hatten unsere Termine für einen Dienstag und den folgenden Donnerstag bekommen. Um nicht zwei Mal nach Kyritz fahren zu müssen, machten wir uns mit dem Wohnmobil auf den Weg. Eigentlich waren Übernachtungen auf den Stellplätzen noch nicht wieder erlaubt, aber wir meldeten uns beim Ordnungsamt und der Polizei an, und so hatten wir denn auch keine Probleme. Ebenso war es auch im Mai. Unsere Booster-Impfung im Dezember holten wir uns aber beim Hausarzt.

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Neues Jahr, neues Glück, aber immer noch Corona.  Mittlerweile nicht mehr in der ursprünglichen Variante, auch nicht mehr die Delta-Variante, die 2021 aufkam und nicht minder schwere Opfer forderte, nun heißt die Variante Omicron. Diese Variation verbreitet sich im Fluge über das ganze Land, die ganze Welt. Die Erkrankung ist nicht so schwer, wie bei den Vorgängern, aber dafür verbreitet  sich diese Variante umso schneller, besonders bei Kindern. Die Infektionszahlen steigen rapide, die Anzahl der Geimpften leider nicht. Es gibt noch immer zu viele, die sich nicht impfen lassen - zu viele Impfgegner! Diese erkranken schwerer als geimpfte Personen. Viele Personen sind mittlerweile mehrfach geimpft, aber trotzdem schon mehrfach erkrankt. Diese Personen haben oftmals nur leichte Beschwerden, bewegen sich unter ihren Kontakten wie immer und verteilen dabei das Virus.

Im Januar wechseln sich sonniges Wetter mit trüben Regentagen, Kälte mit Frühlingstemperaturen, Stürme mit Windstille in schnellem Wechsel ab. Die Elbe steigt, das Vorland ist wieder unter Wasser. Damit schwimmen auch wieder Fische aus der Elbe in die Kuhlen im Vorland, und im Wasser können auch die Frösche wieder laichen. Das verspricht viel Nahrung für unsere Störche! Der erste Adebar der Saison 2022 landet am 13. Februar bei schönstem Sonnenschein, der zweite am 21. Februar, der ihn ziemlich rau mit Sturm, Hagel und Regen empfängt. Wie auch schon in den letzten 4 Tagen, in denen wir die Orkane Ylenia am 17.2., Zeyneb am 19.2 und Antonia am 21.2. schadlos überstanden. Die Anreise des zweiten Storches war also wohl ziemlich turbulent. Ich setze die 100 vorgezogenen Narzissen im Feenkreis ein. Dort lugen nun schon viele Zwiebeln aus dem Boden. Damit ich diese nicht verletze, setze ich die vorgezogenen Zwiebeln erst jetzt, da ich sehen kann, wo Blattgrün aus dem Rasen schaut, ein.

               

Wohnungsbesichtigung!

Mitte Februar zieht Florian aus. Er bezieht seine Wohnung in Lüneburg und beginnt dort auch seine Arbeit. Alfred macht zum Monatswechsel zwei Wochen Wanderurlaub in deutschen Landen. Es ist eine kalte Zeit. Wieder daheim nutzt er ein paar schöne Tage zum Obstbaumschnitt und ich beginne mit den Frühling-Aufräumarbeiten im Garten. Ungemütlicher Wind und Regen macht dem schnell ein Ende und wir warten im Warmen auf besseres Wetter. Am 20.3. beginnen die Störche mit dem Brutgeschäft. Die ersten Saaten wie Möhren, Dicke Bohnen, Radieschen und Zwiebeln kommen in die Erde. Und endlich beende ich  meine Renovierungsarbeiten im Topfgarten und Anzuchtbeet gegenüber des Tomatenbeetes. Schon vor ein paar Jahren hatte ich den linken Teil des 10 m-Beetes neben der Werkstatt, auf dem sich der Topfgarten mit den Blumen-Jungpflanzen befindet, mit Gitter-Trittfliesen aus Kunststoff ausgelegt. Da ich damit sehr zufrieden war, kaufte ich weitere davon. In den trockenen Frühjahren der letzten Jahre mochte ich die mittlerweile schon eingewachsenen Töpfe mit jungen Sträuchern und Bäumchen auf der rechten Seite des Beetes nicht aus dem Beet, das mit dem Rest eines alten Sonnensegels ausgelegt war, entnehmen. Im letzten Herbst konnte ich jedoch viele Töpfe abgeben und die jungen Pflanzen haben noch nicht so lange Wurzeln. Also wurden alle noch vorhandenen Töpfe aufgenommen, der Boden eingeebnet und festgeklopft. Dann legte ich den rechten Teil des Beetes mit den Fliesen aus und füllte die Zwischenräume mit grober Erde auf. Zwischen den beiden Topfgärten befindet sich das Anzuchtbeet. Darauf stehen nun meine 2 Frühbeetkästen. Für den einen habe ich Pferdemistpellets in 10 cm Tiefe verteilt, mit Erde abgedeckt und gut durchgenässt. Der Pferdemist gibt bei der Verrottung Wärme ab an die Jungpflanzen, die hier im Laufe des Frühjahres einziehen. Schalen mit gekauften Gemüsepflänzchen: Kohlrabi, Porree, Salat und Spitzkohl; demnächst werden hier die pikierten Tomaten einziehen und das Gemüse kommt in den Anzuchtschrank. In den 2 Frühbeetkästen habe ich durchsichtige Kunststoffbehälter mit Deckel mit verschiedenen Stecklingen eingestellt. Die Stecklinge habe ich aus dem Frühlingsschnitt der Sträucher gewonnen. Anfang März kaufte ich mir in der Supermarkt-Gemüseabteilung 2 Pflücksalate. Diese hatten noch Wurzeln und ich pflanzte sie in einem Blumentopf in Kompost. Von diesen Salatköpfen ernte ich nun seit Wochen immer wieder eine schöne Portion für uns. 

Mittlerweile steht Ostern vor der Tür und der April hat uns bisher viele ungemütliche Tage mit Kaltluft, viel kräftigem Wind, aber wenig Regen beschert. Zwischendurch scheint auch  durchaus mal kurz die Sonne: Aprilwetter eben!


                                                          

In den Blumenbeeten haben mich in diesem Jahr angenehm die gelben Kaiserkronen überrascht. Diese haben sich im Beet entlang der Auffahrt reichlich vermehrt auf 3 ansehnliche Pulks mit bis zu 13 Blütenstielen! Und rundherum stehen noch viele Stängel nur mit Blättern, ohne Blüte, auf die hoffe ich im nächsten Jahr! Die roten Kaiserkronen haben sich nicht vermehrt. 

                     

   Außerdem haben sich die Duftveilchen auf dem Beet unmittelbar an Hofauffahrt ausgebreitet.

                   

Die im Februar eingesetzten, im Freiland vorgezogenen, Narzissenzwiebeln haben meine Erwartungen nicht erfüllt: Die Blätter der Hälfte der Zwiebeln verkümmerten, davon gab es keine Blüte mehr. Ich hoffe nun, dass sie im nächsten Jahr erfüllen, was mir auf den Zwiebeltüten versprochen wurde!

Derweil genießen die Pflanzkartoffeln noch die Wärme im Haus. Auf Eierpappen ausgelegt, sollen sie keimen, damit sie bei der Pflanzung einen kräftigen Wachstumsvorsprung haben. In diesem Jahr haben wir ein buntes Sortiment: 35 Agria, 10 Blaue St. Galler, je 6 Adretta, Blaue Schweden und Nicola sowie 21 Laura.

Am 19. April ist es für die Kartoffeln mit der Wärme im Haus vorbei und Alfred pflanzt sie schon mal ganz mutig in den Garten. 

Ende April machen wir einen Ausflug zur Gärtnerei Mestlin in MV. Sie ist spezialisiert auf den Erhalt alter Tomatensorten. Pflanzen von über 75 verschiedenen historischen Tomatensorten werden jedes Jahr herangezogen, teils verkauft und teils vermehrt und damit erhalten. Hier kann ich trotz meiner 9 selbst ausgesäten Tomatensorten Supersweet, Tamina, San Marzano, Ochsenherz, Schwarze Krim, Auriga orange, Premio, Bloody Butcher, Tschernij Prinz nicht ohne einige Tomatenpflänzchen wieder gehen. Mein Sortiment wird erweitert durch Panovy, Japan Golden Pear, Green Zebra, Indigo Rose, Carotina, White Tomasol und De Berao. Wenn ich im nächsten Jahr rechtzeitig genug daran denke, dann kann ich mir bis März aus dem reichhaltigen Sortiment Pflanzen bestellen und sie dann später selber abholen. In diesem Jahr musste ich mich mit dem zufrieden geben, was noch vorhanden war. Es gab noch andere Sorten, aber diese sagten mir am meisten zu.

Wie in jedem Jahr macht sich Alfred um diese Zeit an eine schwere Arbeit. Er schichtet wieder unser Gold um, und davon haben wir reichlich: Kompost = des Gärtners Gold!

                           

               Diese Gartenabfälle haben sich 2021 in unserem Garten angesammelt und werden nun,                                                                         in 2022, umgeschichtet

           

               Dieses ist der Kompost, der im Jahr 2020 gesammelt und                                                                                                                          in 2021 umgeschichtet wurde.                                                                                                          Nun, in 2022, wird er gesiebt und

  ...sieht dann so aus. Dieser Kompost wurde 2020 gesammelt und 2021 umgeschichtet. Nun, 2022,  wurde er gesiebt und wird in den kommenden ca. 12 Monaten im Garten direkt oder beim Pikieren oder Einpflanzen der gesammelten Sämlinge  verbraucht. Wenn Alfred mit dem Sieben fertig ist, haben wir ca. 8 m3 besten reifen Kompost = Gärtners Gold! Die Siebtrommel ist in unserem Garten ein wichtiges Gerät. Anfangs nutzte Alfred ein Durchwurfsieb. Damit war er tagelang beschäftigt. Nun geht das Sieben viel schneller

Den Kompost, der im Haus anfällt, sammeln wir im schwarzen Kompostbehälter vor der Hecke links! 

Anfang Mai sind zugekaufter Porree, Kohlrabi und Spitzkohl in den Garten gepflanzt. Möhren, Puffbohnen, Pastinaken, Radieschen, Rote Bete sowie Zucker- und Markerbsen gesät. Die Tomaten haben, nachdem ich einige abgegeben habe, alle einen Platz in dem einen Frühbeet gefunden. Im anderen stehen nun noch zusätzlich Schalen mit Wurzelpetersilie und verschiedenen Basilikum. Im Anzuchtschrank drängeln sich pikierte Gurken, Petersilie, Sellerie und Zucchini. Außerdem hat Alfred grüne und rote Stangenbohnen in kleine Töpfe gelegt und lässt sie schon mal vorkeimen, um zu sehen, wie viele er davon auspflanzen kann. Die roten Bohnen keimen alle, von den grünen nur ein Bruchteil und das auch eine Woche später als die roten.

Auch in diesem Jahr gab es Schwund. Bei den Möhren hat Alfred mittlerweile die 3. Partie ausgesät; der ausgepflanzte Porree wurde bis auf wenige Ausnahmen von den Spatzen vertilgt; wie gut, dass ich noch selbst ausgesäten habe; die Erbsen schützten wir schon vorsorglich erfolgreich mit einem Netz. Aber auch die Schnecken sind schon wieder unterwegs und haben die Puffbohnen heimgesucht. Beim Kohlrabi hat Alfred nach dem ersten Schneckenfraß Schutzringe aufgestellt; nachdem er den Sellerie gepflanzt hatte, harkte er rund um das soeben bepflanzte Beet und harkte dabei über das Beet mit der Pastinaken-Saat. Mal sehen, wo und ob diese nun auflaufen. Im letzten Jahr war der Erfolg damit nur mäßig. Ich ließ die Pastinaken im Winter aber im Beet und nun im Frühjahr zeigt sich, dass ich doch 6 kräftige und mehrere kleine Wurzeln ernten kann. In den Anfangsjahren hatte ich auch immer so verfahren und im Frühjahr war dieses frische Gemüse, wie auch in diesem Jahr, sehr lecker. 

Am 4. Mai öffnet sich die erste Pfingstrosenblüte. Eine dunkelrote Strauch- an der Auffahrt!

Der Mai beginnt für mich nicht so angenehm. Wir transportieren unsere Kübel aus dem Wintergarten nach draußen. Dabei hole ich mit einen Hexenschuss. In der ersten Woche glaube ich noch, ihn mit Wärme und Salbe vertreiben zu können. In der zweiten Woche gehe ich zum Hausarzt, der mir Spritzen und Tabletten gibt. Im Laufe der Woche hole mit noch 2 Mal Spritzen und weitere/andere Tabletten. Nach drei Wochen bin ich endlich wieder fit und kann im Garten arbeiten

Die Tomaten ziehen ins Beet. Obwohl ich einige abgab, habe ich immer noch so viele, dass ich außer den 16, die im angestammten Beet unter dem Werkstattdach gepflanzt werden, noch 8 weitere, die in Kübeln wachsen müssen. 5 stehen in der 'Schönen Aussicht', zwei weitere in einem Trog neben dem Topfgarten. 

Für den Porree und die Möhren kauften wir uns in diesem Jahr ein robustes Schutznetz. Die Rohre dafür hatten wir uns schon im letzten Jahr gekauft. Doch Alfred hielt es nicht für notwendig, mit dem leichten Schutznetz, das wir hatten, einen Tunnel aufzubauen. Im Sommer waren Möhren und Porree ja auch noch ganz gut, aber im Herbst wurden zunehmend mehr Maden sichtbar. In diesem Jahr stellten wir den Tunnel sofort nach dem Pflanzen/Aussäen auf. Bisher gedeiht der Porree wunderbar. Die Möhren brauchten 4 Anläufe, bis endlich welche sichtbar wurden. Für die Möhren hatten wir den Tipp gelesen, Möhrensaat und Sand zu vermischen, beides etwas anzufeuchten; und nach ca. 3 Tagen auszusäen. Alfred feuchtete leider zuerst den Sand an und mischte dann die Saat unter, was leider nicht mehr so gut funktionierte. Statt in Reihen drängeln sich die Möhren in nun 2 Reihen. Mal sehen, wie die Ernte aussieht. Aber der Tipp an sich war sehr gut, da die Saat im feuchten Sand schon mal leicht vorkeimte und schnell auflief! Durch das Netz war das zarte Grün auch vor den Spatzen sicher, die ewig auf der Suche nach zartem Grün sind ...

Auf der Suche sind auch die Waschbären, die sich mal wieder an unseren Erdbeeren gütlich tun. Alfred glaubte, dass sie nicht mehr ihr Unwesen in unserem Dorf treiben. Bis er nächtens eine Kamera aufstellte... Mit dem eiligst aufgestellten Schafzaun konnten wir noch einige wenige Portionen retten. Für Marmelade oder eine Erdbeertorte reichte es jedoch nicht! Aus Schaden wird man klug! Hoffentlich...

Der Fenchel ist mittlerweile geerntet. Die Pflanzen, die zur Erntezeit noch zu klein waren, schossen in Saat. Ich lasse sie nun blühen, dann können sich daran noch Insekten erfreuen und ich habe neue Saat.

Die erste Kartoffelsorte, deren Kraut braun wurde und die wir ernteten, war Adretta. Der Ertrag ist nicht so üppig: max. 8 Kartoffeln pro Pflanze; und die Knollen sind auch nur max. mittelgroß. Beim Schneiden kommt sie mir fest vor; gekocht fällt sie jedoch mehlig auseinander - nicht so unser Geschmack. Für Backofenkartoffeln nehme ich deshalb als nächstes die Nicola. Die Knollen weisen jedoch teilweise blaue oder glasige Stellen im Inneren auf.  

Wieder einmal regnet es zu wenig, das vierte trockene Jahr in Folge! Die Obstbäume sind dicht behangen, aber die Früchte sind sehr klein. 

Ende Juli macht Alfred sich dabei und kürzt die Buchenhecken, die mittlerweile eine stolze Höhe von 3 m erreicht haben. Trotz einer guten Heckenschere mit langem Stiel ist das Schneiden schwierig geworden. Er kürzt mit der Kettensäge auf 1,5 m, dann formt er mit der Heckenschere nach. 

Die Dahlien darben auch in der Sonne, trotz Beregnung. Alfreds Freude an den vielen Sorten ist gewichen. Für die Insekten hatte er schon nur noch ungefüllte Sorten nachgekauft. Viele Schönheiten blühen nur einen Sommer, im Frühjahr treiben sie nicht wieder aus. Er hat viel Arbeit mit diesen schönen Blumen. Deshalb hatte ich mich ja auch davon getrennt. Was im Frühjahr austreibt, das kommt in den Garten. Er kauft keine neuen mehr!

Zwiebeln ernten wir reichlich. Die im Laufe des Herbstes/Winters/Frühjahrs gesteckten gekeimten Knoblauchzehen sind jedoch bis auf zwei gut entwickelte Knollen in Saat geschossen. Im Frühjahr hatte ich diese kleinen Knoblauchzehen, die sich im letzten Jahr aus solcher Blüte bildeten, auch in die Erde gesteckt; es sollten sich die dicken Knoblauchzehen bilden, die man im Gemüseregal in Seegraskörbchen kaufen kann. Trotz regelmäßigen Gießens und Hackens tat sich mit diesen kleinen Zehen nichts, wie ich Mitte August sah. Bis auf einige wenige, die so aussahen wie zu dem Zeitpunkt, als ich in die Erde steckte, waren die meisten verschwunden. Mal sehen, was ich mit den Saatknoblauchzehen mache, die ich in diesem Jahr haben werde. Um jedoch mal richtig kräftige Knoblauchzwiebeln ernten zu können, werde ich Pflanz-Knoblauch kaufen. 

Im Juli und August gibt es kaum Niederschlag, ganz wenige bedeckte Tage, und an manchen Tagen klettert das Thermometer sogar auf 40 Grad. An den heißen Tagen machen wir Urlaub: Wir stellen unsere Liegen im Schatten des Walnussbaumes auf und lesen ...


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  Bis zum nächsten Mal grüßen Anne und Alfred!

 

                                                                                                                      

 

    

                                                            

 


So wurde Gaarz wieder Storchendorf:        2 0 1 0

Meister Adebar bezieht in Gaarz gefährliches Quartier

 

                                                     

von Torsten Gottschalk  erstellt am 03.Mai.2010 | 08:31 Uhr

Die Gaarzer Störche fühlen sich pudelwohl auf dem für sie gefährlichen Strommast mit den unisolierten Leitungen. 

Gaarz | Aufregung in Gaarz (Amt Lenzen-Elbtalaue): Mit schwerer Technik rücken Monteure eines Perleberger Elektrobauunternehmens an und errichten einen Mast mit Nisthilfe für den Weißstorch. Eigentlich nichts Ungewöhnliches möchte man meinen. Für die Gaarzer schon, denn seit einigen Tagen hat man ein Storchpärchen im Ort zu Gast. "1982 hat hier das letzte Mal ein Storch gebrütet. Seitdem blieben hier die Vögel weg", erzählt Naturwächterin Marion Schlede.

Einen stürmischen Tag im April nutzten die beiden Vögel, um sich in dem kleinen Elbdörfchen unweit der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern niederzulassen. Allerdings suchten sich die Adebare ausgerechnet einen Elektromast mit unisolierten, stromführenden Leitungen auf einer Wiese in der Dorfmitte als künftiges Domizil aus. Dass dies nicht ungefährlich für Meister Langbein und die elektrische Anlage ist, erkannte auch Anwohnerin Annelene Pieschel, die sofort die Wemag informierte. Umgehend rückten Monteure im Auftrag des Energieversorgers an, beseitigten den Nestbauversuch und brachten stabförmige Abweiser, der die Störche an der Landung und damit Fortsetzung der Bauversuche hindern sollte, auf dem E-Mast an. "Eigentlich gehen sie dann auch nicht mehr darauf", weiß Marion Schlede zu berichten. Doch das Storchenpaar ließ sich nicht beeindrucken. Kaum waren die Monteure wieder abgerückt, begann es erneut, nun noch intensiver mit dem Nestbau. Während das Weibchen mittlerweile mit dem Brüten anfing, holte Vater Storch weiter emsig Material heran. "Nach dem Naturschutzgesetz darf der Horst nun nicht mehr heruntergenommen werden. Das wird erst im Herbst passieren", so Marion Schlede. Was also tun?

"Die Telefone standen nicht still", erinnert sich Marcus Pankow von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Zusammen mit dem sich sehr kooperativ zeigenden Energieversorger, wie Pankow klarstellte, wurde schließlich eine Lösung gefunden. Ein Ersatznest in ungefährlicherer Lage sollte errichtet werden. "Die Eigentümerin des Grundstückes hat ihre Einwilligung aber noch vor der Unterschrift zurückgezogen", erklärt Marcus Pankow ein weiteres Hindernis. Unkompliziert bot Familie Pieschel, die ihr Grundstück wenige Meter neben dem betroffenen Mast hat, ihre Hilfe an und stellte ihr Grundstück für den neuen Mast zur Verfügung. "Wir haben uns gefreut, dass schließlich alles so unkompliziert abgelaufen ist", meint Alfred Pieschel, der nun hofft, dass der Ersatzmast mit Horstunterlage und ersten eingeflochtenen Knüppeln und Stöcken als Grundgerüst im kommenden Jahr von den Gaarzer Störchen angenommen wird. Hoffnung besteht aber schon jetzt: Im Umland wurde ein weiteres Weißstorchpärchen gesichtet.

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